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und Sport Produktgruppe: 21.01 Kulturelle Dienstleistungen und Projekte Festival der Komik Vorgang: H i n w e i s: Es handelt sich um eine Vorlage zum Vortrag des Magistrats, M 39 vom 17.02.2017, Haushalt 2017 mit Finanzplanung und eingearbeitetem Investitionsprogramm 2017 - 2020. Das Ergebnis ist im Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 01.06.2017, § 1429, dokumentiert. Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: In die o.g. Produktgruppe werden Mittel in der Höhe von 55 T€ eingestellt, die dem Caricatura Museum zweckgebunden zur Durchführung des "Festivals der Komik" zur Verfügung stehen. Begründung: Das "Festival der Komik" kann aufgrund struktureller Einschränkungen nicht selbst refinanziert werden. Die Einnahmen decken die Ausgaben bei Weitem nicht und belasten den Etat des Museums jährlich mit 50.000 EUR - ein Betrag, der in der Folge im Budget für den eigentlichen musealen Betrieb des Hauses fehlt. Seit 2009 präsentiert das Caricatura Museum jedes Jahr Ende August das "Festival der Komik" auf dem Weckmarkt. Im Rahmen des Museumsuferfests wird drei Tage lang erlenste komische und satirische Bühnenkunst zum Besten gegeben. Auf der Bühne traten, neben den Vertretern der "Neuen Frankfurter Schule" und Redakteuren des von ihnen gegründeten Satiremagazins "Titanic", prominente Künstler wie die aus dem TV bekannten Kabarettisten Gerd Dudenhöffer alias Heinz Becker, Dietmar Wischmeyer oder der Bestseller-Autor Heinz Strunk auf. Abseits des Getümmels auf beiden Seiten des Mainufers, das von der FAZ als "Ballermann am Main" betitelt wurde, wird beim "Festival der Komik" zwischen Dom und Leinwandhaus tatsächlicher kultureller Mehrwert generiert. Bernd Gieseking, der Moderator des Festivals, fasst dies in seinem Text zum 5-jährigen Jubiläum des Caricatura Museums trefflich zusammen. So gehe es nicht nur darum das Museum "zu öffnen, und zwar an diesem Tag, dem Event geschuldet, für eine nicht unbedingt zielgerichtete, aber erlebnishungrige, äppelwoi-seelige Besucherschar, sondern mit einem exklusivem ‚Hörfest' das Haus temporär um andere Kunstformen zu erweitern." Die Veranstaltung auf dem Weckmarkt erfreut sich dabei trotz (oder gerade wegen) ihrer dezentralen Lage abseits der eigentlichen Hotspots des Festgeländes am Mainufer eines sehr großen Zuschauerzuspruchs - nicht zuletzt auch deshalb, da das Festival im öffentlichen Raum stattfindet und keine Eintrittsgelder werden (können). Die Kosten, die für das Festival der Komik anfallen, trägt das Caricatura Museum selbst und entnimmt die Gelder ihrem seit dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 15. November 2007 (vgl. M 215/2007) nicht mehr aufgestockten Etat für Betriebs- und Unterhaltungskosten. Geld, welches in der Folge für den eigentlichen musealen Betrieb innerhalb des Hauses nicht zur Verfügung steht. Das Festival der Komik trägt jährlich dazu bei, dass Frankfurt sich zu Recht als "Hauptstadt der komischen Kunst und Satire" bezeichnet. Hier wird Satire auf die Straße und damit in den öffentlichen Raum getragen und frei von jeglicher Barriere erfahrbar gemacht. So leben die Frankfurter vor, dass die Satire, trotz (oder gerade wegen) des terroristischen Anschlages auf das französische Satire-Magazin "Charlie Hebdo" im Januar 2015 in Paris, ein integraler Bestandteil unserer Gesellschaft ist. Satire und Komik dienen dem gesellschaftlichen Diskurs, indem sie eine alternative Form der Bereitstellung von Information innerhalb der öffentlichen Gemeinschaft darstellen. Frankfurt, als deutsche Hauptstadt der Satire, steht dafür in besonderem Maße ein und ist in besonderem Maße verpflichtet: Die Stadt am Main war und ist seit den frühen 1960er Jahren die Heimat der bedeutendsten deutschen Satiremagazine von damals ("Pardon", 1962-1982) und heute ("Titanic", seit 1979). Nicht zuletzt aus dieser Tradition heraus ist eine finanzielle Unterstützung des Caricatura Museums zur Durchführung des "Festivals der Komik" wohlbegründet.
Inhalt
Etatantrag vom 11.04.2017, E 247
Betreff: Produktbereich: 21 Kultur, Freizeit und Sport Produktgruppe: 21.01 Kulturelle Dienstleistungen und Projekte Festival der Komik Vorgang: H i n w e i s: Es handelt sich um eine Vorlage zum Vortrag des Magistrats, M 39 vom 17.02.2017, Haushalt 2017 mit Finanzplanung und eingearbeitetem Investitionsprogramm 2017 - 2020. Das Ergebnis ist im Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 01.06.2017, § 1429, dokumentiert. Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: In die o.g. Produktgruppe werden Mittel in der Höhe von 55 T€ eingestellt, die dem Caricatura Museum zweckgebunden zur Durchführung des "Festivals der Komik" zur Verfügung stehen.
