Kitabetreuung auch in Randzeiten sicherstellen
Zusammenfassung
Der Antrag fordert die Stadtverordnetenversammlung auf, sicherzustellen, dass in den Kindertagesstätten auch in Randzeiten eine adäquate Betreuung gewährleistet ist. Dies ist besonders wichtig für Eltern, die auf eine flexible Betreuung angewiesen sind, da viele Kitas ihre Öffnungszeiten aufgrund von Vorgaben verkürzt haben. Ziel ist es, die Betreuungssituation für berufstätige Eltern zu verbessern.
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Thema Schulen und Bildung verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:
Der Magistrat wird aufgefordert, auf alle Träger der Kindertagesstätten zuzugehen und dafür Sorge zu tragen, dass - solange die Betreuung in konstanten Gruppen erfolgen muss - mindestens eine der Gruppen die volle und übliche Betreuungszeit abdeckt. Diese Gruppe soll vor allem von Eltern in Anspruch genommen werden dürfen, die nicht die Möglichkeit von Home-Office und/oder Gleitzeit haben.
Für den Fall, dass eine Kindertagesstätte dies nicht aus eigenen personellen Ressourcen leisten kann, sollen die einzelnen Träger einrichtungsübergreifende Lösungen finden. Zur Unterstützung wird ein stadtweites System von Springern etabliert, die bei kurzfristigen Ausfällen und/oder Betreuungsengpässen aushelfen und die in den Kitas arbeitenden Fachkräfte unterstützen, gerade in den Randzeiten. Dieses "Springer"-System soll sowohl von städtischen als auch freien Trägern in Anspruch genommen werden können.
Begründung
Seit der Anweisung des Stadtschulamtes vom Dezember 2021, in allen Kitas feste Gruppen einzurichten, haben zahlreiche Kitas die Öffnungszeiten verkürzt. Dies stellt die Eltern vor große Herausforderungen, denn gerade die Betreuung in den Randzeiten ist für viele Eltern von hoher Bedeutung. Der Vorschlag der Stadt, nämlich individuelle Lösungen zu finden, funktioniert nicht! Hier muss die Stadt klare Vorgaben machen und sicherstellen, dass jede Einrichtung zumindest die dringendsten beruflich und familiär bedingten Betreuungsbedarfe abdecken kann. Denn die derzeitige Situation bringt insbesondere Alleinerziehende und Eltern die einen festen Arbeitsbeginn haben (wie Krankenpfleger/innen, Ärzten und Ärztinnen, Lehrer/innen, Polizisten und Polizistinnen etc.) an ihre Belastungsgrenzen. Darüber hinaus wird - nicht nur in Pandemiezeiten - ein System benötigt, das es ermöglicht, kurzfristige Ausfälle von Personal an Kitas aufzufangen, damit die Betreuung für die Eltern verlässlich gewährleistet werden kann. Beim Aufbau eines solchen Systems an kurzfristig einsetzbaren "Springern" könnten u.a. Studierende der Erziehungswissenschaften oder verwandter Studiengänge miteinbezogen werden, um das Kernteam an ausgebildeten Erzieherinnen und Erziehern zu unterstützen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 16. Februar 2022 brachte CDU diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 31.03.2022 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU und BFF-BIG (= Annahme) sowie AfD und FRAKTION (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: LINKE. (= Annahme) ÖkoLinX-ELF (= Prüfung und Berichterstattung) Gartenpartei (= Enthaltung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, LINKE. und BFF-BIG (= Annahme) sowie AfD, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION (= Prüfung und Berichterstattung); Gartenpartei (= Enthaltung)