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Rennbahn Niederrad: Wer trägt die Verantwortung?

Vorlagentyp: ALINKE
3 Sitzungen

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Thema Umwelt und Energie verfolgen

Inhalt

Anfrage gem. § 18 (3) GOS vom 24.10.2008, A 726

Betreff: Rennbahn Niederrad: Wer trägt die Verantwortung? Wie in den letzten Wochen bekannt wurde, ist die Stadt dem Renn-Klub Niederrad im weitaus höherem Maße entgegengekommen, als bisher angenommen. Laut einem Bericht der Frankfurter Neuen Presse vom 23.10.2008 wurde zu den bisher bekannten Aktionen zulasten der Stadt auch stillschweigend auf die Pachtzahlung verzichtet, außerdem wurden die fälligen Nebenkosten nicht eingetrieben. Während gleichzeitig die Römermehrheit einen Stromsozialtarif ablehnt und bewusst zulässt, dass arme Familien nach spätestens zwei Monaten ohne Strom und Gas - mitunter auch mitten im Winter - dastehen, wird zugunsten von ein paar hundert "Pferdesportfreunden" auf einen "hohen sechsstelligen Betrag" (Liegenschaftsamtsleiter Gangel) verzichtet. Dieser Zynismus ist wohl nur damit zu erklären, dass die Besucher der Pferderennen über eine ausreichend große Lobby im Römer verfügen, während die Bezieher niedriger Einkommen, die von sozialen Transferleistungen abhängigen Menschen und die Älteren mit ihren kleinen Renten den Verantwortungsträgern in den Parteien, die die letzten 10 Jahre diese Stadt regiert haben, wohl völlig egal sind. In jedem Fall ist aber zu klären, wer letztendlich für diesen unglaublichen Vorgang die Verantwortung trägt. Darum wird der Magistrat beauftragt, folgende Fragen öffentlich zu beantworten:

  1. Auf welche Gesamtsumme belaufen sich die ausstehenden Pachtzahlungen, Gebühren und Nebenkosten, die der Rennclub Niederrad der Stadt oder städtischen Beteiligungen und Unternehmen schuldet?
  2. Wer und aufgrund welchem Mandat hat darüber entschieden, dass die Stadt auf die Pachtzahlungen und Gebühren verzichtet bzw. keine Schritte unternommen hat, diese einzutreiben?
  3. Wenn es sich hierbei tatsächlich um einen "hohen sechsstelligen Betrag" zulasten der Stadt handelt: Wer hat auf parlamentarischer Ebene über diese versteckten Subventionen entschieden?
  4. Laut den vorliegenden Unterlagen sind zwei Mitglieder des Magistrates, Frau Prof. Dr. Birkenfeld und Herr Mensinger von der Stadt in den Gesamtvorstand des Renn-Klub Niederrad entsandt. Welche Kenntnisse hatten diese beiden Stadträte von diesen Vorgängen?
  5. Wie sollen die "mehrere Jahre ausstehenden" Beträge nun im Rahmen des Insolvenzverfahrens eingetrieben werden?

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

AAnfrage in der Stadtverordnetenversammlung

Eine schriftliche Frage von Stadtverordneten oder Fraktionen an den Magistrat. Die Antwort erfolgt schriftlich innerhalb von drei Monaten und fließt in spätere Beratungen ein.

  1. 1Stadtverordnete stellen Anfrage
  2. 2Magistrat antwortet schriftlich
  3. 3Antwort fließt in Beratungen ein

Frist: 3 Monate

Der Weg dieser Vorlage

Am 24. Oktober 2008 brachte LINKE. diese Anfrage in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf3 Beratungen
Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 27 · 04.11.2008
TO I, TOP 30
Beraten
nicht auf TO Die Entscheidung über die Vorlage A 726 wird auf den Ältestenausschuss delegiert.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPFAGBFF
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und BFF

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 28 · 06.11.2008
TO I, TOP 18
Beraten
a) Es dient zur Kenntnis, dass der Ältestenausschuss mit der Mehrheit von zwei Dritteln seiner Mitglieder die Aufnahme der Vorlage A 726 auf die Tagesordnung I der 28. Plenarsitzung beschlossen hat. b) Die Vorlage wird dem Magistrat zur schriftlichen Beantwortung innerhalb von einem Monat überwiesen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPFAGBFFREPNPDÖkoLinX-ARL
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG, BFF, REP, NPD und ÖkoLinX-ARL

Ältestenausschusses
Sitzung 37 · 06.11.2008
TO I, TOP 5
Zur Kenntnis
Es dient zur Kenntnis, dass der Ältestenausschuss mit der Mehrheit von zwei Dritteln seiner Mitglieder die Aufnahme der Vorlage A 726 auf die Tagesordnung I der 28. Plenarsitzung beschlossen hat.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPFAGBFF
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und BFF

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