Begründung: Das "Festival der Komik" kann aufgrund struktureller Einschränkungen nicht selbst refinanziert werden. Die Einnahmen decken die Ausgaben bei Weitem nicht und belasten den Etat des Museums jährlich mit 50.000 EUR - ein Betrag, der in der Folge im Budget für den eigentlichen musealen Betrieb des Hauses fehlt. Seit 2009 präsentiert das Caricatura Museum jedes Jahr Ende August das "Festival der Komik" auf dem Weckmarkt. Im Rahmen des Museumsuferfests wird drei Tage lang erlenste komische und satirische Bühnenkunst zum Besten gegeben. Auf der Bühne traten, neben den Vertretern der "Neuen Frankfurter Schule" und Redakteuren des von ihnen gegründeten Satiremagazins "Titanic", prominente Künstler wie die aus dem TV bekannten Kabarettisten Gerd Dudenhöffer alias Heinz Becker, Dietmar Wischmeyer oder der Bestseller-Autor Heinz Strunk auf. Abseits des Getümmels auf beiden Seiten des Mainufers, das von der FAZ als "Ballermann am Main" betitelt wurde, wird beim "Festival der Komik" zwischen Dom und Leinwandhaus tatsächlicher kultureller Mehrwert generiert. Bernd Gieseking, der Moderator des Festivals, fasst dies in seinem Text zum 5-jährigen Jubiläum des Caricatura Museums trefflich zusammen. So gehe es nicht nur darum das Museum "zu öffnen, und zwar an diesem Tag, dem Event geschuldet, für eine nicht unbedingt zielgerichtete, aber erlebnishungrige, äppelwoi-seelige Besucherschar, sondern mit einem exklusivem 'Hörfest' das Haus temporär um andere Kunstformen zu erweitern." Die Veranstaltung auf dem Weckmarkt erfreut sich dabei trotz (oder gerade wegen) ihrer dezentralen Lage abseits der eigentlichen Hotspots des Festgeländes am Mainufer eines sehr großen Zuschauerzuspruchs - nicht zuletzt auch deshalb, da das Festival im öffentlichen Raum stattfindet und keine Eintrittsgelder werden (können). Die Kosten, die für das Festival der Komik anfallen, trägt das Caricatura Museum selbst und entnimmt die Gelder ihrem seit dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 15. November 2007 (vgl. M 215/2007) nicht mehr aufgestockten Etat für Betriebs- und Unterhaltungskosten. Geld, welches in der Folge für den eigentlichen musealen Betrieb innerhalb des Hauses nicht zur Verfügung steht. Das Festival der Komik trägt jährlich dazu bei, dass Frankfurt sich zu Recht als "Hauptstadt der komischen Kunst und Satire" bezeichnet. Hier wird Satire auf die Straße und damit in den öffentlichen Raum getragen und frei von jeglicher Barriere erfahrbar gemacht. So leben die Frankfurter vor, dass die Satire, trotz (oder gerade wegen) des terroristischen Anschlages auf das französische Satire-Magazin "Charlie Hebdo" im Januar 2015 in Paris, ein integraler Bestandteil unserer Gesellschaft ist. Satire und Komik dienen dem gesellschaftlichen Diskurs, indem sie eine alternative Form der Bereitstellung von Information innerhalb der öffentlichen Gemeinschaft darstellen. Frankfurt, als deutsche Hauptstadt der Satire, steht dafür in besonderem Maße ein und ist in besonderem Maße verpflichtet: Die Stadt am Main war und ist seit den frühen 1960er Jahren die Heimat der bedeutendsten deutschen Satiremagazine von damals ("Pardon", 1962-1982) und heute ("Titanic", seit 1979). Nicht zuletzt aus dieser Tradition heraus ist eine finanzielle Unterstützung des Caricatura Museums zur Durchführung des "Festivals der Komik" wohlbegründet.Zuständige Ausschüsse: Kultur- und Freizeitausschuss Beratung im Ortsbeirat: 1 Versandpaket: 02.05.2017
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.
- 1Fraktion bringt Etatantrag ein
- 2Haushaltsberatungen
- 3Plenum beschließt den Haushalt
Der Weg dieser Vorlage
Am 11. April 2017 brachte FRAKTION diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 23.05.2017 im OBR 1 abgelehnt.
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD und BFF gegen LINKE., FDP, FRAKTION und FRANKFURTER (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ARL (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: SPD, CDU, 1 GRÜNE und FDP gegen 1 GRÜNE, LINKE. und fraktionslos (= Annahme); ÖkoLinX-ARL (= Enthaltung)