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Heinz Schenk im Herzen Frankfurts ehren!
Vorlagentyp: ARÖMER
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Thema Wohnen verfolgenInhalt
Anfrage vom 16.05.2014, A 593
Betreff: Heinz Schenk im Herzen Frankfurts ehren! Am
- Mai 2014 verstarb der Schauspieler und Showmaster Heinz Schenk, der mit seiner Fernseh-sendung "Zum Blauen Bock" und anderen Auftritten der Stadt Frankfurt und der Region ein volkstümliches und künstlerisches Denkmal setzte. Nun sollte die Stadt ihm danken und Heinz Schenk im Herzen Frankfurts mit einem Denkmal oder einer Plakette ehren. Der neugeschaffene Hühnermarkt im Dom-Römer-Areal in Nachbarschaft wäre das richtige Ambiente, da die Kulisse der Kult-Sendung "Zum Blauen Bocks" oft die zerstörte Frankfurter Altstadt wiederspiegelte. Biographie Heinz Schenk Heinz Schenk wurde am 11.12.1924 in Mainz am Rhein geboren und trat bereits als Schüler als Büttenredner im Mainzer Karneval auf. Nach seinem Schulabschluss absolvierte er eine kaufmännische Lehre und nahm parallel dazu Schauspielunterricht. Ein Pfarrer manipulierte die Abstammung seiner Mutter, die laut nationalsozialistischer Terminologie "Halbjüdin" war, so bekam er den für die Auftritte erforderlichen Ausweis der Reichstheaterkammer. Im Wormser Kabarett "Elefant" hatte er nach dem Krieg sein erstes Engagement als Parodist von Hans Albers, Theo Lingen, Hans Moser und Heinz Rühmann. 1951 fing er beim Hessischen Rundfunk als Radiomoderator mit der Hörfunksendung "Frankfurter Wecker" an. Ab 1966 moderierte er beim gleichen Sender 21 Jahre lang die Fernsehunterhaltungssendung "Zum Blauen Bock". Er textete alle Lieder, die er im "Blauen Bock" sang, die meist Franz Grothe komponierte. Mit seinem größten Hit "Es ist alles nur geliehen", trat Schenk sogar in der ZDF-Hitparade auf. 1985 sang er auch das Lied der ARD-Fernsehlotterie "Gib dem Glück eine Chance". Schenk war auch als Filmschauspieler in mehreren Filmen zu sehen, unter anderem 1992 mit Hape Kerkeling in der Satire "Kein Pardon" und mehrfach als Schauspieler im "Frankfurter Volkstheater" mit Liesel Christ. 1993 bis 1996 hatte Schenk ein Comeback mit der Sendung "Fröhlich eingeschenkt", sowie 2001 mit einem größeren Gastauftritt in einer RTL-Serie. Heinz Schenk wurde für sein jahrzehntelanges künstlerisches Schaffen unter anderem mit Bundesverdienstkreuz
- Klasse, dem Hessischen Verdienstorden, der Hermann-Löns-Medaille, dem Bambi und zahlreichen anderen Auszeichnungen gewürdigt. Selbst die hessische Rockband Rodgau Monotones widmete ihm in dem Lied "Erbarmen ... Die Hesse komme!" die Textzeile "unser David Bowie heißt Heinz Schenk" und machten ihn auch unter der jüngeren Generation zur Kultfigur. Heinz Schenk starb am
- Mai 2014 in Wiesbaden. Dies vorausgeschickt fragen wir den Magistrat:
- Sieht der Magistrat die Möglichkeit Heinz Schenk für sein Lebenswerk in Form eines öffentlich zugänglichen Denkmals oder einer Plakette zu danken?
- Wenn ja, hält er den neugeschaffenen Hühnermarkt im Dom-Römer-Areal oder das Dom-Römer-Areal insgesamt für geeignet?
- Wenn nein, was schlägt er als Alternativstandort vor?
- Findet der Magistrat in Anbetracht der städtischen Finanzlage es für sinnvoll und möglich nach einem Sponsor/einer Sponsorin oder einer Sponsorengruppe zu suchen?
- Wenn ja, kämen hier "ebbelwei-affine" Sponsoren/Sponsorinnen in Betracht, da Heinz Schenk mit seinem "Blauen Bock" insbesondere das südhessisch-frankfurterische National-getränk weit über die Stadt- bzw. Regionalgrenzen bekannt machte? (Denn mit seiner Fernsehpartnerin Lia Wöhr schenkte er bis Ende 1987 rund 125.000 Liter Apfelwein aus dem traditionellen Bembel aus und verteilte rund 6.500 Ehrenbembel an Gäste / Quelle: Zeit)
- Teilt der Magistrat die Ansicht, dass das Denkmal oder die Plakette von einem Frankfurter Künstler/einer Frankfurter Künstlerin geschaffen werden sollte, der oder die auch einen persönlichen Bezug zu Heinz Schenk hatte?
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 16. Mai 2014Sie sind hierAA 593Heinz Schenk im Herzen Frankfurts ehren!STVV-Anfrage · RÖMER
- 11. August 2014Antwort des Magistrats · nach 12 WochenBB 302Heinz Schenk im Herzen Frankfurts ehren!Magistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
AAnfrage in der Stadtverordnetenversammlung
Eine schriftliche Frage von Stadtverordneten oder Fraktionen an den Magistrat. Die Antwort erfolgt schriftlich innerhalb von drei Monaten und fließt in spätere Beratungen ein.
- 1Stadtverordnete stellen Anfrage
- 2Magistrat antwortet schriftlich
- 3Antwort fließt in Beratungen ein
Frist: 3 Monate