Einführung ermäßigter Einzelfahrscheine für Senioren und Rentner im Frankfurter Stadtgebiet
Zusammenfassung
Der Antrag sieht die Einführung ermäßigter Einzelfahrscheine für Senioren und Rentner in Frankfurt vor, um eine finanzielle Entlastung für soziale Mobilität zu schaffen. Ziel ist es, den Zugang zum öffentlichen Nahverkehr zu verbessern und finanzielle Barrieren abzubauen, insbesondere in Anbetracht des demografischen Wandels und steigender Lebenshaltungskosten.
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Thema Öffentlicher Nahverkehr und neue Mobilität verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird beauftragt, zu prüfen und zu berichten, ob und in welchem Umfang die Stadt Frankfurt ergänzende Zuschüsse oder eine städtische Regelung zur Einführung ermäßigter Einzelfahrscheine für Senioren ab 65 Jahren und Rentner bereitstellen kann. Die Ermäßigung soll mindestens 50 % des regulären Preises betragen und auf alle Einzelfahrten, Kurzstrecken sowie Tageskarten im Frankfurter Stadtgebiet anwendbar sein.
Weitere Informationen dazu müssen bis spätestens 30. September 2026 der Stadtverordnetenversammlung vorgelegt werden.
Begründung
In Frankfurt fehlt es an fairen Mobilitätsoptionen für Senioren und Rentner, die nur gelegentlich Bus und Bahn nutzen. Während das Seniorenticket Hessen eine günstige Jahresflatrate bietet (398 €/Jahr, reduziert auf ca. 159 € mit Frankfurt-Pass), ist es für viele Ältere ungeeignet: Nicht jeder fährt regelmäßig genug, um die Kosten für dieses Angebot zu rechtfertigen, und Gelegenheitsnutzer zahlen den vollen Fahrpreis von 3,80 € für eine Einzelfahrt- eine enorme Belastung bei begrenzten Renten.
Diese Lücke ist unsozial und behindert die Teilhabe: Viele Senioren sind auf den ÖPNV angewiesen für Arztbesuche, Einkäufe oder soziale Kontakte, können aber aus finanziellen Gründen nicht verzichten. In Zeiten des demografischen Wandels (über 20 % der Frankfurter sind über 65) und steigender Lebenshaltungskosten braucht es flexible, altersgerechte Tarife. Daher stellt die Einführung ermäßigter Einzelfahrscheine für Senioren und Rentner im Stadtgebiet von Frankfurt eine durchaus sinnvolle Option dar, die in der Vergangenheit bereits von verschiedener Seite mehrfach angeregt wurde. Diese ist daher jetzt ergebnisoffen zu prüfen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.
- 1Fraktion bringt Etatantrag ein
- 2Haushaltsberatungen
- 3Plenum beschließt den Haushalt
Der Weg dieser Vorlage
Am 26. Januar 2026 brachte BFF-BIG diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 03.03.2026 im Haupt- und Finanzausschusses abgelehnt.
16.11 Förderung Öffentl. Personennahverkehr
Ausgaben 2025: 14 Mio €
Der Topf steht im Titel des Antrags. Er zeigt, worüber verhandelt wird — nicht, was der Antrag selbst kostet.
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, Linke, FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen BFF-BIG (= Annahme); CDU (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, Linke, FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung) sowie BFF-BIG und AfD (= Annahme)