Produktbereich: 19 Gesundheit Produktgruppe: 19.02 Medizinische Dienste Ersthelfer*innen-App
Zusammenfassung
Der Antrag sieht die Bereitstellung einer Ersthelfer*innen-App vor, um die Überlebenschancen bei plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillständen zu erhöhen. Durch die Unterstützung von Freiwilligen soll schnelle Hilfe gewährleistet werden. Die Stadtverordnetenversammlung wird um Zustimmung gebeten.
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Thema Gesundheit und Soziales verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Der Magistrat schließt sich einem der vielen Projekte an, die eine Ersthelfer*innen-App betreiben und die dazu notwendige Expertise, Unterstützung und Unterhaltung bereitstellen. Hierbei ist darauf zu achten, dass ein potenzieller Wechsel und Umzug von Nutzer*innen zwischen Anbietern möglich sein muss.
In den Haushaltsplan 2024/2025 werden in das Haushaltsjahr 2025 245.000 Euro eingestellt.
Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig in den Haushaltsjahren 2024/2025 erfolgt, ist ein Budgetübertrag möglich. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig.
Über die Ausführung der Etatanträge zum Haushalt berichtet der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung nach Genehmigung des Haushalts 2024/2025 regelmäßig halbjährlich in einer zusammengefassten Übersicht.
Begründung
Die ersten Minuten nach einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand oder einer Bewusstlosigkeit sind die wichtigsten. Auch wenn eine erfolgreiche Wiederbelebung am Einsatzort erfolgreich verläuft, sind anhaltende körperliche Schäden für Betroffene oder gar der Tod innerhalb weniger Tage keine Seltenheit. Eine möglichst frühe Reanimation durch Ersthelfer*innen erhöht die Überlebenschancen immens. Mittlerweile gibt es verschiedene Projekte, die mittels einer App-Lösung eine Möglichkeit geschaffen haben, in solchen Fällen durch die Unterstützung Freiwilliger für schnelle Hilfe zu sorgen. Im Falle eines Anrufs in der Notrufzentrale (112) werden zeitgleich zum Notarzt sich zufällig in der Nähe des Einsatzortes befindliche medizinisch qualifizierte Ersthelfer*innen alarmiert, die sich zuvor in der App registriert haben. Bis zum Eintreffen des Rettungsdiensts können diese die so wichtigen, zeitnah durchzuführenden Wiederbelebungsmaßnahmen einleiten. Mittlerweile werden solche Apps in diversen Regionen und Städten erfolgreich genutzt. Auch in Hessen sind Städte beteiligt, allen voran unsere Landeshauptstadt Wiesbaden, die seit über einem Jahr erfolgreich die Anwendung "Mobile Retter" einsetzt.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.
- 1Fraktion bringt Etatantrag ein
- 2Haushaltsberatungen
- 3Plenum beschließt den Haushalt
Der Weg dieser Vorlage
Am 6. Juni 2024 brachten GRÜNE, SPD, FDP, Volt diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 27.06.2024 im Ausschusses für Soziales und Gesundheit angenommen.
19.02 Medizinische Dienste und Hygiene
Ausgaben 2025: 5 Mio € · im Antragsjahr 2024 5 Mio € — preisbereinigt +2 % bis heute
Der Topf steht im Titel des Antrags. Er zeigt, worüber verhandelt wird — nicht, was der Antrag selbst kostet.
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Linke, AfD und Volt gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und BFF-BIG (= Annahme)