Mobile Ausländerbehörde - Beratung und Unterstützung in Unterkünften für Geflüchtete
Zusammenfassung
Die KAV fordert die Einführung einer mobilen Ausländerbehörde, um in Unterkünften für Flüchtlinge regelmäßige Beratungs- und Informationsangebote bereitzustellen. Dies soll die Kommunikation und den Zeitaufwand für die Betroffenen erheblich verbessern und lange Wartezeiten sowie Missverständnisse umgehen. Die Umsetzung wird als notwendig erachtet, um den Herausforderungen der Flüchtlinge besser gerecht zu werden.
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Thema Gesundheit und Soziales verfolgenAnregung
Der Magistrat wird beauftragt, zu prüfen und zu berichten, inwieweit die Ausländerbehörde in Unterkünften für Geflüchtete regelmäßig Beratungs- und Informationstermine anbieten kann. Ziel ist es, die Kommunikation sowie den Zeitaufwand für die Betroffenen wesentlich zu verbessern. Dieses Modell könnte lange Wartezeiten erheblich reduzieren und Missverständnisse direkt vor Ort klären.
Eine gesicherte Aufenthaltserlaubnis ist essenziell, da sie die Grundlage für einen gültigen Arbeitsvertrag darstellt. Läuft der Aufenthaltstitel ab, ist der Arbeitgeber verpflichtet, die betroffene Person zu entlassen, was für alle Beteiligten schwerwiegende Folgen hat.
Begründung
Die Ausländerbehörde steht regelmäßig im Fokus der Medien, insbesondere seit der Pandemie. Doch trotz des erhöhten Bedarfs hat sich die Situation nicht verbessert. Zum Vergleich: Das Bürgeramt bietet beispielsweise zweimal wöchentlich offene Sprechstunden ohne Terminvereinbarung an. Eine solche Regelung fehlt bei der Ausländerbehörde vollständig. Geflüchtete stehen vor enormen Herausforderungen: Es gibt keine offenen Sprechstunden. Online-Terminvergaben sind oft nicht möglich, und vor Ort werden sie häufig von Sicherheitskräften abgewiesen. Schriftlich vereinbarte Termine scheitern beispielsweise an nicht funktionierenden QR-Codes, wodurch Betroffene nach monatelanger Wartezeit erneut einen Termin beantragen müssen. Es gibt weder eine telefonische Hotline noch klare Ansprechpartner. Das Ergebnis: Die Betroffenen können ihre Aufenthaltsgenehmigung oft nicht rechtzeitig verlängern, obwohl sie sich rechtzeitig darum bemühen. Dies führt zu gravierenden Konsequenzen wie Jobverlust, Verlust der Wohnung und weiteren aufenthaltsrechtlichen Problemen. Eine mobile Ausländerbehörde mit Beratungsangeboten in den Unterkünften könnte die Bearbeitungszeit verkürzen und den Betroffenen den Zugang zu wichtigen Dienstleistungen erheblich erleichtern.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV). Er wird in den zuständigen Ausschüssen behandelt und kann übernommen, abgelehnt oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen werden.
- 1KAV bringt Anregung ein
- 2Ausschüsse beraten
- 3ggf. Prüfung durch den Magistrat
Frist: 3 Monate bei Überweisung
Der Weg dieser Vorlage
Am 10. Februar 2025 brachte die Kommunale Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) diese Anregung ein. In 9 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 05.06.2025 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
Beratungsverlauf9 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, Linke und FRAKTION (= Beratung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und FRAKTION (= Beratung); Linke (= Enthaltung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, BFF-BIG, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION (= Beratung); Linke (= Enthaltung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Volt und FRAKTION gegen CDU (= Beratung); Linke, BFF-BIG und AfD (= Enthaltung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, Linke, BFF-BIG, AfD, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION (= Beratung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Volt und FRAKTION gegen CDU (= Beratung); Linke, BFF-BIG und AfD (= Enthaltung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Volt und FRAKTION gegen CDU und Linke (= Annahme) sowie BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung mit Angabe der Kosten) Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD und Stadtv. Bäppler-Wolf (= Ablehnung) ÖkoLinX-ELF (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, AfD und Volt gegen CDU, Linke und FRAKTION (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung mit Angabe der Kosten) ÖkoLinX-ELF (= vereinfachtes Verfahren) IBF und Stadtv. Yilmaz (= Annahme) Stadtv. Bäppler-Wolf (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, AfD, Volt, FRAKTION und Stadtv. Bäppler-Wolf gegen CDU, Linke, ÖkoLinX-ELF, IBF, Gartenpartei und Stadtv. Yilmaz (= Annahme) sowie BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung mit Angabe der Kosten)