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Belange der Wirtschaft im Masterplan Mobilität berücksichtigen!

Vorlagentyp: NRCDU
2 SitzungenAngenommen

Zusammenfassung

Der Antrag fordert die Berücksichtigung der Belange der Wirtschaft im Masterplan Mobilität. Die Wirtschaft hat ihre Unzufriedenheit mit dem bisherigen Prozess dargelegt, insbesondere hinsichtlich der fehlenden Diskussion und Analyse. Ziel ist es, die wirtschaftlichen Interessen in die Planung einzubeziehen.

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Thema Öffentlicher Nahverkehr und neue Mobilität verfolgen

Antrag

Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:

Der Magistrat wird aufgefordert,

  1. die Besorgnisse der IHK Frankfurt am Main, der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main, des Speditions- und Logistikverbandes Hessen/Rheinland-Pfalz und des ADAC Hessen/Thüringen beim Verfahren zur Aufstellungen des Masterplans Mobilität (SUMP) ernst zu nehmen und im weiteren Prozess zu berücksichtigen;
  2. der Stadtverordnetenversammlung mit der Beschlussvorlage zum Masterplan Mobilität zu berichten, welche Kritik, Anregungen und Vorschläge von den Mitgliedern des SUMP-Fachbeirates in den verschiedenen Erarbeitungsstufen eingebracht und mit welchen Gründen in den Masterplan aufgenommen oder verworfen wurden.

Begründung

Frankfurt-Rhein-Main sowie die der Vorstände des Speditions- und Logistik- Verbands Hessen/Rheinland-Pfalz e.V. und des ADAC Hessen/Thüringen e.V. haben in einem Brief vom 15. Juni 2022 die Unzufriedenheit der Wirtschaft mit dem Prozess zur Erstellung des Masterplans Mobilität dargelegt. Danach hat in dem SUMP-Fachbeirat (Sustainable Urban Mobility Plan) im Rahmen von fünf der insgesamt geplanten neun Sitzungen keine fachliche Diskussion der unterschiedlichen Standpunkte und Interessen stattgefunden. Die Unterzeichner des Schreibens waren aber vom Magistrat in den Fachbeirat berufen worden, um die Belange der Wirtschaft dort einzubringen und zu vertreten. Aus ihrer Sicht besteht allerdings daran im praktizierten Beteiligungsprozess kein Interesse. Ferner fehle es an einer konkreten Problem- und Bedarfsanalyse. Die Pendlerproblematik werde ausgeblendet. Die Bedeutung von Pull-Faktoren, wie z.B. eine Verbesserung des ÖPNV für Pendlerverbindungen mit dem Umland oder der Ausbau der P+R- Kapazitäten, blieben unberücksichtigt. Umgesetzt würden dagegen voreilig die Push-Faktoren, wie die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung und das Programm "Fahrradfreundliche Nebenstraßen". Das Konzept des Masterplans Mobilität scheine so von vorneherein bereits festzustehen. Nach Auffassung der vorerwähnten Mitglieder des Fachbeirats drohen bei Fortführung des bisher praktizierten Beteiligungsprozesses zur Erstellung des Masterplans Mobilität insgesamt negative Auswirkungen auf eine nachhaltige Zukunftssicherung des Wirtschaftsstandorts Frankfurt am Main.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt

Der Weg dieser Vorlage

Am 14. September 2022 brachte CDU diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 22.09.2022 im Stadtverordnetenversammlung angenommen.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf2 Beratungen
Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 13 · 20.09.2022
TO I, TOP 40
Angenommen
a) Es dient zur Kenntnis, dass der Haupt- und Finanzausschuss mit der Mehrheit von zwei Dritteln seiner Mitglieder die Aufnahme der Vorlage NR 478 auf die Tagesordnung II der 15. Plenarsitzung beschlossen hat. b) Die Vorlage NR 478 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu a)
Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFDPAfDVoltBFF-BIG
Ablehnung:
ÖkoLinX-ELF
zu b)
Zustimmung:
GrüneSPDLinkeFDPVoltÖkoLinX-ELF
Ablehnung:
CDUAfD
Sonstige:
BFF-BIG (Votum im Ältestenausschuss)
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu a) GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt und BFF-BIG gegen ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung der Dringlichkeit) zu b) GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen CDU und AfD (= Annahme); BFF-BIG (= Votum im Ältestenausschuss)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 15 · 22.09.2022
TO II, TOP 82
Angenommen
a) Es dient zur Kenntnis, dass der Haupt- und Finanzausschuss mit der Mehrheit von zwei Dritteln seiner Mitglieder die Aufnahme der Vorlage NR 478 auf die Tagesordnung II der 15. Plenarsitzung beschlossen hat. b) Die Vorlage NR 478 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu a)
Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFDPAfDVoltBFF-BIG
Ablehnung:
ÖkoLinX-ELF
zu b)
Zustimmung:
GrüneSPDLinkeFDPVoltÖkoLinX-ELF
Ablehnung:
CDUAfDBFF-BIG
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu a) GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt und BFF-BIG gegen ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung der Dringlichkeit) zu b) GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen CDU, AfD und BFF-BIG (= Annahme)

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