Produktbereich: 19 Gesundheit, Produktgruppe: 19.02 Medizinische Dienste Fachkonferenz zur Situation von Sexarbeiter*innen in Frankfurt
Zusammenfassung
Der Etatantrag sieht die Bereitstellung von 10.000 Euro für die Durchführung einer Fachkonferenz zur Situation von Sexarbeiter*innen in Frankfurt vor. Ziel ist es, die Rechte und den Schutz dieser Personengruppe zu stärken und eine wissenschaftliche Feldstudie durchzuführen, um die Lebensbedingungen zu verbessern.
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Thema Gesundheit und Soziales verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Für die Durchführung einer Fachkonferenz zur Situation von Sexarbeiter*innen/Prostituierten in Frankfurt werden in den Haushaltsplan 2024/25 in das Haushaltsjahr 2024 10.000 Euro eingestellt.
Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig im Haushaltsjahr 2024 erfolgt, ist ein Budgetübertrag möglich. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig.
Über die Ausführung der Etatanträge z um Haushalt berichtet der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung nach Genehmigung des Haushalts 2024/2025 regelmäßig halbjährlich in einer zusammengefassten Übersicht.
Begründung
Die Stadt Frankfurt verfolgt das Ziel, die Rechte und den Schutz von Sexarbeiter*innen/Prostituierten in Frankfurt zu stärken. Zentral sind dabei: - Akzeptanz und Respekt für die Menschen, in diesem Beruf zu arbeiten. - Die Wahrung ihrer Selbstbestimmungsrechte, die Berücksichtigung ihrer Lebensumstände und Bedürfnisse. - Die Reduzierung der mit Sexarbeit/Prostitution verbundenen Risiken, prekären Arbeitsbedingungen und Begleitumstände durch entsprechende Hilfsangebote. - Der Schutz von Sexarbeiter*innen/Prostituierte vor Ausbeutung, Zwang oder Gewalt; bestehen Defizite beim Vollzug der gesetzlichen Regelungen, müssen diese behoben werden. Die Stadt Frankfurt hält für Sexarbeiter*innen/Prostituierte ein differenziertes Hilfsangebot vor. Bevor weitere Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Lebenslagen und Arbeitsbedingungen auf den Weg gebracht werden, soll eine wissenschaftliche Feldstudie zur Situation von Sexarbeiter*innen/Prostituierten in Frankfurt durchgeführt werden. Auf Bundesebene wird außerdem derzeit das Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG) evaluiert, die Ergebnisse sollen 2025 vorgelegt werden. Im Rahmen einer Frankfurter Fachkonferenz sollen die Ergebnisse der Frankfurter Feldstudie sowie der Evaluation des ProstSchG analysiert und um die Erkenntnisse und Sichtweisen von Expert*innen aus allen mit dem Thema befassten Bereichen (u.a. Berufsverbände von Sexarbeiter*innen, ehrenamtliche Organisationen, Beratungsstellen, Gesundheits- und Ordnungsamt, Polizei, Justiz) ergänzt und erste Vorschläge für einen Aktions- und Maßnahmenplan entwickelt werden. Eine Fachkonferenz kann zu all diesen Zieldimensionen wichtige Beiträge leisten.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.
- 1Fraktion bringt Etatantrag ein
- 2Haushaltsberatungen
- 3Plenum beschließt den Haushalt
Der Weg dieser Vorlage
Am 6. Juni 2024 brachten GRÜNE, SPD, FDP, Volt diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 27.06.2024 im Ausschusses für Soziales und Gesundheit angenommen.
19.02 Medizinische Dienste und Hygiene
Ausgaben 2025: 5 Mio € · im Antragsjahr 2024 5 Mio € — preisbereinigt +2 % bis heute
Der Topf steht im Titel des Antrags. Er zeigt, worüber verhandelt wird — nicht, was der Antrag selbst kostet.
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Linke und Volt gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung) und AfD (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF (= Prüfung und Berichterstattung) FRAKTION und BFF-BIG (= Annahme)