Ratenzahlungsangebote bei Energiekostennachforderungen bei öffentlichen Unternehmen
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Thema Wohnen verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Der Magistrat wendet sich an die öffentlichen Wohnungsgesellschaften, vor allem ABG Holding und Nassauische Heimstätte (NH), und öffentlichen Energieversorgungs-unternehmen, vor allem Mainova und Süwag, und fordert diese auf, künftig ihren Mieter*innen bzw. Kund*innen die Möglichkeit auf Ratenzahlung bei hohen Energiekostennachforderungen anzubieten.
Begründung
Angesichts der explodierenden Energiekosten sind viele Mieter*innen mit enormen Energiekostennachzahlungen konfrontiert. Zusammen mit den steigenden Lebensmittelpreisen kommen damit künftig und bereits jetzt Kosten auf sie zu, die viele finanziell nicht stemmen können. Bei den Wohnungsunternehmen spiegeln sich diese Kosten in den Nebenkostenabrechnungen, vor allem im Bereich Warmwasser und Heizung, wieder. Steigende Gas- und Strompreise werden bei den Energieunternehmen unmittelbar an die Kund*innen weitergegeben. Die Preissteigerungen treffen besonders von Armut betroffene Menschen und Personen mit niedrigem Einkommen. Steigende Energiekosten stellen in diesen Krisenzeiten somit ein Armutsrisiko dar und bringen viele Menschen in existentielle Notlagen. Um diese Menschen in dieser wirtschaftlich schwierigen Situation zu unterstützen, kann die Möglichkeit auf Ratenzahlung für spürbare Entlastung sorgen. Öffentliche Unternehmen, die sich im Einfluss der Stadt Frankfurt befinden, allen voran die ABG Holding und die NH sowie Mainova und Süwag, müssen daher ihren Mieter*innen bzw. Kund*innen entgegenkommen. Die Option, die zu erwartenden explodierenden Energiekostennachforderungen, nicht auf einmal und unmittelbar zahlen zu müssen, sondern schrittweise in Raten, ist ein wichtiger Hebel, um sozioökonomische Schäden durch die Energiepreiskrise abzufedern. Die Stadt Frankfurt verfügt über den nötigen Handlungsspielraum und muss jetzt Einfluss auf die stadteigenen bzw. stadtnahen Unternehmen in der Energiefrage nehmen, um Frankfurter*innen wirksam zu entlasten.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 14. Juli 2022 brachte LINKE. diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 22.09.2022 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU (= Ablehnung ohne Zusatz) sowie LINKE., AfD und FRAKTION (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU (= Ablehnung ohne Zusatz) sowie LINKE., AfD, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und FRAKTION (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU (= Ablehnung ohne Zusatz) sowie LINKE., AfD, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG, FRAKTION und Gartenpartei (= Annahme)