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Produktbereich: 10 bis 99, Produktgruppe: alle

Vorlagentyp: EGRÜNESPDFDPVolt
2 SitzungenAngenommen

Zusammenfassung

Der Antrag sieht vor, einen Prozess zur systematischen Aufgabenkritik in der Stadt Frankfurt aufzusetzen, um die Effizienz und Wirtschaftlichkeit der städtischen Aufgaben zu verbessern. Ziel ist es, Doppelstrukturen zu identifizieren und zu beseitigen sowie die Aufgabenerfüllung zu optimieren. Dies soll zu Einsparungen und einer besseren Ressourcennutzung führen.

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Thema Wirtschaft und Tourismus verfolgen

Antrag

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Die Stadt Frankfurt wird im Rahmen eines strategischen Controllings einen Prozess aufsetzen, um rollierend eine Aufgabenkritik durchzuführen. Ziel ist dabei, die städtischen Aufgaben wirtschaftlicher und sparsamer zu erledigen sowie Fehlallokationen und Doppelstrukturen zu identifizieren und zu beseitigen. Im Rahmen der Aufgabenkritik sollen die von der Verwaltung wahrgenommenen Aufgaben (freiwillige Aufgaben und Pflichtaufgaben) bzw. Produkte in einem Turnus von drei Jahren systematisch kritisch überprüft werden hinsichtlich folgender Fragen:

  1. Sind die Aufgaben pflichtig und wenn ja, auf welcher Grundlage?
  2. Wurde die Aufgabe von einer anderen Ebene (Land oder Bund) veranlasst und mit welchem Anteil werden die Kosten erstattet?
  3. Werden vergleichbare Aufgaben ggfs. an mehreren Stellen / von mehreren Dezernaten erbracht?
  4. Wie wird die Aufgabenerfüllung überwacht? - Werden Wirtschaftlichkeitsanalysen zur Erfolgsmessung vorgenommen? - Inwiefern leistet die Wahrnehmung der Aufgabe einen Beitrag zur Erreichung von Wirkungszielen (Effektivität)? - Wie wirtschaftlich wird die Aufgabe aktuell wahrgenommen (Effizienz)?
  5. Inwiefern kann auf die Wahrnehmung einer freiwilligen Aufgabe oder freiwilligen Standards einer pflichtigen Aufgabe verzichtet werden?
  6. Sind Aufgaben geeignet, durch eine andere Organisationseinheit erbracht zu werden, um Optimierungen bei der Aufgabenerledigung und/oder wirtschaftliche Vorteile zu erzielen? Folgende Aspekte sollen dabei unter Berücksichtigung der entsprechenden Kosten (Höhe Personal/Sachmittel/Investitionen) beurteilt werden: - Lassen sich die Aufgaben wirtschaftlicher/effektiver durch einen anderen internen Aufgabenträger wahrnehmen, etwa durch Spezialisierung und Bündelung? - Ist es wirtschaftlicher / effektiver die Aufgabe durch städtische Gesellschaften / Externe wahrnehmen zu lassen oder eine eigene Gesellschaft zu gründen? - Welches Optimierungspotenzial ergibt sich hinsichtlich der Ausgestaltung der Geschäftsprozesse bei den weiterhin im Untersuchungsbereich verbleibenden (Teil-) Aufgaben? Die Ergebnisse der Aufgabenkritik werden in einer Datenbank systematisch und nach den Produktgruppen geordnet erfasst. Aufbauend auf der Aufgabenkritik definiert der Stakeholder dieses Prozesses einen Zielwert für die Höhe von Konsolidierungsmaßnahmen und den entsprechenden Zeitkorridor, innerhalb dessen dies erreicht werden kann. Halbjährlich wird im Ausschuss für Controlling und Revision und dem Haupt- und Finanzausschuss ein Statusbericht zum Fortschritt der systematischen Aufgabenkritik vorgestellt.

Begründung

Begründung: Die öffentliche Verwaltung ist nicht nur im Rahmen der Haushaltskonsolidierung, sondern permanent gehalten, hinsichtlich ihrer Aufgabenerfüllung innezuhalten und zu reflektieren, welche Aufgaben mit welchem Erfolg erledigt werden. Vor allem in Zeiten knapper Ressourcen müssen Optimierungen angestrebt werden, ob Aufgaben / Projekte eine entsprechende Wirkung entfalten und wirtschaftlich erfüllt werden können. Werden Aufgaben vom Land oder vom Bund auf die Kommunen übertragen, sollten sie vom Leistungsbesteller entsprechend finanziert werden. Dopplungen von Aufgaben, Verträgen, Mitgliedschaften, Abonnements sind zu identifizieren. Hieraus können Ergebnisverbesserungen in Form effektiver und effizienter Aufgabenerledigungen generiert werden. Erfahrung anderer Kommunen ergaben Einsparungen infolge einer systematischen Aufgabenkritik von rd. 5 Prozent des Haushaltsvolumens. Es empfiehlt sich daher, die KGSt oder andere Kommunen einzubinden, um mit ihren Erfahrungen eine systematische Aufgabenkritik für Frankfurt aufzusetzen und zu begleiten.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

EEtatantrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.

  1. 1Fraktion bringt Etatantrag ein
  2. 2Haushaltsberatungen
  3. 3Plenum beschließt den Haushalt

Der Weg dieser Vorlage

Am 4. Mai 2022 brachten GRÜNE, SPD, FDP, Volt diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 02.06.2022 im Haupt- und Finanzausschusses angenommen.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Haushaltstopf dieses Antrags
Zur Haushaltsanalyse

10 Wahlen und übergeordnete Angelegenheiten

Ausgaben 2025: 32 Mio € · im Antragsjahr 2022 19 Mio € — preisbereinigt +47 % bis heute

Der Topf steht im Titel des Antrags. Er zeigt, worüber verhandelt wird — nicht, was der Antrag selbst kostet.

Beratungsverlauf2 Beratungen
Sonderausschusses für Controlling und Revision
Sitzung 8 · 23.05.2022
TO I, TOP 5
Angenommen
Der Vorlage E 1 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFDPAfDVoltFRAKTIONÖkoLinX-ELFBFF-BIG
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt und FRAKTION Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG (= Annahme)

Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 11 · 02.06.2022
TO II, TOP 20
Angenommen
Der Vorlage E 1 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFDPAfDVolt
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD und Volt

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Ortsbeiratssitzung