Produktbereich: 21 Kultur, Freizeit und Sport Produktgruppe: 21.01 Kulturelle Dienstleistungen und Projekte
Zusammenfassung
Der Etatantrag sieht die Erstellung einer Datenbank der Frankfurter NS-'Euthanasieopfer' vor, um die Schicksale der betroffenen Personen zu dokumentieren und für Nachfahren sowie interessierte Bürger*innen zugänglich zu machen. Die Mittel in Höhe von insgesamt 80.000 Euro sollen in den Haushaltsjahren 2024 und 2025 bereitgestellt werden.
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Thema Kultur verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Für die Erstellung einer Datenbank der erforschten Frankfurter NS-"Euthanasieopfer" werden in den Haushaltsplan 2024/25 in das Haushaltsjahr 2024 40.000 Euro und in das Haushaltsjahr 2025 40.000 Euro eingestellt.
Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig in den Haushaltsjahren 2024/2025 erfolgt, ist ein Budgetübertrag möglich. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig.
Über die Ausführung der Etatanträge zum Haushalt berichtet der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung nach Genehmigung des Haushalts 2024/2025 regelmäßig halbjährlich in einer zusammengefassten Übersicht.
Begründung
Die Erstellung einer Datenbank mit allen Frankfurter Opfern der NS-'Euthanasie' bedurfte einer grundlegenden Recherche der betroffenen Personen, inbegriffen der richtigen Schreibweisen der Vor- und Nachnamen, der Geburtsdaten und der Todesdaten und - Orte. Meistens wurden die Daten manipuliert und die Namen nicht sorgfältig übernommen, besonders bei den nicht deutschen Vor- und Nachnamen. Diese Arbeiten werden Mitte 2024 abgeschlossen sein. Die Vergabe eines entsprechenden Forschungsauftrages wurde durch den Etatantrag Nr. 90 von 2022 ermöglicht. Er bildet die Grundlage für die zukünftige Datenbank. Die Konzeption der Datenbank soll zeitnah nach der Übergabe der Materialien erfolgen. Im Rahmen der Konzeption der Datenbank soll auch die Möglichkeit der Erstellung eines öffentlich zugänglichen Katasters geprüft werden. Die Erstellung einer Datenbank ermöglicht es Nachfahren und Angehörigen der Opfer, sowie interessierten Bürger*innen und Forschenden zu dem Thema der NS-Opfer der 'Euthanasie', das Gedenken, an den dargestellten Schicksalen der einzelnen Menschen nachzuvollziehen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.
- 1Fraktion bringt Etatantrag ein
- 2Haushaltsberatungen
- 3Plenum beschließt den Haushalt
Der Weg dieser Vorlage
Am 6. Juni 2024 brachten GRÜNE, SPD, FDP, Volt diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 04.07.2024 im Ausschusses für Kultur, Wissenschaft und Sport angenommen.
21.01 Kulturelle Dienstleistungen und Projekte
Ausgaben 2025: 91 Mio € · im Antragsjahr 2024 87 Mio € — preisbereinigt +2 % bis heute
Der Topf steht im Titel des Antrags. Er zeigt, worüber verhandelt wird — nicht, was der Antrag selbst kostet.
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Linke und Volt gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung) sowie BFF-BIG (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION (= Annahme)