Auch aufgrund der Coronapandemie sind die Fallzahlen der häuuslichen Gewalt in den letzten Jahren weiter angestiegen. Wäuh
Zusammenfassung
Die Frage thematisiert die steigenden Fallzahlen häuslicher Gewalt, insbesondere während der Coronapandemie, und erkundigt sich nach den Maßnahmen zur Aufklärung und Prävention an Schulen und Jugendeinrichtungen. Ziel ist es, die Thematik zu enttabuisieren und betroffenen Kindern sowie Frauen aktiv Unterstützung anzubieten.
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Thema Kinder, Jugend und Familie verfolgenFrage an den Magistrat
Auch aufgrund der Coronapandemie sind die Fallzahlen der häuslichen Gewalt in den letzten Jahren weiter angestiegen. Während Frauen üblicherweise die Primäropfer sind, erfahren auch Kinder eine Form der sekundären Traumatisierung und wissen oftmals nicht, an wen sie sich mit ihren Sorgen und Ängsten wenden können.
Darum frage ich den Magistrat:
Inwiefern wird die Thematik zum Beispiel mithilfe von Aufklärungskampagnen bereits an Schulen sowie anderen Kinder- und Jugendeinrichtungen aufgegriffen, um so präventiv zu arbeiten, die Erfahrung der häuslichen Gewalt zu enttabuisieren und aktiv Hilfe und Unterstützung zu leisten?
Antwort des Magistrats
Nicht erst seit der Coronapandemie ist das Thema Häusliche Gewalt fest verankerter Baustein in den Kooperationstreffen des öffentlichen Trägers der Kinder- und Jugendhilfe. Der Magistrat, Jugend- und Sozialamt, wirkt in interdisziplinären Arbeitskreisen zum Thema "Häusliche Gewalt" mit. Kooperationspartner*innen sind unter anderem: Fachkräfte der Jugendhilfe, der Justiz, der Polizei, des Gesundheitswesens sowie der Frauenprojekte.
Im Rahmen der Präventionsarbeit finden unterjährig öffentliche Aktionen statt, welche zur Aufklärung und Enttabuisierung beitragen, an denen sich viele Institutionen und Verbände beteiligen. Hier sei zum Beispiel der "Orange Day", Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25.11., erwähnt. Der Arbeitskreis Internationaler Mädchentag, eine stadtweites Gremium, mit Vetreter*innen aus der Jugendarbeit - insbesondere der Mädchenarbeit, Jugendhilfe an Schule und Mädchenpolitik - organisiert gemeinsam mit Mädchen und jungen Frauen jährlich den Internationalen Mädchentag am 11. Oktober. Im Rahmen der Veranstaltung wird auf Rechte von Mädchen und junge Frauen hingewiesen, bestehende Benachteiligung angeprangert und auf die Straße getragen. Organisiert wird dies vom Frauenreferat der Stadt. Darüber hinaus organisiert ein breites Bündnis zum Internationalen Aktionstag ,,One billion rising" auch in Frankfurt eine Tanzdemonstration, um das Ausmaß von Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufzuzeigen und dagegen zu protestieren.
Fälle häuslicher Gewalt, bei denen Kinder in den betroffenen Familien leben, werden durch das Jugend- und Sozialamt immer unter dem Aspekt einer möglichen Kindeswohlgefährdung betrachtet. Gegebenenfalls werden den betroffenen Kindern und deren Familien konkrete Unterstützungsangebote unterbreitet.
Maßnahmen zur Gewaltprävention sind bereits an vielen Schulen regelhaft verortet. Im Falle häuslicher Gewalt stehen auch die Pädagog*innen der Jugendhilfe in der Schule betroffenen Schüler*innen zur Verfügung.
Sozialraumbezogen finden regelhafte Kooperationstreffen und Stadtteilarbeitskreise statt, in welchen Vertreter*innen der Sozialrathäuser, unter anderem mit Schulen und ansässigen Kinder- und Jugendeinrichtungen aktuelle Fragestellungen zum Kinderschutz aufgreifen und die gewonnenen Ergebnisse in die alltägliche Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen integrieren.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 7. Juli 2022 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.