Produktbereich: 10 Wahlen und übergeordnete Angelegenheiten Produktgruppe: 10.04 Gleichberechtigung für Bürgerinnen
Zusammenfassung
Der Etatantrag sieht vor, dass das Projekt "Neue Wege - Neue Pläne" des Vereins für berufliche Förderung von Frauen (VbFF) von 2023 bis 2025 mit zusätzlichen Mitteln in Höhe von 90.000 € unterstützt wird. Dies soll Frauen, insbesondere mit Migrationshintergrund, helfen, ihre beruflichen Chancen zu verbessern und den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern.
Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.
Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.
Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.
Thema Gesundheit und Soziales verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Das Projekt "Neue Wege - Neue Pläne" des Vereins für berufliche Förderung von Frauen (VbFF) erhält von 2023 bis 2025 zusätzliche Mittel in Höhe von 90.000 € (jährlich 30.000 €). Das niedrigschwellige Beratungsprojekt für Frauen dient als Brücke zu den eigentlichen Qualifizierungsmaßnahmen des VbFF. Entgegen der ursprünglichen Konzeption wird es auch von Frauen ohne Fluchthintergrund (aber häufig mit Migrationserfahrung) wahrgenommen. Mit einer vergleichsweise geringen Fördersumme erreicht das Projekt relativ viele Frauen (ca. 100 im Jahr) und wird stark nachgefragt. Der Betrag wird dem Haushalt zugesetzt.
Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig im laufenden Haushaltsjahr erfolgt, ist ein Budgetübertrag möglich. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig.
Über die Ausführung der Etatanträge zum Haushalt berichtet der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung nach Genehmigung des Haushalts 2023 regelmäßig halbjährlich in einer zusammengefassten Übersicht.
Begründung
Seit über 40 Jahren arbeitet der VbFF für die Chancengleichheit von Frauen in der Arbeitswelt. Er bietet speziell den Frauen, die auf dem Berufs- und Ausbildungsmarkt benachteiligt sind, besondere Projekte und Beratungen an. Benachteiligungen von Frauen ergeben sich aus den unterschiedlichsten Gründen. Häufig ist es eine tradierte Rollenzuschreibung: Unterbrechungen der Erwerbsbiographie aufgrund von Erziehungszeiten, Pflege von Angehörigen, Teilzeitarbeit. Bei Frauen mit Migrationserfahrung können es sprachliche Barrieren, die Nichtanerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse oder auch ein geringerer Bildungs- und Ausbildungsstand aufgrund schlechterer Zugänge zu Bildung in den Heimatländern sein. In der Beratungsstelle für Frauen "Neue Wege - Neue Pläne" finden alle in Frankfurt am Main lebenden Frauen Beratung und Unterstützung bei beruflichen Veränderungsprozessen, bei Fragen, Problemen, Ängsten und Hoffnungen zur beruflichen Zukunft. In den letzten Jahren kommen immer mehr Frauen mit einer gesundheitlichen, psychischen Belastung zur Beratung - Frauen, die mit Überforderungssituationen, Burn-out und Depression zu kämpfen haben, die lange Krankheitsphasen in ihrer Erwerbsbiographie aufweisen und Sorge haben, nicht mehr ihren Vorstellungen und Qualifikationen entsprechend ins Arbeitsleben zurückkehren zu können. Zudem existiert seit 2022 eine Kooperation mit der Anlaufstelle für straffällig gewordene Frauen. Auch diese besondere Gruppe benötigt Unterstützung beim Wiedereinstieg in eine Erwerbstätigkeit, damit ihre Resozialisierung gelingen kann. Das erfordert eine kooperative Zusammenarbeit, die die Frauen in ihrer besonderen Lebenslage wertschätzt und ihnen Zuversicht vermittelt. Es müssen neue Wege in die Arbeit gefunden werden, Rückschläge verarbeitet und das Durchhaltevermögen gestärkt werden. Ziel der intensivierten Beratung und aktiven Begleitung ist der erfolgreiche Weg in die Erwerbstätigkeit. Auch die Gruppe der geflüchteten Frauen bedarf eines speziellen Angebotes, angepasst auf ihre spezifischen Bedürfnisse. Das Projekt "Neue Wege - Neue Pläne für geflüchtete Frauen" stellt ein besonderes berufliches Beratungsangebot für geflüchtete Frauen dar. Die Kontaktaufnahme und Erstberatungen finden direkt in den Wohnunterkünften, Einrichtungen und Begegnungsorten statt. Es ist ein niedrigschwelliges, auf die Frauen zugehendes Konzept, das geflüchtete Frauen dort anspricht, wo sie sich aufhalten. Seit Beginn des Projektes konnten viele Frauen beraten werden. Einige sind bereits erste Schritte in eine berufliche Zukunft gegangen, haben Praktika absolviert, Kurse besucht und sogar schon Berufsausbildungen begonnen. Ziel der Beratung ist es, Frauen frühzeitig an das Bildungssystem und an die Arbeitswelt in Deutschland heranzuführen. Sie sollen berufliche Chancen und Notwendigkeiten kennenlernen und an ihr eigenes Weiterkommen denken. Um das bestehende Angebot auch den genannten, speziellen Zielgruppen erfolgreich erschließen zu können, benötigt die Beratungsstelle "Neue Wege - Neue Pläne" jährlich bis 2025 zusätzliche Ressourcen in Höhe von 30.000 € jährlich.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.
- 1Fraktion bringt Etatantrag ein
- 2Haushaltsberatungen
- 3Plenum beschließt den Haushalt
Der Weg dieser Vorlage
Am 16. Juni 2023 brachten GRÜNE, SPD, FDP, Volt diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 04.07.2023 im Ausschusses für Wirtschaft, Recht und Frauen angenommen.
10.04 Gleichberechtigung für Bürgerinnen
Ausgaben 2025: 6 Mio € · im Antragsjahr 2023 5 Mio € — preisbereinigt +16 % bis heute
Der Topf steht im Titel des Antrags. Er zeigt, worüber verhandelt wird — nicht, was der Antrag selbst kostet.
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, LINKE., Volt, FRAKTION und ÖkoLinX-ELF gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung) sowie AfD und BFF-BIG (= Ablehnung)