Digitale Projektwoche für Frankfurter Schulen - die Reise zum Mond
Zusammenfassung
Der Etatantrag sieht die Bereitstellung von 40.000 Euro für das Medienzentrum Frankfurt vor, um das Konzept der digitalen Projektwoche "Digitale Reise in die Südsee" anzupassen und weitere Projektwochen durchzuführen. Ziel ist es, digitale Kompetenzen bei Lehrkräften und Schüler*innen zu fördern und die Gemeinschaft zu stärken.
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Thema Schulen und Bildung verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Für das Medienzentrum Frankfurt werden in den Haushaltsplan 2024/25 in das Haushaltsjahr 2025 40.000 Euro eingestellt zur Anpassung des Konzeptes "Digitale Reise in die Südsee" für weiterführende Schulen und zur Unterstützung der Durchführung weiterer Projektwochen mit dem Ziel, digitale Kompetenz an Lehrkräfte und Schüler*innen zu vermitteln und Gemeinschaft zu stärken. Das Angebot richtet sich an alle Schulen in Frankfurt und wird nach der Durchführung evaluiert.
Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig im Haushaltsjahr 2025 erfolgt, ist ein Budgetübertrag möglich. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig.
Über die Ausführung der Etatanträge zum Haushalt berichtet der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung nach Genehmigung des Haushalts 2024/2025 regelmäßig halbjährlich in einer zusammengefassten Übersicht.
Begründung
Im vergangenen Jahr hat das Medienzentrum die digitale Projektwoche "Frankfurt fährt in die Südsee" konzipiert, geplant und zum Teil bereits durchgeführt. Weitere Projektschulen folgen in den Wochen vor den Sommerferien und vor den Herbstferien im Schuljahr 24/25. Das Konzept an sich hat sich mehr als bewährt. Das bisherige Echo von Lehrerkollegien, Eltern und Schüler*innen sowie Schulleitungen war herausragend positiv, nachhaltiges Interesse an moderner Medientechnik belegt die Anwendung der erlernten Techniken für die weitere Unterrichtsgestaltung. Die Erfahrung zeigte allerdings auch, dass die Unterstützung von Kollegien mit Konzepten und Weiterbildungsmöglichkeiten in digitaler Kompetenz Anpassungen insbesondere für weiterführende Schulen benötigt. Die Projektwoche animiert erstens zu einer Integration curricularer Vorgaben an eine fachunabhängige Leiterzählung (Reise in die Südsee). Das ist für das Format einer Projektwoche nicht neu, aber die Überzeugung des Gesamtkollegiums insbesondere weiterführender Schulen benötigt mehr Aufwand in der Ansprache. Zudem unterscheiden sich die Schulen auch bei gleicher Schulform aufgrund unterschiedlicher Arbeitsweisen, was eine Adaption der bereitgestellten Modulplanungen durch die jeweiligen Lehrkräfte bedeutet, wofür mehr Unterstützung nötig ist etwa durch Fachtage, Workshops und feste Ansprechpartner. Da meist Teile der Schulen in Containern sind, steht die benötigte Technik nicht überall zur Verfügung. Der Logistikaufwand für den Transport von Grundlagentechnik (Beamer, LTE-Router, Ladeinfrastruktur etc) zu den Schulen für die Projektwoche wurde in der ersten Phase unterschätzt. Die Ressourcen für Transport und Logistik (Mietkosten, Sachkosten, Personalkosten), müssen berücksichtigt werden. Um das Projekt anzupassen und nahtlos auch im Schuljahr 24/25 und zu Beginn des Schuljahres 25/26 fortzuführen, benötigt das Medienzentrum daher diese zusätzlichen Mittel. Zur Erinnerung: Bei der Projektwoche unter dem Motto "Frankfurt fährt in die Südsee" handelt es sich primär um ein Instrument der Lehrerfortbildung. Das Medienzentrum Frankfurt erstellt die Projektplanung für eine Woche und arbeitet sie im Detail für jede Schulform und Klassenstufe aus. Schulen können als Ganzes an dieser Projektwoche teilnehmen. Die von der Vorbereitung befreiten Lehrkräfte werden auf die Woche vorbereitet mit einem strukturierten Projektplan mit Möglichkeiten zur Selbstgestaltung (z.B. Exkursionen) und einer Vorbesprechung. Sie nehmen dann gemeinsam mit ihrer Klasse als Passagiere an der "Reise" teil und sind während der Projektwoche weiterhin Ansprechpartner*innen für ihre Schüler*innen. In einer vorgelagerten Multiplikatorenschulung werden die digitalen Methoden und Werkzeuge mit den konkreten Unterrichtsinhalten und Lerngruppenspezifischen Anforderungen verknüpft und damit flächendeckend wirksam. Am Ende der "Reise" haben sich sowohl die Schüler*innen in ihrem jeweiligen Lehrstoff als auch die Lehrkräfte in digitaler Kompetenz weitergebildet. "Learning by Doing" ist das eine tragende Prinzip dieser Projektwoche und das gilt hier sowohl für Lehrkräfte und Schulleitungen als auch für Schüler*innen. Mit der konkreten Anwendung kann Lehrkräften gezeigt werden, was als Unterrichtsmittel möglich ist und wie ihre Klassen darauf reagieren. Lehrkräfte werden mit den oft fremden Möglichkeiten nicht alleine gelassen, sondern können ebenso spielerisch wie ihre Schüler*innen Medienkompetenz erwerben, sich von ihrem Kollegium inspirieren lassen und mit anderen Schulen vernetzen. Schüler*innen erleben digitalen, bzw. hybriden Unterricht als ein einheitliches Konzept mit einer übergeordneten Erzählung. Die in dieser Projektwoche gesammelten Erkenntnisse können für die gezielte Unterrichtsgestaltung weiterverwendet werden und in eine Folgewoche im nächsten Jahr einfließen. Gemeinschaft durch eine zeitgleiche verbindende Erzählung ist das zweite tragende Prinzip der Projektwoche. Weil die gemeinsame Erzählung für die ganze Schule und je mehr Schulen teilnehmen schulübergreifend dieselbe ist, aber die Aufgabenstellung in den konkreten Details voneinander abweichen wird, können sich Lehrkräfte, Schüler*innen, Geschwister und Familien gegenseitig über ihren Schultag und ihre Aufgaben austauschen. Am Ende des Tages haben alle wertvolle Komponenten zur gemeinsamen Reise beigetragen, können darüber berichten und Wertschätzung erleben. Frankfurt kann am Ende dieser dann zweijährigen Projektphase ein agil ausgearbeitetes Konzept vorweisen, das Vorbildcharakter für die Landesebene haben wird. Die Stadt kann schon jetzt von der freigesetzten Kreativität und dem Gemeinschaftserlebnis zehren und die Verzahnung mit anderen Projekten zur digitalen Bildung und Kreativität wird über die Koordination durch das Medienzentrum erreicht.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.
- 1Fraktion bringt Etatantrag ein
- 2Haushaltsberatungen
- 3Plenum beschließt den Haushalt
Der Weg dieser Vorlage
Am 6. Juni 2024 brachten GRÜNE, SPD, FDP, Volt diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 01.07.2024 im Ausschusses für Bildung und Schulbau angenommen.
20.01 Schulbetriebsmanagement/pädag. Aufgaben
Ausgaben 2025: 420 Mio € · im Antragsjahr 2024 412 Mio € — preisbereinigt +0 % bis heute
Der Topf steht im Titel des Antrags. Er zeigt, worüber verhandelt wird — nicht, was der Antrag selbst kostet.
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Linke und FRAKTION gegen CDU und BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung) sowie AfD und ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Volt (= Annahme)