Papierflut reduzieren, Steuergeld sparen
Zusammenfassung
Der Antrag zielt darauf ab, die Auflage der Seniorenzeitschrift um 50 Prozent zu reduzieren und die Einsparungen zur Förderung der Offenen Senior*innenarbeit für Migrant*innen zu verwenden. Dies soll die städtische Papierflut verringern und die digitale Informationsverbreitung unterstützen.
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Thema Gesundheit und Soziales verfolgenAntrag
Um die städtische Papierflut zu reduzieren, hat die Koalition den Frankfurter Integrations- und Diversitätsbericht 2021 nur als Datei veröffentlicht. Ausgerechnet bei dem 370-seitigen Bericht, der die Arbeit der Stadtverordneten jahrelang begleitet wird und immer wieder zur Hand genommen werden sollte, setzt die Stadt darauf, dass die Akteur*innen das schon am Computer lesen können und werden. Nicht einmal den Mitgliedern des Ausschusses für Diversität, Zusammenhalt, Beteiligung und Europa wurden gedruckte Exemplare zur Verfügung gestellt.
Die Stadt lässt jedes Jahr 188.000 Seniorenzeitschriften drucken, davon vergammeln viele Pakete mit ungelesenen Zeitschriften in Begegnungszentren, Cafés etc. Tatsächlich ist der gesamte Inhalt der Zeitschrift online, die Ausgaben werden sogar sämtlich als Hörbeiträge aufbereitet - ein großartiger Service! Viele aktive Senior*innen informieren sich längst auch digital und sind auf ein gedrucktes Exemplar der Seniorenzeitschrift nicht angewiesen, das sie nach Gebrauch (Überfliegen oder auszugsweises Lesen) wegwerfen. Hier gibt es ein erhebliches Einsparpotenz ial - aber eben nicht beim selten erscheinenden Integrationsbericht, der den Akteur*innen über einen längeren Zeitraum als Arbeitsgrundlage dienen soll.
Gleichzeitig verweigert die Stadt mit dem Hinweis auf fehlende Mittel seit Jahren eine bessere Ausstattung der Offenen Senior*innenarbeit für Migrant*innen.
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
- Die Auflage der Seniorenzeitschrift wird um 50 Prozent reduziert, die Web-Adresse zum Hören und Lesen der Zeitschrift wird in der Bevölkerung breit gestreut.
- Die Kostenersparnis wird genutzt, um die Offene Senior*innenarbeit für Migrant*innen, wie Pro Seniore e. V., stärker zu fördern. Damit wird die Arbeit dieser Vereine endlich anderen Angeboten in der Offenen Seniorenarbeit wie z. B. Aktivclubs gleich gestellt, die sämtlich über Personal für Programmerstellung und Organisation verfügen.
Begründung
Um die städtische Papierflut zu reduzieren, hat die Koalition den Frankfurter Integrations- und Diversitätsbericht 2021 nur als Datei veröffentlicht. Ausgerechnet bei dem 370-seitigen Bericht, der die Arbeit der Stadtverordneten jahrelang begleitet wird und immer wieder zur Hand genommen werden sollte, setzt die Stadt darauf, dass die Akteur*innen das schon am Computer lesen können und werden. Nicht einmal den Mitgliedern des Ausschusses für Diversität, Zusammenhalt, Beteiligung und Europa wurden gedruckte Exemplare zur Verfügung gestellt. Die Stadt lässt jedes Jahr 188.000 Seniorenzeitschriften drucken, davon vergammeln viele Pakete mit ungelesenen Zeitschriften in Begegnungszentren, Cafés etc. Tatsächlich ist der gesamte Inhalt der Zeitschrift online, die Ausgaben werden sogar sämtlich als Hörbeiträge aufbereitet - ein großartiger Service! Viele aktive Senior*innen informieren sich längst auch digital und sind auf ein gedrucktes Exemplar der Seniorenzeitschrift nicht angewiesen, das sie nach Gebrauch (Überfliegen oder auszugsweises Lesen) wegwerfen. Hier gibt es ein erhebliches Einsparpotenzial - aber eben nicht beim selten erscheinenden Integrationsbericht, der den Akteur*innen über einen längeren Zeitraum als Arbeitsgrundlage dienen soll. Gleichzeitig verweigert die Stadt mit dem Hinweis auf fehlende Mittel seit Jahren eine bessere Ausstattung der Offenen Senior*innenarbeit für Migrant*innen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 19. Oktober 2023 brachte ÖkoLinX-ELF diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 14.12.2023 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, LINKE. und AfD (= Ablehnung ohne Zusatz) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF und Gartenpartei (= Annahme) BFF-BIG (= Ablehnung ohne Zusatz)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, LINKE., AfD, FRAKTION und BFF-BIG (= Ablehnung ohne Zusatz) sowie ÖkoLinX-ELF und Gartenpartei (= Annahme)