Standortmanagements für mehr Qualität und gegen Leerstand in Industrie- und Gewerbegebieten
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Thema Wohnen verfolgenBegründung
Qualität und gegen Leerstand in Industrie- und Gewerbegebieten Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen: Der Magistrat wird gebeten, ein Konzept für die Einrichtung von Standortmanagements für Industrie- und große Gewerbegebiete mit derzeit minder- oder ungenutzten Flächen zu entwickeln, um die Aktivierung von Flächenpotenzialen voranzutreiben, Industrie- und Gewerbegebiete zu qualifizieren und zu profilieren, zu vermarkten und nachhaltig zu entwickeln sowie Synergien zwischen den ansässigen Unternehmen zu heben. Begründung: Der Masterplan Industrie zeigt auf, dass die bestehenden Gebiete des (verarbeitenden) Gewerbes große Reserven aufweisen, die aus unterschiedlichen Gründen bislang allerdings nicht in gewerbliche Nutzung gebracht wurden. Die Überwindung der teilweise erheblichen Aktivierungshemmnisse gestaltet sich schwierig und dauert lange, kann aber durch ein Standortmanagement angegangen werden. Diese Anstrengungen sind umso mehr notwendig, da die Aktivierung bestehender Flächen immer Vorrang gegenüber der Ausweisung neuer Gebiete haben muss. Eine Ausweisung neuer Industrie- oder Gewerbegebiete muss aufgrund der hohen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung der Industrie sowie der langwierigen und unsicheren Prozesse der Aktivierung, Aufwertung und Profilierung parallel allerdings unbedingt geprüft werden, um eine zukünftige Flächenverfügbarkeit für Industrie und Gewerbe sicher zu stellen. Flächen in Frankfurt sind für jede Art von Nutzung knapp und sie sollten daher intelligent genutzt werden. Auch die IHK Frankfurt hat Standortmanagements für Gewerbegebiete vorgeschlagen. Am Beispiel des Nachhaltigen Gewerbegebiets Fechenheim-Nord/Seckbach, das seit der Stellenbesetzung des bei der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH angesiedelten Standortmanagements im Mai 2016 einen guten Projektstart erfahren hat, wird deutlich, dass ein Gewerbegebiet mit eigenem Standortmanagement eine positive Entwicklung erfahren kann. Ein Standortmanagement kann im Dialog mit den Eigentümerinnen und Eigentümern und Verantwortlichen von ansässigen Firmen und Betrieben vor Ort viel besser eine Aktivierung oder Intensivierung erreichen als auf sich alleingestellte Akteurinnen und Akteure. Darüber hinaus lassen sich so Synergien zwischen den ansässigen Unternehmen schaffen, beispielsweise auch im energetischen Bereich. Der Masterplan Industrie sieht vor, die Erfahrungen aus dem Prozess "Nachhaltiges Gewerbegebiet" auch für andere Gebiete in Frankfurt zu nutzen.
Inhalt
Antrag vom 16.10.2017, NR 422
Betreff: Standortmanagements für mehr Qualität und gegen Leerstand in Industrie- und Gewerbegebieten Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen: Der Magistrat wird gebeten, ein Konzept für die Einrichtung von Standortmanagements für Industrie- und große Gewerbegebiete mit derzeit minder- oder ungenutzten Flächen zu entwickeln, um die Aktivierung von Flächenpotenzialen voranzutreiben, Industrie- und Gewerbegebiete zu qualifizieren und zu profilieren, zu vermarkten und nachhaltig zu entwickeln sowie Synergien zwischen den ansässigen Unternehmen zu heben.
Begründung: Der Masterplan Industrie zeigt auf, dass die bestehenden Gebiete des (verarbeitenden) Gewerbes große Reserven aufweisen, die aus unterschiedlichen Gründen bislang allerdings nicht in gewerbliche Nutzung gebracht wurden. Die Überwindung der teilweise erheblichen Aktivierungshemmnisse gestaltet sich schwierig und dauert lange, kann aber durch ein Standortmanagement angegangen werden. Diese Anstrengungen sind umso mehr notwendig, da die Aktivierung bestehender Flächen immer Vorrang gegenüber der Ausweisung neuer Gebiete haben muss. Eine Ausweisung neuer Industrie- oder Gewerbegebiete muss aufgrund der hohen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung der Industrie sowie der langwierigen und unsicheren Prozesse der Aktivierung, Aufwertung und Profilierung parallel allerdings unbedingt geprüft werden, um eine zukünftige Flächenverfügbarkeit für Industrie und Gewerbe sicher zu stellen. Flächen in Frankfurt sind für jede Art von Nutzung knapp und sie sollten daher intelligent genutzt werden. Auch die IHK Frankfurt hat Standortmanagements für Gewerbegebiete vorgeschlagen. Am Beispiel des Nachhaltigen Gewerbegebiets Fechenheim-Nord/Seckbach, das seit der Stellenbesetzung des bei der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH angesiedelten Standortmanagements im Mai 2016 einen guten Projektstart erfahren hat, wird deutlich, dass ein Gewerbegebiet mit eigenem Standortmanagement eine positive Entwicklung erfahren kann. Ein Standortmanagement kann im Dialog mit den Eigentümerinnen und Eigentümern und Verantwortlichen von ansässigen Firmen und Betrieben vor Ort viel besser eine Aktivierung oder Intensivierung erreichen als auf sich alleingestellte Akteurinnen und Akteure. Darüber hinaus lassen sich so Synergien zwischen den ansässigen Unternehmen schaffen, beispielsweise auch im energetischen Bereich. Der Masterplan Industrie sieht vor, die Erfahrungen aus dem Prozess "Nachhaltiges Gewerbegebiet" auch für andere Gebiete in Frankfurt zu nutzen.Zuständige Ausschüsse: Ausschuss für Wirtschaft und Frauen Ausschuss für Planung, Bau und Wohnungsbau Versandpaket: 18.10.2017
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 16. Oktober 2017 brachten CDU, SPD, GRÜNE diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 16.11.2017 im Stadtverordnetenversammlung angenommen.
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., BFF, FRAKTION und FRANKFURTER Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD (= Prüfung und Berichterstattung) FDP (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FRAKTION und FRANKFURTER gegen AfD (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF und ÖkoLinX-ARL (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu a) CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und ÖkoLinX-ARL gegen AfD (= Prüfung und Berichterstattung)