Produktbereich: 20 Bildung, Produktgruppe: 20.02 Betrieb städtischer Kitas
Zusammenfassung
Der Antrag sieht die Einrichtung eines Springer-Pools für städtische Kitas vor, um Betreuungsausfälle durch personelle Engpässe zu minimieren. Dies soll die verlässliche Betreuung von Kindern sicherstellen und die Belastung des bestehenden Personals reduzieren. Die Stadt Frankfurt erwartet durch diese Maßnahme eine Verbesserung der Betreuungsqualität.
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Thema Schulen und Bildung verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:
- Für die Einrichtung eines "Springerpools" für städtische Kitas werden zusätzliche Personalmittel in Höhe von
2024 2025 500.000 € 1 Mio. €
zur Schaffung von ca. 20 Stellen für Erzieherinnen und Erzieher bereitgestellt, um personelle Engpässe in einzelnen Einrichtungen abzufedern und eine verlässliche Betreuung von Kindern in Kindertagesstätten von Kita Frankfurt sicherzustellen.
- Nach Ablauf des ersten Jahres evaluiert der Magistrat den Erfolg des Systems und passt Regelungen und Verfahrensweisen entsprechend an, um potentielle Schwierigkeiten zu beheben.
- Der Magistrat prüft, inwieweit und in welcher Form das Angebot auch den Kindertagesstätten freier Träger sowie Grundschulen mit Ganztagsbetreuung zugänglich gemacht werden kann, die noch nicht über ein eigenes Springersystem verfügen, und welche Kosten eine damit erforderliche personelle Ausweitung des Springerpools verursachen würde.
Die Gegenfinanzierung erfolgt aus den mit der Aufhebung des Beschlusses § 3273 vom 11.05.2023 frei gewordenen Mitteln des Produktbereichs 20. Über die Ausführung dieses Beschlusses ist der Stadtverordnetenversammlung binnen sechs Monaten zu berichten.
Begründung
Die Betreuung von Kindern in Kindertagesstätten ist von entscheidender Bedeutung für ihre eigene Entwicklung und für das Wohlbefinden und den Arbeitsalltag ihrer Familien. Jedoch können unvorhergesehene Umstände wie Krankheit von Erzieherinnen und Erziehern oder unerwartete Personalengpässe zu Unterbrechungen in der Betreuung führen. Diese Situationen belasten nicht nur die Familien, sie können auch langfristig zu Problemen mit dem Arbeitgeber führen, wenn z.B. Eltern immer wieder freinehmen müssen, weil die Einrichtung der Kinder geschlossen hat und sie diese zuhause betreuen müssen. Ein Springer-Pool von bei der Stadt angestellten Pädagoginnen und Pädagogen sowie Aushilfskräften würde es ermöglichen, kurzfristige Personalausfälle schnell zu kompensieren und sicherzustellen, dass der Betrieb in den Kindertagesstätten kontinuierlich aufrechterhalten werden kann. Durch die Bereitstellung von qualifizierten Ersatzkräften, wenigstens für Kita Frankfurt, könnte die Stadt sicherstellen, dass die Bedürfnisse der Kinder zu jeder Zeit erfüllt und diese auch in Notfällen angemessen betreut werden. Dies würde zudem auch die Belastung der Erzieherinnen und Erzieher vor Ort reduzieren, die Ausfälle häufig nur schwer kompensieren können und dringend Unterstützung benötigen. Da die Kräfte vor Ort immer im Team mit erfahrenen, ausgebildeten Erzieher/innen eingesetzt werden, könnte sich hier nach sorgfältiger Abwägung auch die Möglichkeit bieten, auf Seiteneinsteiger/innen zurückzugreifen, die in verwandten Berufen tätig waren, den Wiedereinstieg in den Beruf nach einer längeren Elternzeit suchen oder ihr Lehramts- oder Sozialpädagogikstudium noch nicht abgeschlossen haben. Die Bewerber/innen erhalten im Gegenzug die Möglichkeit, viele unterschiedliche Einrichtungen und Teams kennenzulernen und sich umfassend fortzubilden. In anderen Städten werden gezielt Erzieher/innen und Absolvent/innen verwandter Berufe für Springerpools angeworben, so zum Beispiel in Hanau. Die Stadt Düsseldorf beschäftigt auch Springer für den Einsatz in der Ganztagsbetreuung an Grundschulen. Auch verschiedene freie Träger der Kinderbetreuung in Frankfurt unterhalten bereits "Springerpools" zur Vermeidung von Betreuungsausfällen und praktizieren dies seit Jahren mit Erfolg. Hier ist beispielsweise der Sozialpädagogische Verein zur familienergänzenden Erziehung als Träger von 90 Kinderbetreuungseinrichtungen zu nennen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.
- 1Fraktion bringt Etatantrag ein
- 2Haushaltsberatungen
- 3Plenum beschließt den Haushalt
Der Weg dieser Vorlage
Am 15. Mai 2024 brachte CDU diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 01.07.2024 im Ausschusses für Bildung und Schulbau abgelehnt.
20.02 Betrieb städtischer Kitas
Ausgaben 2025: 212 Mio € · im Antragsjahr 2024 206 Mio € — preisbereinigt +1 % bis heute
Der Topf steht im Titel des Antrags. Er zeigt, worüber verhandelt wird — nicht, was der Antrag selbst kostet.
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und AfD gegen CDU, ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG (= Annahme) sowie Linke und FRAKTION (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Volt (= Ablehnung)