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Migrationsmuseum - wichtiger denn je

Vorlagentyp: B
50 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren2 Sitzungen

Zusammenfassung

Der Magistrat schlägt vor, die kommunale Migrationsgeschichte in Frankfurt am Main durch die Fortführung und Intensivierung bestehender Projekte und Ausstellungen im Historischen Museum zu bearbeiten. Ein eigenes Migrationsmuseum wird als nicht zielführend erachtet, stattdessen wird auf die Errichtung eines deutschen Migrationsmuseums in Köln verwiesen, das als Kompetenzzentrum fungieren soll.

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Bericht

Die Frage, wie sich Migration über Jahrhunderte hinweg in viele Gesellschaftsbereiche eingeschrieben hat, ist sehr zentral für kommunale Erinnerungskulturen und städtische Geschichtsarbeit. Kommunale Geschichte ist Migrationsgeschichte und dies insbesondere dort, wo Migrationsbewegungen Gesellschaftsstruktur nachhaltig geprägt haben. Zusammen leben, heißt auch zusammen erinnern. Wichtig ist, dass kommunale Migrationsgeschichte in den Institutionen verhandelt und bearbeitet wird, die regelhaft dafür zuständig sind, die den Auftrag und das entsprechende Know-how haben - personell, aber auch bezogen auf Sammlungsobjekte. Daher kommt der Magistrat zur Auffassung, die vielfältigen Bemühungen in der Vergangenheit, insbesondere durch die partizipativ-angelegten Stadtlabore und entsprechende Ausstellungen im Historischen Museum fortzuführen und weiter zu intensivieren. Dazu wird das Archiv des Historischen Museum in Frankfurt am Main unter Aspekten von Migrationsgeschichte kontinuierlich gesichtet und systematisiert. Denn es befinden sich eine Vielzahl spannender Objekte in der Sammlung und im Archiv. Ein eigenes Migrationsmuseum in Frankfurt am Main erachtet der Magistrat nicht als zielführend. Eine Liste mit den vielfältig bestehenden Angeboten und Ausstellungen zu der Thematik ist diesem Bericht beigefügt. Mittelwelle haben Bund und das Land NRW entschieden, ein deutsches Migrationsmuseum in Köln zu errichten. Dafür wurden entsprechende Investitionsmittel von Land und Bund zur Verfügung gestellt und Rahmenvereinbarungen zwischen dem Trägerverein DOMiD (Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland), der Stadt Köln, dem Land NRW sowie dem Bund getroffen. Das Museum wird den Auftrag haben, Migration multiperspektivisch und gesamtdeutsch zu erzählen. Dabei wird es konzeptionell so angelegt sein, vielfältige Kooperationen mit kommunalen historischen Museen oder anderen Einrichtungen bzw. Initiativen der Erinnerungskultur und Geschichtsarbeit zu ermöglichen. Das Museum wird als eine Art bundesweites Kompetenzzentrum zum Thema Migration und Geschichte fungieren, mit einem innovativen Konzept und als ein Forum der offenen Diskussion über die Migrationsgesellschaft. Dabei werden sowohl historische Ereignisse als auch biografische Erzählungen sowie diskursive Formate eingebunden. Trägerverein ist das DOMiD, seit über 30 Jahren bundesweit der zentrale Akteur im Feld Migrationsgeschichte mit umfassender Expertise und mit mittlerweile 150.000 Sammlungsobjekten in seinem Archiv. Die Stadt Frankfurt am Main könnte perspektivisch mit dem Museum bzw. dem Trägerverein DOMiD eine langfristige Zusammenarbeit vereinbaren, die über bereits bestehende Kontakte und kleinere Projekte weit hinausgeht.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 28. Juni 2021KK 9Migrationsmuseum - wichtiger denn jeKAV-Anregung
  2. 13. Juni 2022Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 50 Wochen
    BB 250Migrationsmuseum - wichtiger denn je
    Magistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf2 Beratungen
Ausschusses für Kultur, Wissenschaft und Sport
Sitzung 9 · 07.07.2022
TO I, TOP 13
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 250 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeAfDVoltÖkoLinX-ELF
Sonstige:
FDP (Kenntnis)BFF-BIG (Kenntnis)FRAKTION (Kenntnis)
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., AfD, Volt und ÖkoLinX-ELF Sonstige Voten/Protokollerklärung: FDP, BFF-BIG und FRAKTION (= Kenntnis)

Ausschusses für Diversität, Zusammenhalt, Beteiligung und Europa
Sitzung 9 · 07.07.2022
TO I, TOP 12
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 250 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeAfDVolt
Sonstige:
FDP (Kenntnis)ÖkoLinX-ELF (Kenntnis)BFF-BIG (Kenntnis)FRAKTION (Kenntnis)
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., AfD und Volt Sonstige Voten/Protokollerklärung: FDP, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und FRAKTION (= Kenntnis)

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