Produktbereich: 10 Wahlen und übergeordnete Angelegenheiten Produktgruppe: 10.04 Gleichberechtigung für Bürgerinnen
Zusammenfassung
Im Haushalt 2023 wird eine einmalige Erhöhung der Mittel für das Frauen Musik Büro um 10.000 € beantragt, um die Förderung von Musikerinnen im Popularmusikbereich zu unterstützen. Diese Maßnahme soll der Unterrepräsentanz von Frauen in der Musik entgegenwirken und die Angebote des Büros erweitern.
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Thema Kultur verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Im Haushalt 2023 werden die für das Frauen Musik Büro in der Produktgruppe 10.04 eingestellten Mittel in Höhe von 34.500 € einmalig um einen Betrag von 10.000 € für Honorar- und Sachkosten auf dann 44.500 € erhöht.
Der Betrag wird dem Haushalt zugesetzt. Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig im laufenden Haushaltsjahr erfolgt, ist ein Budgetübertrag möglich. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig.
Über die Ausführung der Etatanträge zum Haushalt berichtet der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung nach Genehmigung des Haushalts 2023 regelmäßig halbjährlich in einer zusammengefassten Übersicht.
Begründung
Das Frauen Musik Büro fördert, präsentiert, unterstützt und vernetzt Musikerinnen im Popularmusikbereich, um der Unterrepräsentanz von Frauen, vor allem von Instrumentalistinnen und Komponistinnen, entgegenzuwirken und ihnen in der Öffentlichkeit eine Plattform zu geben. Träger des Frauen Musik Büros ist der seit 1984 bestehende Verein "Frauen machen Musik e.V." Das Frauenmusikbüro bereichert die Musik- und Kulturlandschaft Frankfurts mit seinen Projekten und bietet spannende, für die Förderung und Repräsentanz von Frauen und Mädchen dringend gebrauchte Angebote an. Hierzu zählen 3-5 Mal im Jahr stattfindende "Melodiva Club Concerts" in Kooperation mit Frankfurter Clubs. Hobby- und semiprofessionelle Musikerinnen können außerdem bei Wochen end-Workshops mehrmals im Jahr gemeinsam proben, jammen, improvisieren und von interessanten Dozentinnen* lernen. Darüber hinaus gibt das Frauen Musik Büro das Online-Musik-Journal "Melodiva" sowie zwei monatlich erscheinende Newsletter heraus. Das Musikjournal Melodiva entstand 1984 als Mitglieder "Rundbrief", als es noch kaum Berichterstattung über Musikerinnen in den Medien gab. Es wurde zu Deutschlands erstem und einzigen Musik-Journal, das ausschließlich über Frauen im Musikgeschäft berichtet. Seit 2001 gibt es das Journal ausschließlich online. Dort erscheinen Interviews mit Musikerinnen und CD- und Konzertreviews, werden Konzert- und Workshoptermine der Netzwerk-Mitglieder veröffentlicht und nützliche und aktuelle Infos rund um das Musikerinnenleben und ein Band-Index zur Verfügung gestellt. Auch Nachwuchsarbeit betreibt das Frauen Musik Büro: bei Workshops wie "Beat Schwester" oder dem "Jazz Girls' Day" können sich junge Musikerinnen in safer spaces austoben und Neues kennenlernen. In der Nachwuchsredaktion von Melodiva schreiben junge Frauen über das, was sie interessiert, und veranstalten einmal pro Jahr einen Konzertabend für Newcomerinnen*, den "Miezenabend". Der sehr überschaubare bisherige Zuschuss für das Frauen Musik Büro wurde seit 10 Jahren nicht mehr an dessen wachsenden Leistungsumfang und steigende Sach- und Honorarkosten angepasst. Dies soll im Haushalt 2023 mit der Erhöhung des Betrages um 10.000 € geschehen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.
- 1Fraktion bringt Etatantrag ein
- 2Haushaltsberatungen
- 3Plenum beschließt den Haushalt
Der Weg dieser Vorlage
Am 16. Juni 2023 brachten GRÜNE, SPD, FDP, Volt diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 04.07.2023 im Ausschusses für Wirtschaft, Recht und Frauen angenommen.
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, LINKE., Volt, FRAKTION und ÖkoLinX-ELF gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung) sowie AfD und BFF-BIG (= Ablehnung)