Produktbereich: 18 Soziales und Gesundheit Produktgruppe: 18.01 Leistungen des Jugend- und Sozialamtes Jugendverbände als Partner*innen des Ganztags - Projekt…
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Produktbereich: 18 Soziales und Gesundheit Produktgruppe: 18.01 Leistungen des Jugend- und Sozialamtes Jugendverbände als Partner*innen des Ganztags - Projekt des Frankfurter Jugendrings "Bildung neu denken"
Zusammenfassung
Der Etatantrag beantragt eine einmalige Zuweisung von 300.000 Euro für das Projekt "Bildung neu denken - Jugendverbände als Partner*innen des Ganztags" des Frankfurter Jugendrings. Ziel ist es, die Kooperation zwischen Jugendverbänden und Schulen zu stärken, insbesondere in Stadtteilen mit hoher Armutsquote. Durch die Unterstützung soll eine nachhaltige Weiterentwicklung des Schulsystems erreicht werden.
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Thema Kinder, Jugend und Familie verfolgenAntrag
Zur Umsetzung des Projektes "Bildung neu denken - Jugendverbände als Partner*innen des Ganztags" werden für den Frankfurter Jugendring einmalig 300.000 Euro in den Haushaltsplan 2026 für das Haushaltsjahr 2026 eingestellt. Hierbei sollen primär die Schulen in den Stadtteilen angesprochen werden, die eine erhöhte Armutsquote unter Kinder- und Jugendlichen aufweisen. Der Magistrat informiert unverzüglich nach Beschluss des Haushaltsplans 2026 in der Stadtverordnetenversammlung die Zuwendungsempfangenden über den Zuwendungsgrund und Zuwendungsbetrag des Etatantrags. Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig in dem Haushaltsjahr 2026 erfolgt, hat ein Budgetübertrag zu erfolgen. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig. Über die Ausführung der Etatanträge zum Haushalt berichtet der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung nach Genehmigung des Haushaltsplans 2026 jährlich zum 30.06. in einer zusammengefassten Übersicht.
Begründung
Der Frankfurt Jugendring (FJR) teilt die Sicht vieler Akteure aus der Wissenschaft, dass sich das System Schule in seinen pädagogischen Konzepten dringend und nachhaltig weiterentwickeln muss. Der FJR will seine Kompetenzen und Netzwerke dafür nutzen, um auf eine solche Änderung in Frankfurt hinzuwirken. Da die Inhalte, die in Schulen, die nach dem herkömmlichen System arbeiten, vermittelt werden, immer weniger geeignet sind, damit Kinder und Jugendliche das lernen, was sie für ein gutes Leben in unserer Gesellschaft benötigen. Es sind nicht die Lernfelder der formalen Bildung, sondern vor allem die der non-formalen und informellen Bildung, die junge Menschen für das Leben als erwachsene und verantwortungsbewusste Menschen befähigt. Der Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung für Grundschulkinder ab dem Schuljahr 2026/27 bietet die Möglichkeit Reformen im Schulsystem voranzutreiben. Die Akteure der außerschulischen Jugendbildung sind gefordert und haben die Erfahrung, um ihr Wissen und ihre Kompetenzen in den Reformprozess einzubringen. Der FJR möchte diesen aktiv mitgestalten. Dafür soll eine bessere und nachhaltigere Praxis im Ganztagsschulbetrieb mittels Modellprojekten etabliert werden. Darüber hinaus sollen so tragfähige Zukunftsperspektiven für die Jugendverbandsarbeit in Frankfurt entwickelt werden. Die Jugendverbände stehen seit einigen Jahren vor großen neuen Herausforderungen, da der Ganztag weniger Zeit für das Engagement in Jugendverbänden lässt. Das kann zur Folge haben, das essenzielle und wichtige Entfaltungsräume, die die Jugendverbandsarbeit bietet, immer stärker an den Rand gedrängt bzw. geschwächt werden. Durch die Förderung von Kooperationen von Jugendverbänden mit Schulen stärken wir die ehrenamtliche Arbeit von Jugendverbänden, gleichzeitig lässt sich ein Rahmen für wichtige und notwendige alternative Bildungsmöglichkeiten schaffen. Der FJR ist in Frankfurt in den letzten Jahren zu einem anerkannten Akteur und Sprachrohr in der Kinder- und Jugendhilfe geworden, seine Neutralität und Unabhängigkeit wird dabei von vielen Seiten sehr geschätzt. Als Mitglied des Jugendhilfeausschusses hat er - zusammen mit der Liga der Wohlfahrtsverbände - in Frankfurt die Bildung eines eigenen Fachausschusses "Ganztagsbildung" mit auf den Weg gebracht, der sich am 26. August 2024 konstituierte. Die Bildung des Fachausschusses basiert auf der gesetzlichen Verankerung des Rechtsanspruchs im SGB VIII, wodurch der Kinder- und Jugendhilfe eine bedeutende Rolle in der Ganztagsbildung zugesprochen wird. Des Weiteren arbeitet der FJR in der AG "Kinder- und Jugendarbeit" nach §78 SGB VIII mit. Dort ist er mit vielen Trägern der Kinder- und Jugendhilfe, der offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie den sozialpädagogischen Angeboten in Schulen vernetzt, sodass wir hierüber auch einen guten Zugang zu Schulen bekommen. Auf der Landesebene ist er dazu im "Bündnis für einen kindgerechten Ganztag" aktiv. Vor diesem Hintergrund will der FJR Kooperationsprojekte in der Praxis auf den Weg bringen - zum einen, um Erfahrungen zu sammeln, wie ein Engagement von Jugendverbänden in Schulen gelingen kann; zum anderen, um anhand dieser "Best Practices" für einen langfristigen Ausbau solcher Kooperationen zu werben. Ziel des Projektes ist ein erfolgreiches Matching zwischen interessierten Schulen und Jugendverbänden für einen besseren Ganztag in Frankfurt zu erreichen. Ein besonderer Fokus soll dabei auf die Stadtteile und Schulen gerichtet werden, die eine erhöhte Armutsquote unter Kinder- und Jugendlichen aufweisen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.
- 1Fraktion bringt Etatantrag ein
- 2Haushaltsberatungen
- 3Plenum beschließt den Haushalt
Der Weg dieser Vorlage
Am 26. Januar 2026 brachten GRÜNE, SPD, Volt diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 03.03.2026 im Haupt- und Finanzausschusses angenommen.
18.01 Leistungen des Jugend- und Sozialamtes
Ausgaben 2025: 1.452 Mio €
Der Topf steht im Titel des Antrags. Er zeigt, worüber verhandelt wird — nicht, was der Antrag selbst kostet.
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: FDP und AfD; GRÜNE, CDU, SPD, Linke und Volt (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG und ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung) FRAKTION (= Annahme ohne Zusatz)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, Linke, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen CDU, FDP, BFF-BIG und AfD (= Ablehnung)