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Produktbereich: 18 Soziales Produktgruppe: 18.01 Leistungen des Jugend- und Sozialamtes Unterstützung des Wohnprojekts "Casa San Antonio"

Vorlagentyp: EGRÜNESPDVolt
3 SitzungenAngenommen

Zusammenfassung

Der Etatantrag sieht die Fortführung des Wohnprojekts "Casa San Antonio" vor, welches EU-Migrant*innen aus Südeuropa vorübergehende Wohnmöglichkeiten bietet. Die finanzielle Unterstützung von 9.000 € im Haushaltsjahr 2026 soll die Integration dieser Menschen in Frankfurt unterstützen.

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Thema Wohnen verfolgen

Antrag

Für die Fortführung des Wohnprojekts "Casa San Antonio" werden der katholischen Stadtkirche Frankfurt in den Haushaltsplan 2026 für das Haushaltsjahr 2026 9.000 € eingestellt. Seit November 2015 bietet das Projekt Menschen, die aus Spanien, Portugal oder Italien kommen, um hier zu arbeiten, eine vorübergehende Wohnmöglichkeit für 4-5 Monate. In dieser Zeit können sie sich auf der Suche nach einer eigenen Wohnung machen und eine Arbeitsstelle finden. Für diese ist eine Meldeadresse Voraussetzung. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Integration von EU-Bürger*innen aus Südeuropa, die in Frankfurt ankommen. Sollten freie Plätze zur Verfügung stehen, kann geprüft werden, für welche anderen Gruppen das Projekt geöffnet werden kann.

Begründung

Gestartet ist das Projekt "Casa San Antonio" als Antwort auf die Ankunft von vielen mittellosen EU-Migrant*innen aus Südeuropa als Folge der Euro-Krise und die hohe neu eingetretene Arbeitslosigkeit in den Heimatländern. Begleitet wird das Projekt von den muttersprachlichen Gemeinden der katholischen Stadtkirche, die eine Sozialberatung anbieten. Dieses Angebot wird auch weiterhin in Anspruch genommen. Bisher hat das Projekt fast allen Gästen zu einer Arbeit und einem Neuanfang verholfen. In einigen seltenen Fällen ist eine Beratung zur Rückkehr ins Herkunftsland erfolgt.

Angemietet wurde ein großes Haus mit acht Zimmern und zwei Küchen. Die monatliche Miete trägt einen Großteil zu den Kosten des Projektes bei. Die Gäste zahlen einen Beitrag zu den Nebenkosten und können so die erforderliche Kaution für eine eigene Wohnung ansparen. Im Jahr 2024 haben insgesamt 27 Personen (davon sechs Kinder) in der Casa gewohnt.

Getragen wird das Projekt von einer Projektgruppe aus sieben Personen. Diese setzt sich aus Mitgliedern der muttersprachlichen Gemeinden, der Pfarrei Sankt Marien (wo sich das Haus befindet), aus dem Gesamtverband der Katholischen Kirchengemeinden in Frankfurt am Main (Finanzabwicklung) und der Katholischen Stadtkirche Frankfurt (Geschäftsführung) zusammen. Monatlich wird über den Fortschritt der Integration der einzelnen Gäste beraten.

Die bisherige Finanzierung musste umgestellt werden. Der Gesamthaushalt für 2026 beträgt 53.000 € (davon 14.040 € Nebenkosten, 29.960 € Miete, 6.000 € Minijob Hausmeisterin, 3.000 € Evaluation und Veranstaltung zum Thema Migration aus Europa). Förderanträge in Höhe von insg. 24.000€ sind bei Stiftungen gestellt. Die Eigenmittel betragen 20.000 €.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

EEtatantrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.

  1. 1Fraktion bringt Etatantrag ein
  2. 2Haushaltsberatungen
  3. 3Plenum beschließt den Haushalt

Der Weg dieser Vorlage

Am 26. Januar 2026 brachten GRÜNE, SPD, Volt diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 03.03.2026 im Haupt- und Finanzausschusses angenommen.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Haushaltstopf dieses Antrags
Zur Haushaltsanalyse

18.01 Leistungen des Jugend- und Sozialamtes

Ausgaben 2025: 1.452 Mio €

Der Topf steht im Titel des Antrags. Er zeigt, worüber verhandelt wird — nicht, was der Antrag selbst kostet.

Beratungsverlauf3 Beratungen
Ausschusses für Soziales und Gesundheit
Sitzung 42 · 19.02.2026
TO I, TOP 56
Abgelehnt
Die Vorlage E 223 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
FDPAfDÖkoLinX-ELF
Ablehnung:
BFF-BIGFRAKTION
Sonstige:
Grüne (Votum im Haupt- und Finanzausschuss)CDU (Votum im Haupt- und Finanzausschuss)SPD (Votum im Haupt- und Finanzausschuss)Linke (Votum im Haupt- und Finanzausschuss)Volt (Votum im Haupt- und Finanzausschuss)
Abstimmung im Original

Abstimmung: FDP und AfD; GRÜNE, CDU, SPD, Linke und Volt (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG und FRAKTION (= Annahme) ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung)

OBR 7
Sitzung 44 · 24.02.2026
TO I, TOP 10
Angenommen
Der Vorlage E 223 wird zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Enthaltung:
CDU
Abstimmung im Original

Abstimmung: Annahme bei Enthaltung CDU

Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 45 · 03.03.2026
TO II, TOP 28
Angenommen
Der Vorlage E 223 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDLinkeBFF-BIGVoltÖkoLinX-ELFFRAKTION
Ablehnung:
CDUFDPAfD
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, Linke, BFF-BIG, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung) sowie FDP und AfD (= Ablehnung)

Mitdiskutieren

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