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Produktbereich: 10 Wahlen und übergeordnete Angelegenheiten Produktgruppe: 10.04 Gleichberechtigung für Bürgerinnen

Vorlagentyp: EGRÜNESPDFDPVolt
1 SitzungAngenommen

Zusammenfassung

Im Etatantrag wird vorgeschlagen, 25.000 € für das Projekt "New4Job+" der Gründerinnenberatung Jumpp-Frauenbetriebe e.V. im Haushalt 2023 bereitzustellen. Ziel des Projekts ist die Förderung der Chancengleichheit am Arbeitsmarkt und die Unterstützung von Frauen beim Wiedereinstieg in den Beruf. Durch digitale Qualifizierungsangebote sollen Frauen auf die Anforderungen des modernen Arbeitsmarktes vorbereitet werden.

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Thema Schulen und Bildung verfolgen

Antrag

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Für das Projekt "New4Job+" der Gründerinnenberatung Jumpp-Frauenbetriebe e.V. werden in den Haushalt 2023 zusätzlich 25.000 € eingestellt.

Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig im laufenden Haushaltsjahr erfolgt, ist ein Budgetübertrag möglich. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig.

Über die Ausführung der Etatanträge zum Haushalt berichtet der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung nach Genehmigung des Haushalts 2023 regelmäßig halbjährlich in einer zusammengefassten Übersicht.

Begründung

Chancengleichheit am Arbeitsmarkt und Gleichstellung der Geschlechter ist das Ziel des Programms, um die gleichberechtigte Partizipation und die ökonomische Unabhängigkeit der Frauen zu erhöhen. Das Qualifizierungsangebot richtet sich an Frauen, die nach der Elternzeit oder familiärer Care-Arbeit wieder in den Beruf einsteigen möchten oder den drohenden Verlust ihres Arbeitsplatzes abwenden müssen. Die Entwicklung der Angebote orientiert sich an den Bedarfen der potentiellen Teilnehmerinnen und dem jeweiligen regionalen, standortbezogenen Profil unter Berücksichtigung der Herausforderungen des Arbeitsmarktes. Während des Lockdowns in der Corona-Pandemie konnte das Qualifizierungsangebot innerhalb kürzester Zeit in großen Teilen - entsprechend den Bedarfen der Zielgruppe und den Lerninhalten - digital umgesetzt werden. Mit dem Angebot von digitalen Qualifizierungsformaten wird die Zielgruppe auf die Lebensrealität auf dem Arbeitsmarkt vorbereitet. Die Teilnehmerinnen erschließen sich durch die Anwendung nicht nur die vorgesehenen Lerninhalte, sondern erwerben notwendige Medienkompetenz, die sie in der beruflichen Qualifizierung und Weiterbildung wie auch im späteren Berufsleben dringend benötigen. Damit sind sie auch auf die schnelllebigen Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt, in denen sich Berufsbilder, Tätigkeiten und Arbeitsabläufe in kurzen Zeitintervallen verändern können, gut vorbereitet. Mit der Teilnahme am Projekt erhalten die Frauen nicht nur die Möglichkeit, sich auf die Anforderungen der Arbeitswelt vorzubereiten, sondern auch die Gelegenheit, andere Frauen mit unterschiedlichen Bildungsbiografien, die vor denselben Herausforderungen stehen, kennen zu lernen, sich mit ihnen auszutauschen und zu vernetzen. Dies bietet besonders alleinerziehenden Müttern einen Weg aus der Isolation und die Gelegenheit, andere Frauen kennenzulernen und ein eigenes Netzwerk aufzubauen. Digitales Lernen ist nicht nur alters- und zeitunabhängig, sondern vor allem ortsunabhängig. Das ist für Frauen, die sich auf den beruflichen Wiedereinstieg vorbereiten, ein entscheidender Vorteil, da sie knappe Zeitressourcen individuell nutzen können. Im 3. Gleichstellungsbericht der Bundesregierung ist die Digitalisierung als einer der wichtigsten Faktoren genannt, um die Gleichstellung der Geschlechter zu gestalten. Die Möglichkeiten an Qualifizierungsangeboten und Weiterbildung teilzunehmen wird erleichtert bzw. überhaupt erst ermöglicht. Mit dem Weiterbildungsangebot werden Frauen darin befähigt, in Distanz zu lernen, sich selbst unter Anleitung zu organisieren und mit entsprechender Begleitung (möglichst) vor Ort ihre eigenen Entwicklungsschritte zu planen und zu erreichen. In die Handlungsempfehlungen des Gleichstellungsberichtes wurde darüber hinaus aufgenommen, dass neben dem Zugang zur erforderlichen Technologie auch Zeit und Raum für Lernen und Anwenden zur Verfügung stehen müssen - unabhängig vom Geschlecht. Im Kontext des zunehmenden Fachkräftemangels und des demografischen Wandels bleibt es eine wesentliche Aufgabe, Wiedereinsteigerinnen, Berufsrückkehrerinnen und die sogenannte stille Reserve für die existenzsichernde Teilhabe am Arbeitsmarkt oder eine selbständige Tätigkeit zu aktivieren.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

EEtatantrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.

  1. 1Fraktion bringt Etatantrag ein
  2. 2Haushaltsberatungen
  3. 3Plenum beschließt den Haushalt

Der Weg dieser Vorlage

Am 16. Juni 2023 brachten GRÜNE, SPD, FDP, Volt diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 04.07.2023 im Ausschusses für Wirtschaft, Recht und Frauen angenommen.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
Ausschusses für Wirtschaft, Recht und Frauen
Sitzung 19 · 04.07.2023
TO I, TOP 16
Angenommen
Der Vorlage E 25 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDFDPLinkeVoltFRAKTIONÖkoLinX-ELF
Ablehnung:
CDUAfDBFF-BIG
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, LINKE., Volt, FRAKTION und ÖkoLinX-ELF gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung) sowie AfD und BFF-BIG (= Ablehnung)

Mitdiskutieren

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