Solidarität, Hilfe und Integration - Ukraine-Hilfe gut organisieren
Zusammenfassung
Der Antrag fordert die Stadtverordnetenversammlung auf, Maßnahmen zur Unterstützung von geflüchteten Menschen aus der Ukraine zu beschließen. Dies umfasst die Schaffung von Unterbringungsmöglichkeiten, Informationspunkten und Integrationsangeboten. Ziel ist es, den geflüchteten Menschen eine sichere und unterstützende Umgebung zu bieten.
Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.
Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.
Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.
Thema Kinder, Jugend und Familie verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:
Der Magistrat wird aufgefordert,
- ausreichende Unterbringungsmöglichkeiten im Zusammenspiel mit erfahrenen Hilfsorganisationen einzurichten,
- Anlauf- bzw. Informationspunkte für Geflüchtete für alle Fragen zu Unterkunft, Kinderbetreuung, Arbeit, Gesundheitsversorgung, Integration etc. schnell zu schaffen,
- zusätzliche Betreuungsmöglichkeiten für Kinder durch Erweiterung bestehender Betreuungsgruppen in Kindergärten, Horten, schulischen Betreuungsangeboten zu schaffen,
- zusätzliche Platzkapazitäten in Schulen durch Einrichtung weiterer Intensivklassen zu schaffen,
- Deutschkurse an Bildungseinrichtungen bzw. Volkshochschulen, ggf. auch durch geänderte Prioritätensetzung im Kursangebot, auszuweiten,
- Modelle der Kooperation von Kommunen, Unternehmen, Kammern und Sozialpartnern zur beruflichen Integration von Geflüchteten einzurichten oder vorhandene auszubauen,
- Flüchtlingshilfevereine - sei es durch die Umwidmung der Aufgaben von zur Hilfe von syrischen oder afghanischen Flüchtlingen gegründeten Vereinen, sei es zur Neugründung von Vereinen speziell zur Hilfe ukrainischer Flüchtlinge - zu fördern,
- schnell Strukturen zu schaffen und niederschwellige Informationen bereitzustellen, die verhindern, dass insbesondere geflüchtete Frauen und Kinder Opfer von sexualisierter Gewalt und Missbrauch werden.
Begründung
Als Folge des brutalen und völkerrechtswidrigen Angriffskrieges der Russischen Föderation gegen die Ukraine flüchten Hunderttausende Menschen aus dem schwer bombardierten Land. Vor allem Frauen, Kinder und ältere Menschen bringen sich in Sicherheit und hoffen auf eine baldige Rückkehrmöglichkeit nach Ende des Krieges. Je länger der Krieg jedoch andauert und je schrecklicher die humanitären und infrastrukturellen Folgen für die Ukraine sein werden, je länger werden diese Menschen Zuflucht und ggf. auch eine neue Heimat brauchen. Deshalb müssen auch bei uns in Deutschland und in Hessen die Voraussetzungen für Unterbringung, Versorgung und Integration schnell und umfassend geschaffen werden, zumal noch mit einer weitaus größeren und vor allem auch schnell anwachsenden Zahl von Menschen aus der Ukraine bei uns zu rechnen ist. Für die Finanzierung dieser umfangreichen Hilfen für Geflüchtete aus der Ukraine müssen faire und partnerschaftliche Regelungen zwischen Bund, Ländern und Kommunen getroffen werden. Die Bewältigung dieser großen humanitären Aufgabe erfordert gerade auch kommunal eine hohe Flexibilität und Handlungsgeschwindigkeit, die mit einer ebenso flexiblen Handhabung von Regelungen in der Vergabe und Verfahrensorganisation verbunden sein muss. Hierfür braucht es auch politisch eine klare Rückendeckung für ordnungsgemäße, aber manchmal auch kreative Lösungen im Umgang mit akut zu versorgenden Menschen vor Ort. Über gemeinnützige Vereine sollen auch mit ehrenamtlichem Engagement Anlaufstellen für Flüchtlinge geschaffen werden, die Hilfen für Behördengänge, private Sprachkurse, für die Arbeitsplatzsuche, die Wohnungssuche, zur Verteilung von Hilfsgütern usw. bieten. Die Förderung sollte nach den Erfahrungen mit den syrischen und afghanischen Flüchtlingen auch hauptamtliche Strukturen in der Geschäftsführung der gemeinnützigen Vereine umfassen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 30. März 2022 brachte CDU diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 12.05.2022 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD und FRAKTION gegen CDU und LINKE. (= Annahme) sowie AfD (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FDP und Volt (= Ablehnung) ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung) Gartenpartei (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU und FRAKTION (= Annahme) sowie LINKE., AfD und ÖkoLinX-ELF (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Volt und FRAKTION gegen CDU, LINKE. und Gartenpartei (= Annahme) sowie AfD, ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung)