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Produktbereich: 17 Wohnen Produktgruppe: 17.01 Wohnen Produktbereich: 20 Bildung Produktgruppe: 20.01 Schulbetriebsmanagement/pädag. Aufgaben

Vorlagentyp: ECDU
3 SitzungenAngenommen
Vorlage
Idee
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Zusammenfassung

Der Antrag sieht die Schaffung dringend benötigter Wohnheimplätze für Auszubildende in Frankfurt vor. Dies soll durch die Bereitstellung von Planungsmitteln für den Neubau eines Wohnheims und die Zusammenarbeit mit verschiedenen Trägern geschehen. Ziel ist es, die Ausbildungssituation zu verbessern und den Fachkräftemangel zu bekämpfen.

Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.

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Lange Straße — 3 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 18.05.2026.

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Antrag

Der Magistrat setzt endlich die seit langer Zeit angekündigte Schaffung dringend benötigter Wohnheimplätze für Auszubildende um. Dazu verfolgt er folgende zwei Schwerpunkte:

  1. Unter der Projektnummer 5.010447 "Berta Jourdan Schule, Neubau (Planungsmittel)" im Produktbereich 20 (Bildung) werden zusätzliche Planungsmittel in Höhe von 2024 50.000 € 2025 100.000 € eingestellt, um neben dem Neubau der Beruflichen Schule auch ein angegliedertes Wohnheim für Auszubildende umzusetzen.
  2. In der Produktgruppe 17.01 (Wohnen) werden Planungsmittel in Höhe von 2024 50.000 € 2025 100.000 € eingestellt, um zusammen mit IHK, HWK, erfahrenen Trägern wie dem Kolpingwerk, der Stiftung AzubiWerk oder dem Bildungswerk Bau und den in Frankfurt ansässigen Unternehmen eine schnelle Realisierung eines Azubi-Wohnheims für alle Berufsgruppen sicherzustellen. Ein geeigneter Standort ist der Stadtverordnetenversammlung bis zum 31.12.2024 vorzuschlagen. Die Gegenfinanzierung für die Planungsmittel beider Projekte erfolgt aus vorhandenen Mitteln des Investitionshaushalts im Produktbereich
  3. Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig in den Haushaltsjahren 2024 und 2025 erfolgt, ist ein Budgetübertrag möglich. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig. Über die Ausführung dieses Beschlusses ist der Stadtverordnetenversammlung binnen sechs Monaten zu berichten.

Begründung

Laut Machbarkeitsstudie, die die Kammern zusammen mit der Wirtschaftsförderung und dem DGB beauftragt hatten, fehlen in Frankfurt mehr als 2.000 Wohnungen für die rund 20.000 Auszubildenden. Insbesondere in Mangelberufen, wie dem Erzieherberuf, tut sich Frankfurt sehr schwer, genügend Fachkräfte anzuwerben. Ein Wohnheim für Auszubildende wäre ein erster wichtiger Schritt zur Verbesserung der Situation, auf den Kammern, Gewerkschaften, Wirtschaft und Berufsschulen seit Jahren drängen. Ende Juli 2023 gab der Magistrat 200.000 € für die Planungen eines Azubi-Wohnheims an der Ludwig-Landmann-Straße frei. Seitdem ist jedoch nichts passiert. Im Haushaltsentwurf 2024/25 gibt es keinen Haushaltsansatz zum Bau eines Azubi-Wohnheims. Laut Bericht B 94 vom 09.03.2024 ist ein potentielles, gemeinsam mit dem DGB geplantes Azubi-Wohnheim an der Ludwig-Landmann Straße nun wohl auch wieder vom Tisch und die Unternehmen, Kammern und die Beruflichen Schulen in Frankfurt warten weiterhin verzweifelt auf eine konkrete Perspektive für die Unterbringung ihrer Auszubildenden. Auch das geplante Projekt der Konversions- und Grundstücksgesellschaft (KEG) am Hilgenfeld ist noch Zukunftsmusik und wird zudem nicht mehr als maximal 50 Plätze schaffen - ein Tropfen auf den heißen Stein. Die verfügbaren Wohnplätze, etwa im Kolpinghaus an der Lange Straße oder im Gästehaus des Bildungswerkes Bau in Frankfurt-Niederrad, waren immer sehr begehrt, sind aber bei weitem nicht ausreichend. Vorhandene Wohnheimplätze in Frankfurt sind zudem sehr teuer oder nur für eine kurze Mietdauer vorgesehen, z.B. für die Unterbringung im Rahmen von Blockunterricht. Die Studierendenwohnheime sind bereits an der Kapazitätsgrenze und können Azubis aus anderen Städten und Regionen zum Teil nicht das passende Umfeld bieten, das sie benötigen. Auszubildende verdienen im ersten Lehrjahr häufig nicht mehr als 650 € im Monat und sind zudem zu Beginn der Ausbildung oft noch minderjährig, weswegen sie speziell zugeschnittene Angebote brauchen, die nicht nur finanziell erschwinglich sind, sondern auch ein Mindestmaß an Unterstützung und Infrastruktur vor Ort bieten. Die Planungen müssen dringend beschleunigt werden, wenn Frankfurt den Fachkräftemangel stoppen und jungen Menschen wieder eine Perspektive als Wohn- und Arbeitsort bieten möchte. Dabei sollten für unterschiedliche Zielgruppen verschiedene Projekte in den Blick genommen werden. Zum einen sollte mit den Beruflichen Schulen Berta Jourdan gemeinsame Planungen für ein am Neubau der Schule angegliedertes Wohnheim für Auszubildende begonnen werden, um insbesondere die Gewinnung von Erzieherinnen und Erziehern für Frankfurter Einrichtungen zu verbessern. Zum anderen sollte mit Kammern, Handwerk, im Betrieb von Wohnheimen erfahrenen Trägern und Unternehmen der Bau eines hinreichend großen Wohnheims für Auszubildende aller Berufsgruppen in den Blick genommen werden. Vielen Worten müssen nun endlich Taten folgen. Denn überzeugende Gründe für die Notwendigkeit weiterer Wohnheimplätze für Auszubildende gibt es zur Genüge:

  1. Förderung der Ausbildung und Fachkräfteentwicklung: Die Schaffung eines Wohnheims für Auszubildende zeigt ein Engagement für die Förderung der Ausbildung und Entwicklung von Fachkräften. Durch die Bereitstellung angemessener Wohnmöglichkeiten können junge Menschen ermutigt werden, sich für Ausbildungen zu entscheiden, da die finanzielle Belastung durch die Unterbringung gemindert wird. Dies trägt langfristig zur Stärkung des Arbeitsmarktes und zur Deckung des Bedarfs an qualifizierten Fachkräften bei, gerade z.B. in sozialen Berufen (Erzieher/innen, Krankenpfleger/innen, etc.).
  2. Attraktivität der Stadt als Ausbildungsort: Frankfurt hat bereits den Ruf, eine dynamische und wirtschaftlich erfolgreiche Stadt zu sein. Die Bereitstellung von Wohnmöglichkeiten für Auszubildende stärkt das Image der Stadt als attraktiven Ausbildungsort. Dies kann dazu beitragen, talentierte junge Menschen anzuziehen und dazu zu ermutigen, ihre Ausbildung in Frankfurt zu absolvieren, was langfristig auch den regionalen Arbeitsmarkt positiv beeinflusst.
  3. Soziale Verantwortung und Chancengleichheit: Der Bau eines Wohnheims für Auszubildende zeigt soziale Verantwortung und das Engagement der Stadt Frankfurt für Chancengleichheit. Es ermöglicht allen jungen Menschen, unabhängig von ihrer finanziellen Situation, Zugang zu einer hochwertigen Ausbildung. Dies ist besonders wichtig, um soziale Ungleichheiten zu verringern und jedem die gleichen Chancen auf Bildung und berufliche Entwicklung zu bieten.
  4. Langfristige Investition in die Zukunft: Die Investition in den Bau eines Wohnheims für Auszubildende ist eine langfristige Investition in die Zukunft der Stadt Frankfurt. Die Ausbildung junger Menschen ist entscheidend für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit einer Stadt. Indem Frankfurt in die Wohnbedingungen für Auszubildende investiert, legt es den Grundstein für eine gut ausgebildete Bevölkerung, die in der Lage ist, den Herausforderungen und Chancen der Zukunft erfolgreich zu begegnen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

EEtatantrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.

  1. 1Fraktion bringt Etatantrag ein
  2. 2Haushaltsberatungen
  3. 3Plenum beschließt den Haushalt

Der Weg dieser Vorlage

Am 15. Mai 2024 brachte CDU diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 04.07.2024 im OBR 3 angenommen.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Haushaltstopf dieses Antrags
Zur Haushaltsanalyse

17.01 Wohnen

Ausgaben 2025: 30 Mio € · im Antragsjahr 2024 29 Mio € — preisbereinigt +1 % bis heute

Der Topf steht im Titel des Antrags. Er zeigt, worüber verhandelt wird — nicht, was der Antrag selbst kostet.

Beratungsverlauf3 Beratungen
Ausschusses für Bildung und Schulbau
Sitzung 28 · 01.07.2024
TO I, TOP 27
Abgelehnt
Die Vorlage E 294 wird im Rahmen der Vorlage M 70 abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDFDPVolt
Ablehnung:
CDULinkeAfDFRAKTIONBFF-BIGÖkoLinX-ELF
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD und FDP gegen CDU, Linke, AfD, FRAKTION und BFF-BIG (= Annahme) sowie ÖkoLinX-ELF (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Volt (= Ablehnung im Rahmen M 70)

Ausschusses für Planen, Wohnen und Städtebau
Sitzung 28 · 02.07.2024
TO I, TOP 29
Abgelehnt
Die Vorlage E 294 wird im Rahmen der Vorlage M 70 abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDFDPVolt
Ablehnung:
CDUÖkoLinX-ELFBFF-BIGLinkeAfDFRAKTION
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG (= Annahme) sowie Linke (= Ablehnung ohne Zusatz) Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD und FRAKTION (= Annahme)

OBR 3
Sitzung 31 · 04.07.2024
TO I, TOP 22
Angenommen
Der Vorlage E 294 wird zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFDPÖkoLinX-ARL
Ablehnung:
Volt
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, Linke, FDP und ÖkoLinX-ARL gegen Volt (= Ablehnung)

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Ortsbeiratssitzung