Produktbereich: 22 Umwelt Produktgruppe: 22.10 Friedhöfe, Bestattungen und Städtische Pietät Schluss mit dem Leichentransport: Frankfurt braucht wieder ein Krematorium!
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenBegründung
Umwelt Produktgruppe: 22.10 Friedhöfe, Bestattungen und Städtische Pietät Schluss mit dem Leichentransport: Frankfurt braucht wieder ein Krematorium! Vorgang: H i n w e i s: Es handelt sich um eine Vorlage zum Vortrag des Magistrats, M 199 vom 02.11.2018, Entwurf Haushalt 2019 mit Finanzplanung und eingearbeitetem Investitionsprogramm 2019 - 2022. Das Ergebnis ist im Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 28.02.2019, § 3734, dokumentiert. Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: In Frankfurt wird wieder ein Krematorium auf dem Gelände des ehemaligen Krematoriums auf dem Hauptfriedhof oder einem anderen Frankfurter Friedhofsgelände errichtet. Begründung: Der Magistrat schloss im Jahre 2014 das einzige Frankfurter Krematorium auf dem Hauptfriedhof, nachdem mehr als 100 Jahre lang dort Leichen eingeäschert wurden und die verantwortlichen Dezernent(inn)en die Verbrennungsöfen des dortigen Krematoriums über Jahrzehnte sprich-wörtlich verkommen ließen. Dass die größte Stadt des Landes Hessen kein eigenes Krematorium mehr hat, wundert nicht nur seine Bürgerinnen und Bürger, sondern auch die zahlreichen Fachleute. Bereits in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 20. Januar 2014 kam Dominik Kracheletz, Vorsitzender des Hessischen Bestatterverbands, zu Wort: "Eine Stadt wie Frankfurt braucht ein eigenes Krematorium". Die Frankfurter Rundschau vom 15. März 2014 titelte: "Der letzte Weg führt über den Main", da unter anderem ein Großteil der etwa 30 Frankfurter Bestatter das Krematorium der Offenbacher Dienstleistungsgesellschaft ESO, einem städtischen Eigenbetrieb, der kommunalen Anlage auf dem Frankfurter Hauptfriedhof bereits schon einige Zeit vorzogen. In den Debatten der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung und im entsprechenden Fachaus-schuss wurde seinerzeit von Magistrat und Mehrheitskoalition mehrfach die Schließung des Frankfurter Krematoriums und "der letzte Weg nach Offenbach" präferiert. Andererseits schwelgt der Magistrat oft in Prognosen zum Einwohnerzuwachs sowie zum Wirtschaftswachstum und zitiert gebetsmühlenartig die bedeutende Metropolenfunktion Frankfurts. Aber wenn mehr Menschen zum Arbeiten und Leben nach Frankfurt ziehen, werden unweigerlich auch mehr Menschen in Frankfurt sterben. Deshalb ist der Neubau oder die Wiederherstellung eines Krematoriums in Frankfurt von Nöten. Denn letztendlich ist das kommunale Bestattungswesen auch ein Teil der allgemeinen Daseins-vorsorge, beziehungsweise im Sterbefall seiner Bürgerinnen und Bürger ein finaler Dienst der kommunalen Daseinsvorsorge.
Inhalt
Etatantrag vom 03.01.2019, E 223
Betreff: Produktbereich: 22 Umwelt Produktgruppe: 22.10 Friedhöfe, Bestattungen und Städtische Pietät Schluss mit dem Leichentransport: Frankfurt braucht wieder ein Krematorium! Vorgang: H i n w e i s: Es handelt sich um eine Vorlage zum Vortrag des Magistrats, M 199 vom 02.11.2018, Entwurf Haushalt 2019 mit Finanzplanung und eingearbeitetem Investitionsprogramm 2019 - 2022. Das Ergebnis ist im Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 28.02.2019, § 3734, dokumentiert. Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: In Frankfurt wird wieder ein Krematorium auf dem Gelände des ehemaligen Krematoriums auf dem Hauptfriedhof oder einem anderen Frankfurter Friedhofsgelände errichtet.
Begründung: Der Magistrat schloss im Jahre 2014 das einzige Frankfurter Krematorium auf dem Hauptfriedhof, nachdem mehr als 100 Jahre lang dort Leichen eingeäschert wurden und die verantwortlichen Dezernent(inn)en die Verbrennungsöfen des dortigen Krematoriums über Jahrzehnte sprich-wörtlich verkommen ließen. Dass die größte Stadt des Landes Hessen kein eigenes Krematorium mehr hat, wundert nicht nur seine Bürgerinnen und Bürger, sondern auch die zahlreichen Fachleute. Bereits in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 20. Januar 2014 kam Dominik Kracheletz, Vorsitzender des Hessischen Bestatterverbands, zu Wort: "Eine Stadt wie Frankfurt braucht ein eigenes Krematorium". Die Frankfurter Rundschau vom 15. März 2014 titelte: "Der letzte Weg führt über den Main", da unter anderem ein Großteil der etwa 30 Frankfurter Bestatter das Krematorium der Offenbacher Dienstleistungsgesellschaft ESO, einem städtischen Eigenbetrieb, der kommunalen Anlage auf dem Frankfurter Hauptfriedhof bereits schon einige Zeit vorzogen. In den Debatten der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung und im entsprechenden Fachaus-schuss wurde seinerzeit von Magistrat und Mehrheitskoalition mehrfach die Schließung des Frankfurter Krematoriums und "der letzte Weg nach Offenbach" präferiert. Andererseits schwelgt der Magistrat oft in Prognosen zum Einwohnerzuwachs sowie zum Wirtschaftswachstum und zitiert gebetsmühlenartig die bedeutende Metropolenfunktion Frankfurts. Aber wenn mehr Menschen zum Arbeiten und Leben nach Frankfurt ziehen, werden unweigerlich auch mehr Menschen in Frankfurt sterben. Deshalb ist der Neubau oder die Wiederherstellung eines Krematoriums in Frankfurt von Nöten. Denn letztendlich ist das kommunale Bestattungswesen auch ein Teil der allgemeinen Daseins-vorsorge, beziehungsweise im Sterbefall seiner Bürgerinnen und Bürger ein finaler Dienst der kommunalen Daseinsvorsorge.Zuständige Ausschüsse: Ausschuss für Umwelt und Sport Versandpaket: 28.01.2019
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.
- 1Fraktion bringt Etatantrag ein
- 2Haushaltsberatungen
- 3Plenum beschließt den Haushalt
Der Weg dieser Vorlage
Am 3. Januar 2019 brachte FRANKFURTER diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 14.02.2019 im Ausschusses für Umwelt und Sport abgelehnt.
22.10 Friedhöfe, Bestattungen und Städt. Pietät
Ausgaben 2025: 31 Mio € · im Antragsjahr 2019 25 Mio € — preisbereinigt +0 % bis heute
Der Topf steht im Titel des Antrags. Er zeigt, worüber verhandelt wird — nicht, was der Antrag selbst kostet.
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE und FDP gegen AfD, BFF und FRAKTION (= Annahme) sowie LINKE. (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRANKFURTER und ÖkoLinX-ARL (= Annahme)