Gesundheitskioske für Frankfurt
Zusammenfassung
Der Antrag schlägt die Einrichtung von Gesundheitskiosken in Frankfurt vor, um die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung zu verbessern. Dies geschieht durch Umsetzungen des geplanten Bundesgesetzes sowie durch die Errichtung eines Pilotprojekts für einen Gesundheitskiosk. Erwartet werden eine Verbesserung des Gesundheitsstatus, höhere Patientenzufriedenheit und effizientere Ressourcennutzung.
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Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
- Der Magistrat trifft sämtliche Vorbereitungen zur Einrichtung von Gesundheitskiosken in mehreren Stadtteilen, damit diese nach Inkrafttreten des "Gesetzes zur Stärkung der Gesundheitsversorgung in der Kommune" (GVSG) auf Bundesebene schnellstmöglich eröffnet werden können.
- Unabhängig von dem geplanten Bundesgesetz zur Stärkung der Gesundheitsversorgung in der Kommune errichtet der Magistrat unmittelbar einen Pilot-Gesundheitskiosk in der Stadt. Dieser testet exemplarisch die Eignung von Gesundheitskiosken zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Frankfurter Bevölkerung und dient der Erfahrungssammlung zum Zweck der Etablierung weiterer Gesundheitskioske.
Begründung
Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) plant mit dem "Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsversorgung in der Kommune" (GVSG), welches aktuell jedoch erst als Entwurf vorliegt, unter anderem die Einrichtung von Gesundheitskiosken zu erleichtern. Hierfür werden die Landesverbände der gesetzlichen Krankenkassen verpflichtet, dies in Zusammenarbeit mit den Kommunen zu realisieren, wobei das Initiativrecht für die Etablierung von Kiosken bei den Kommunen liegt. Zur Finanzierung der Gesundheitskioske sieht das GVSG vor, dass der Betrieb und die Leistungen mit 74,5 Prozent zum größten Teil von den Krankenkassen getragen werden. Die Kommunen müssen sich lediglich mit 20 Prozent und die privaten Krankenkassen mit 5,5 Prozent beteiligen. Damit wird es den Kommunen erleichtert, Gesundheitskioske im Stadtgebiet einzurichten, was auch das erklärte Ziel der Koalition von Grünen, SPD, FDP und Volt für Frankfurt ist. Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die Koalition einen Gesundheitskiosk in Frankfurt einrichten will, um den Gesundheitsstatus der Bevölkerung zu verbessern, die Kompetenz sowie Eigenverantwortung der Bevölkerung zu stärken, die Patientenzufriedenheit zu erhöhen, Fehlinformation und lange Suchbewegungen zu vermeiden, die Versorgungsdefizite im ambulanten Bereich zu minimieren, vorhandene Ressourcen zielorientiert einzusetzen und die wohnortnahe Versorgung zu stärken. Damit die Kioske nach Inkrafttreten des Gesetzes schnellstmöglich eröffnet werden können, muss der Magistrat schon im Vorfeld sämtliche Vorbereitungen für die Einrichtung treffen. Dies umfasst unter anderem auch die Suche nach geeigneten Immobilien und die Auswahl der betreffenden Stadtteile. Darüber hinaus ist es, unabhängig von der Realisierung des GVSG, wichtig, dass der Magistrat den Koalitionsvertrag in Bezug auf die Schaffung eines Kiosks umsetzt, um die Gesundheitsversorgung der Frankfurter:innen zu verbessern.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 14. März 2024 brachte Linke diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 13.06.2024 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, Linke, AfD und ÖkoLinX-ELF (= Beratung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP und Volt gegen Linke (= Annahme) und AfD (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION (= Prüfung und Berichterstattung) BFF-BIG (= Zurückstellung) Gartenpartei (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP und Volt gegen Linke (= Annahme) sowie AfD und FRAKTION (= Prüfung und Berichterstattung); BFF-BIG (= Zurückstellung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei (= Annahme)