Zukunftssicherung Papageno Musiktheater
Zusammenfassung
Der Antrag fordert die Bereitstellung von 350 TEUR als einmaliges Darlehen für die Dachsanierung des Papageno Musiktheaters, um dessen Betrieb langfristig zu sichern. Die dringende Notwendigkeit ergibt sich aus dem seit langem überfälligen Zustand der Dachmembran, dessen Erneuerung zur Sicherstellung der Spielstätte für Kinder- und Jugendvorstellungen unerlässlich ist.
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E-Mail-Abo einrichtenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: 1.) der Papageno Musiktheater gGmbH die für die nicht mehr länger aufschiebbare Dachsanierung des Zeltbaus am Palmengarten erforderlichen Mittel in Höhe von 350 TEUR als einmaliges Darlehen in Form einer rückzahlbaren Zuwendung aus der Produktgruppe 21.01 zur Verfügung zu stellen und mit einer eigenen Projektdefinition zu vollziehen 2.) den Prozess des administrativen Förderverfahrens inklusive der entsprechenden Antragstellung und des Nachweises der Mittelverwendung in enger Abstimmung mit der Papageno Musiktheater gGmbH durchzuführen und zu überwachen 3.) gemeinsam und im Einvernehmen mit der Papageno Musiktheater gGmbH einen Rückzahlungsplan zu vereinbaren und das Darlehen dabei mindestens bis zum 31.12.2030 zinsfrei zu stellen.
Begründung
Bereits zum Zeitpunkt der Einbringung und Beratung des Doppelhaushalts 2024/25 war bekannt, dass die Dachmembran des Zeltbaus des Papageno Musiktheaters am Palmengarten ihren Lebenszyklus bei weitem überschritten hat und dringend erneuert werden muss. Eine städtische Zuwendung in angemessener Höhe, um die erforderliche Dachsanierung zu ermöglichen und damit den Spielbetrieb des Theaters zu sichern, wurde seinerzeit nicht in den Haushalt eingestellt, obwohl dies mit Etatantrag E 466 vom 05.06.2024 angeregt wurde. Die Dachsanierung ist jetzt unaufschiebbar und die Papageno Musiktheater gGmbH hat den diesbezüglichen Auftrag mit einem Volumen von 350 TEUR zwischenzeitlich erteilt, um eine weitere Kostensteigerung sowie zusätzliche Schäden an der Gebäudesubstanz zu vermeiden. Das Papageno Musiktheater leistet seit nunmehr fast 30 Jahren eine wertvolle Arbeit in der Kunst- und Kulturvermittlung an Kinder und Jugendliche, für die es im Juni 2023 mit dem Berndt-Berg-Preis des Kuratoriums Kulturelles Frankfurt ausgezeichnet wurde. Von den über 280 Vorstellungen im Jahr richten sich alleine etwa 200 an Kinder. Die Vormittagsvorstellungen für Schul- und Kindergartengruppen, die in der Regel zweimal wöchentlich, in der Vorweihnachtszeit sogar an bis zu fünf Tagen pro Woche stattfinden und vom Papageno Musiktheater zum reinen Selbstkostenpreis angeboten werden, sind bis Ende 2025 komplett ausgebucht. Zudem fördert das Papageno Musiktheater gezielt junge Gesangstalente, die von erfahrenen Künstlerinnen und Künstlern auf ihre Rollen vorbereitet werden. Da die Kosten für die Dachsanierung aus dem Theaterbetrieb selbst unmöglich zu bestreiten sind und die Durchführung dieser Maßnahme nicht mehr aufschiebbar ist, ohne den Fortbestand dieser für Frankfurt - und insbesondere für Kinder und Jugendliche - so wichtigen Kultureinrichtung zu gefährden, ist der Magistrat dazu aufgefordert, der Papageno Musiktheater gGmbH die dafür notwendigen Mittel als einmaliges Darlehen in Form einer rückzahlbaren Zuwendung zur Verfügung zu stellen. In Verbindung mit der Gewährung einer zinsfreien Zeit bis mindesten 31.12.2030 und der Vereinbarung eines Rückzahlungsplans wird somit die Zukunft des Musiktheaters Papageno gesichert und den Betreibern die Möglichkeit gegeben, das Darlehen über die Gesamtlaufzeit hinweg durch Spendenaufkommen und Einnahmen aus Benefizveranstaltungen o. ä. zu tilgen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 24. April 2025 brachte BFF-BIG diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 05.06.2025 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, CDU, SPD, FDP und Linke gegen BFF (= Annahme) zu 2. Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, Linke, FDP, AfD, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen CDU (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 1243) sowie BFF-BIG (= Annahme) zu 2. GRÜNE, SPD, FDP, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen CDU und AfD (= Annahme), Linke (= Ablehnung) sowie BFF-BIG (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 1214) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION und Stadtv. Bäppler-Wolf (NR 1214 und NR 1243 = Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, Linke, FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und Stadtv. Bäppler-Wolf gegen CDU (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 1243), BFF-BIG (= Annahme) sowie Gartenpartei (= Prüfung und Berichterstattung) zu 2. GRÜNE, SPD, FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF und Gartenpartei gegen CDU und AfD (= Annahme), Linke, FRAKTION und Bäppler-Wolf (= Ablehnung) sowie BFF-BIG (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 1214)