Der Temperaturunterschied einer Fläche mit und ohne Begrünung ist im Sommer deutlich spürbar. Leider sind viele Pflanzen
Zusammenfassung
Es wird vorgeschlagen, den klassischen Grasrasen bei der Sanierung und Neuanlage von städtischen Rasenflächen durch Kleerasen zu ersetzen. Dies soll die ökologische Nachhaltigkeit fördern und die Wasserverfügbarkeit reduzieren. Erwartetes Ergebnis ist eine robustere Rasenfläche, die weniger Pflege benötigt und gleichzeitig Insekten Nahrung bietet.
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenFrage an den Magistrat
Der Temperaturunterschied einer Fläche mit und ohne Begrünung ist im Sommer deutlich spürbar. Leider sind viele Pflanzen, die als Standard gelten, sehr anfällig für Dürre. So zum Beispiel der klassische Grasrasen. Klee dagegen ist robuster, braucht weniger Wasser und bietet mit seinen Blüten gleichzeitig Nahrung für Bienen und andere Insekten. Ein kleiner Schritt, aber finanziell, ökologisch, nachhaltig eine bessere Alternative zum Grasrasen.
Ich frage daher den Magistrat:
Besteht die Möglichkeit, bei der Sanierung beziehungsweise Neuanlage von städtischen Rasenflächen den bisher üblichen Grasrasen durch Kleerasen zu ersetzen?
Antwort des Magistrats
Klee-Rasen, circa zehn Prozent Anteil Klee handelsüblich, kann in Einzelfällen eine Alternative zu reinen Grasrasenmischungen sein. Klee ist, wenn er gut angewachsen ist, resistenter gegen Trockenheit. In der Anwachsphase ist allerdings häufiges wässern notwendig. Gleichzeitig ist er pflegeleichter, aufgrund der Selbstversorgung der Pflanze mit Stickstoff und bietet damit eine ganzjährig grüne Optik. Eine regelmäßige Mahd ist allerdings notwendig.
Damit der Klee sich zur Bestandserhaltung durch Selbstaussaat regelmäßig vermehren kann, muss er die Möglichkeit zum Blühen haben und sollte nicht zu oft gemäht werden.
Die Kleeblüte zieht Insekten an. Damit ist die Verwendung von Kleerasen im Bereich von Kinderspielplätzen und als Spiel- und Liegewiese nicht geeignet. Ebenso ist Klee-Rasen wegen der Trittempfindlichkeit und der damit einhergehenden verringerten Belastbarkeit für Flächen mit hohem Nutzungsdruck nicht geeignet. Die Nutzung von Kleerasen ist aufgrund dieser Vorgaben nur vereinzelt möglich.
Der Magistrat bevorzugt die Etablierung von naturnahen standortgerechten Wiesenflächen, wie dies bereits in den letzten Jahren praktiziert wurde. Der Bestand an Wiesen beläuft sich mittlerweile auf rund 410 Hektar Fläche. Die Wiesen werden nicht gewässert.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 7. Juli 2022 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.