Im Stadtbild sind die Folgen der ersten Hitzewelle des Sommers bereits zu erkennen. An vielen Stellen haben Bäume sichtl
Zusammenfassung
Die Frage bezieht sich auf die Bewässerung von Bäumen im Stadtgebiet Frankfurt am Main, insbesondere in Anbetracht der Trockenheit und der Hitzewellen der letzten Jahre. Es wird nach dem Umfang der Bewässerung und bestehenden Programmen wie Baumpatenschaften gefragt, um die Pflege der Bäume zu unterstützen.
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenFrage an den Magistrat
Im Stadtbild sind die Folgen der ersten Hitzewelle des Sommers bereits zu erkennen. An vielen Stellen haben Bäume sichtlich mit Trockenheit und Wassermangel zu kämpfen, das Straßenbegleitgrün und Grünflächen sehen zunehmend verdorrt aus.
Darum frage ich den Magistrat:
In welchem Umfang werden Bäume im Stadtgebiet gewässert und gibt es Programme wie zum Beispiel Baumpatenschaften, die sich um die Bewässerung und Pflege der Bäume kümmern?
Antwort des Magistrats
Das Defizit der natürlichen Bewässerung, Regendefizit, der vergangenen Jahre, vor allem das der Hitzejahren 2018, 2019 und 2020, und der regenarmen Folgejahre bis 2022 kann für alle Grünanlagen und Straßenbäume durch eine städtische Bewässerungsinfrastruktur und -strategie nicht ausgeglichen werden. Die Bewässerung kann nur zur partiellen Unterstützung, insbesondere der Anwachsphase von Bäumen und Pflanzungen, dienen.
Neu gepflanzte Bäume werden in Frankfurt am Main in der Regel bis zum fünften Standjahr, an Extremstandorten zunehmend bis zum zehnten Standjahr, gewässert. Danach geht man davon aus, dass die Bäume ein ausreichendes Wurzelvolumen entwickelt haben, um auch Trockenphasen zu überstehen.
Strauch-, Stauden- und andere Pflanzungen werden in der Anwachsphase - bis circa zwei Jahre nach der Pflanzung - mit Wässerungen unterstützt. Naturnahe Wiesen, die wenig gemäht werden, werden nicht gewässert.
Als Reaktion auf die Hitzesommer 2018 bis 2020 hat das Grünflächenamt die Beschaffung von zusätzlichen Bewässerungsfahrzeugen in die Wege geleitet und zusätzliches Personal beantragt. Beides konnte bis zum jetzigen Zeitpunkt bereits zu großen Teilen umgesetzt werden. Zudem werden Fremdfirmen mit der Bewässerung von Baumpflanzungen beauftragt.
Im gesamten Stadtgebiet gibt es gut 500 Baumpatenschaften, bei denen sich Bürger*innen um einen oder zum Teil auch mehrere Bäume in ihrem Wohnumfeld kümmern. Eine Baumpatenschaft umfasst im Wesentlichen das Gießen des Baumes während der Vegetationsperiode, Reinigen der Baumscheibe und Melden von Schäden am Baum. Während der Patenschaft verbleibt der Baum zusätzlich in der städtischen Pflege, was auch bei Jungbäumen die Bewässerung beinhaltet.
Das Patenschaftsprogramm wurde mittels Pressemitteilungen und Flyern beworben. Weitere Informationen gibt es über die Homepage der Stadt Frankfurt: www.frankfurt.de/themen/umwelt-und-gruen/aktivitaeten/gaertnern/baum-beet-kuebel -patenschaften.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 7. Juli 2022 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.