Gewaltprävention durch das Informationszentrum für Männerfragen unterstützen!
Zusammenfassung
In diesem Etatantrag wird die einmalige Bereitstellung von 100.000 Euro zur Unterstützung der Arbeit des Informationszentrums für Männerfragen e.V. beantragt. Dies ist notwendig, um auf die steigenden Fälle von Gewalt in Partnerschaften zu reagieren und auch Männern, die Gewalt ausüben oder Opfer von Gewalt sind, eine adäquate Unterstützung zu bieten.
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Thema Gesundheit und Soziales verfolgenAntrag
Zur Unterstützung der Arbeit des Informationszentrums für Männerfragen e.V. werden einmalig in den Haushaltsplan 2026 für das Haushaltsjahr 2026 100.000 Euro eingestellt. Der Magistrat informiert unverzüglich nach Beschluss des Haushaltsplans 2026 in der Stadtverordnetenversammlung die Zuwendungsempfangenden über den Zuwendungsgrund und Zuwendungsbetrag des Etatantrags. Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig in dem Haushaltsjahr 2026 erfolgt, hat ein Budgetübertrag zu erfolgen. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig. Über die Ausführung der Etatanträge zum Haushalt berichtet der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung nach Genehmigung des Haushaltsplans 2026 jährlich zum 30.06. in einer zusammengefassten Übersicht.
Begründung
In den vergangenen Jahren sind die Fälle von Gewalt in Partnerschaften gestiegen, sodass gesetzliche Änderungen erfolgten, Hilfs- und Beratungsangebote ergänzt wurden und eine stärkere Sensibilisierung aller handelnden Personen und Institutionen erreicht werden konnte. Der überwiegende Schwerpunkt der Kampagnen und Angebote liegt bei den Opfern, meist Frauen und Kinder. Für einen nachhaltigen Abbau von Gewalt muss der Blick jedoch auch auf die Männer gerichtet werden. Das tut das Frankfurter Informationszentrum für Männerfragen e.V. in vorbildlicher Weise. Durch die Arbeit mit Tätern, z. B. Anti-Gewalt-Training und Gesprächsrunden, soll sichergestellt werden, dass diese ihre negativen Verhaltensmuster durchbrechen und in der nächsten Beziehung nicht wieder Gewalt einsetzen. Aber auch die Betreuung männlicher Gewaltopfer, von denen es laut Statistik zwar viel weniger als weibliche Opfer gibt, die aber auch eine Anlaufstelle für ihre besonderen Bedürfnisse und Sorgen brauchen, wird vom Informationszentrum für Männerfragen geleistet. Um der steigenden Nachfrage nach gewaltpräventiver Beratung und Unterstützung in Krisensituationen nachzukommen, benötigt das Zentrum zusätzliche Mittel.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.
- 1Fraktion bringt Etatantrag ein
- 2Haushaltsberatungen
- 3Plenum beschließt den Haushalt
Der Weg dieser Vorlage
Am 26. Januar 2026 brachten GRÜNE, SPD, Volt diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 03.03.2026 im Haupt- und Finanzausschusses angenommen.
18.01 Leistungen des Jugend- und Sozialamtes
Ausgaben 2025: 1.452 Mio €
Der Topf steht im Titel des Antrags. Er zeigt, worüber verhandelt wird — nicht, was der Antrag selbst kostet.
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: FDP und AfD; GRÜNE, CDU, SPD, Linke und Volt (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG und FRAKTION (= Annahme) ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, Linke, Volt und ÖkoLinX-ARL gegen FDP (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, Linke, BFF-BIG, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung) sowie FDP und AfD (= Ablehnung)