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Reform Frankfurt-Pass: Mehr Menschen entlasten

Vorlagentyp: NRLINKE
3 SitzungenAbgelehnt

Zusammenfassung

Der Antrag sieht vor, die Einkommensgrenzen für den Frankfurt-Pass zu erhöhen und dynamisch an die Lebenshaltungskosten anzupassen. Dies ist notwendig, um den sozialen Bedürfnissen der Frankfurter Bevölkerung besser gerecht zu werden und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

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Antrag

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

  1. Die Einkommensgrenze steigt für einen Ein-Personen-Haushalt auf 1500 Euro/netto. Für jede weitere im Haushalt lebende Person über 14 Jahre erhöht sich diese Grenze um das 0,5-fache und um das 0,3-fache für jede weitere Person bis zu 14 Jahren.
  2. Es gibt eine Dynamisierung der Einkommensgrenze. Dabei steigt die Einkommensgrenze jeweils zum 1. Januar eines Jahres analog zum Verbraucherpreisindex.

Begründung

Mit dem Frankfurt-Pass können Menschen mit geringem Einkommen ermäßigt oder kostenfrei einige soziale und kulturelle Leistungen in Anspruch nehmen. Trotz immer weiter steigender Lebenshaltungskosten und Preissteigerungen wurden die Einkommensgrenzen für den Frankfurt-Pass seit Jahren nicht angepasst und gehen so an der sozialen Realität vieler Menschen in Frankfurt völlig vorbei. Die Anpassung der Einkommensgrenzen ist angesichts der steigenden Lebenshaltungskosten in Frankfurt am Main und der konstanten Inflation dringend geboten und muss schnellstmöglich umgesetzt werden.

Ein Haushalt gilt dann als armutsgefährdet, wenn das monatlich vorhandene Netto-Einkommen unter der Armutsgefährdungsschwelle liegt. Dies trifft auf mehr als ein Fünftel der Frankfurter Bevölkerung zu, die nach einer Sonderauswertung des Mikrozensus im Jahr 2023 lediglich ein Nettoeinkommen von höchstens 60 Prozent des mittleren Nettoeinkommens in Frankfurt hatten. Viele von ihnen erhalten jedoch aktuell nicht den Frankfurt-Pass, da die Einkommensgrenzen viel zu niedrig sind.

Um die Einkommensgrenzen automatisch der Lebensrealität der Frankfurter*innen anzupassen, müssen diese zum Anfang des Jahres auf Basis der Armutsgefährdungsschwelle und der Veränderungen des Verbraucherpreisindexes neu berechnet und angepasst werden.

Mit der Erhöhung und Dynamisierung der Einkommensgrenze des Frankfurt-Passes können mehr Frankfurter*innen mit niedrigem Einkommen am gesellschaftlichen Leben teilhaben.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt

Der Weg dieser Vorlage

Am 11. Oktober 2024 brachte Linke diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 12.12.2024 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf3 Beratungen
Ausschusses für Soziales und Gesundheit
Sitzung 30 · 31.10.2024
TO I, TOP 13
Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage NR 1021 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDFDPVolt
Ablehnung:
CDULinkeAfDÖkoLinX-ELFFRAKTIONBFF-BIG
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, Linke, AfD, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und BFF-BIG (= Beratung)

Ausschusses für Soziales und Gesundheit
Sitzung 31 · 28.11.2024
TO I, TOP 8
Abgelehnt
Die Vorlage NR 1021 wird im Rahmen der Vorlage M 159 abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDFDPVolt
Ablehnung:
CDUAfDLinkeÖkoLinX-ELFFRAKTIONBFF-BIG
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU und AfD (= Ablehnung ohne Zusatz) sowie Linke und ÖkoLinX-ELF (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION und BFF-BIG (= Annahme)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 36 · 12.12.2024
TO II, TOP 3
Abgelehnt
Die Vorlage NR 1021 wird im Rahmen der Vorlage M 159 abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDFDPVolt
Ablehnung:
CDUAfDLinkeÖkoLinX-ELFFRAKTIONBFF-BIG
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU und AfD (= Ablehnung ohne Zusatz) sowie Linke, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und BFF-BIG (= Annahme)

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