Digitale Haltestellenaushänge
Zusammenfassung
Der Antrag fordert die Einführung digitaler Aushänge an ausgewählten ÖPNV-Haltestellen in Frankfurt. Dies soll durch den Einsatz von stromsparenden E-Paper-Displays erfolgen, um aktuelle Fahrplan- und Hinweisaushänge bereitstellen zu können. Ziel ist eine verbesserte Informationsqualität und Effizienz im Betriebsablauf.
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Der Magistrat wird aufgefordert, digitale Aushänge an zunächst ausgewählten ÖPNV-Haltestellen im Stadtgebiet testweise und in Koordination mit traffiQ, VGF, RMV und den betroffenen Busunternehmen einzuführen. Ziel ist der Einsatz stromsparender E-Paper-Displays für Fahrplan- und Hinweisaushänge, um kurzfristige Änderungen zentral auszuspielen und manuelle Papieraushänge zu reduzieren. Dabei soll Folgendes erprobt werden: a) technische Machbarkeit inkl. Energieversorgung (Netz oder Solar), Konnektivität (Mobilfunk), Backend-Anbindung an bestehende Systeme von traffiQ/VGF/RMV (z. B. ITCS, Baustellen- und Umleitungsinfos) b) Barrierefreiheit (Schriftgrößen, Kontraste, Piktogramme, Montagehöhe), Wetterfestigkeit und Vandalismusschutz c) Prozesse für zeit- und ortsspezifische Ausspielung bei Störungen, Baustellen, Ersatzverkehren und geplanten Fahrplanänderungen d) Auswahl geeigneter Pilotstandorte (u. a. stark frequentierte Knoten, Haltestellen an Schulen, Baustellenschwerpunkte) e) Kosten, Betrieb, Wartung und Gesamtlebenszyklus im Vergleich zu Papier, inklusive möglicher Fördermittel f) Datenschutz und IT-Sicherheit g) Evaluationskriterien (u. a. Reaktionszeiten, Informationsqualität vor Ort, Personalaufwand, Nutzerfeedback). Ein Fallback bei Displayausfällen (z. B. QR-Code zum Online-Aushang) ist sicherzustellen. Der Magistrat berichtet der Stadtverordnetenversammlung bis zum 31.06.2026 über den Stand der Umsetzung (Umfang, Zeitplan, Budget und Standorte).
Begründung
Aktuelle und möglichst Echtzeitinformationen über den Betrieb von Bussen und Bahnen sind für Fahrgäste wichtig. Die Nutzung von zeitgemäßen Techniken kann die Information an den Haltestellen auf ein höheres Niveau bringen. Papieraushänge sind bei kurzfristigen Änderungen langsam und personalintensiv. Bei Störungen, Baustellen und ad-hoc-Anpassungen entstehen Informationslücken. E-Paper-Displays sind gut lesbar und sehr energiesparend. Inhalte lassen sich zentral und zeitgesteuert aktualisieren. Das erhöht die Verlässlichkeit der Information an der Haltestelle, beschleunigt die Kommunikation im Störungsfall und verringert Laufwege und manuelle Klebearbeiten. Eine testweise Umsetzung an ausgewählten Haltestellen liefert belastbare Erkenntnisse zu Nutzen, Kosten und Akzeptanz und schafft die Grundlage für eine fundierte Entscheidung über ein Roll-out.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 29. Oktober 2025 brachte CDU diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten.
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, Linke, BFF-BIG, AfD und FRAKTION (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: GRÜNE, SPD und FDP und gegen CDU, Linke, BFF-BIG, AfD, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Volt (= Prüfung und Berichterstattung) Gartenpartei und Stadtv. Bäppler-Wolf (= Annahme)