Produktbereich: 13 Stadtplanung Produktgruppe: 13.01 Stadtplanung Goepferts Klima-Stele gehört an die Hauptwache - Planungskosten
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Zusammenfassung
Der Antrag fordert die Prüfung und mögliche Installation der Klima-Stele von Hermann Goepfert an der Hauptwache. Dies soll Goepferts Kunst und Anliegen in die Mitte der Stadt rücken und der Stadt Frankfurt die Möglichkeit geben, Goepferts Kunst als bedeutend und wirkmächtig zu erkennen.
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Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Der Magistrat wird beauftragt, bei der Umgestaltung der Hauptwache die Möglichkeit einer Installation der Klima-Stele von Hermann Goepfert zu prüfen und bei einem positiven Ergebnis diese auch in die Planungen aufzunehmen.
Begründung
Der Name Hermann Goepferts (1926-1982) ist eng mit der Stadt Frankfurt am Main verbunden. Als der Begriff ‚Klimaschutz' noch gar nicht existierte, verband Goepfert in seiner Kunst aus Licht, Wasser, Metall und Luft die Themen Klima und Umwelt in einer neuen ganzheitlichen Art und Weise. Goepfert studierte von 1947 bis 1951 zunächst an der Abendschule und von 1951 bis 1958 anschließend an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste Städelschule Frankfurt am Main. Internationale Künstler kamen in den 1960er-Jahren zu Goepfert an den Main, um Ideen auszutauschen und mit ihm zu arbeiten. 1964 wurde er zu den ZERO-Ausstellungen in London und Philadelphia geladen. 1965 stellte Goepfert gemeinsam mit Jef Verheyen und Lucio Fontana in Berlin und Frankfurt aus. 1965 gründete Hermann Goepfert gemeinsam mit dem Architekten Johannes Peter Hölzinger die Planungsgemeinschaft für neue Formen der Umwelt. 1967 erhielt er eine Einzelausstellung im Palais des Beaux-Arts in Brüssel. In seiner zu Lebzeiten bedeutendsten Soloschau zeigte Goepfert retrospektiv statische und kinetische Werke, die seit den Weißbildern entstanden waren und die allein Licht zum Thema hatten. "Lebensräume aus Lichtobjekten zu bauen ist unser aller Traum", lautet ein Kernsatz von Hermann Goepfert. Kunst und gesellschaftliches Engagement sollten sich durchdringen und nicht nur die Umwelt gestalten, sondern auch gesellschaftliche Prozesse in Gang setzen. Ein Kunstwerk offen zu gestalten und den Betrachter am Entstehungsprozess teilhaben zu lassen, war Goepferts Intention. Zentral wurde für Goepfert dabei vor allem das Licht als kinetisches Moment und direktes Gestaltungsmedium. "Licht ist Form", lautete das Credo von Goepfert, der die ästhetische Qualität des Lichtes durch vorgeformte Instrumente sichtbar machen wollte. Es war vor allem das natürliche Licht, das er darzustellen versuchte. Goepfert hatte auch verschiedene Ideen zur Stadtgestaltung, von denen aber nur wenige verwirklicht wurden. Hermann Goepfert lebte in Frankfurt am Main und nach 1971 vor allem in Antwerpen, wo er 1982 starb. Sein Grab befindet sich auf dem Frankfurter Hauptfriedhof. Goepferts Kunst ist heute aktueller denn je. Sie verdient es, den ihr gebührenden Raum in unserer Stadt verschafft zu bekommen. Zu lange haben seine Werke ein Schattendasein geführt. Es ist an der Zeit, sie wieder in das rechte Licht, die Luft und das Wasser zu stellen. Die Klima-Stele an der Hauptwache würde Goepferts Kunst und Anliegen in die Mitte der Stadt rücken und ihr so die Ehre und Aufmerksamkeit verleihen, die sie verdient. Außerdem würde dies der Erkenntnis Ausdruck verleihen, dass die Stadt Frankfurt Goepferts Kunst als wirkmächtig und für die Gegenwart bedeutsam erkannt hat. Abschließend kommt hinzu, dass dieses Kunstwerk sich schon im Eigentum der Stadt befindet und somit nicht gekauft oder erst in Auftrag gegeben werden muss.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.
- 1Fraktion bringt Etatantrag ein
- 2Haushaltsberatungen
- 3Plenum beschließt den Haushalt
Der Weg dieser Vorlage
Am 29. April 2022 brachte AfD diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 02.06.2022 im Ausschusses für Kultur, Wissenschaft und Sport abgelehnt.
13.01 Stadtplanung
Ausgaben 2025: 39 Mio € · im Antragsjahr 2022 27 Mio € — preisbereinigt +33 % bis heute
Der Topf steht im Titel des Antrags. Er zeigt, worüber verhandelt wird — nicht, was der Antrag selbst kostet.
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., Volt, ÖkoLinX-ARL und Die PARTEI gegen FDP und BFF (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen AfD (= Annahme) und BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION und Gartenpartei (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen AfD (= Annahme) und BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung)