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Der Frankfurter Stadtwald ist ein wichtiges Gut der Stadt. In den vergangenen Jahren ist er jedoch durch die heißen Somm

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Der Frankfurter Stadtwald ist stark durch die Klimakrise und heiße Sommer geschädigt. Der Magistrat plant Maßnahmen zur Aufforstung und Verbesserung der Waldgesundheit, um die Regenerationskraft der Bäume zu unterstützen und den Stadtwald als wichtigen Lebensraum zu erhalten.

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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgen

Frage an den Magistrat

Der Frankfurter Stadtwald ist ein wichtiges Gut der Stadt. In den vergangenen Jahren ist er jedoch durch die heißen Sommer immer schwerer in Mitleidenschaft gezogen worden. So sind laut Umweltdezernat 70 Prozent der Bäume mittelschwer bis schwer beschädigt.

Ich frage daher den Magistrat:

Welche Anstrengungen zur Verbesserung der Situation wurden in den letzten Monaten unternommen, und wie bereitet man sich auf den kommenden Sommer vor?

Antwort des Magistrats

Der Frankfurter Stadtwald feierte gerade sein 650. Jubiläum. Frankfurt besitzt mit seinem Stadtforst ein einzigartiges Kultur- und Naturgut, das es zu schützen gilt. Der Stadtwald im Süden Frankfurts macht einen Großteil des Grüngürtels aus, der sich um unsere Stadt zieht. Er ist die grüne Lunge und wichtiger Lebensraum. 250 Kilometer Waldwege laden zum Besuch eines der größten städtischen Naherholungsgebiete in Deutschland ein. Wenn der von der Klimadezernentin geprägte Begriff "Enkelfähigkeit" eine Bedeutung hat, dann im Zusammenhang mit dem Stadtwald. Er muss vor Flächenfraß und den Folgen des Klimawandels geschützt werden.

Der Wald hat schon manche Krise hinter sich - aber keine ist so bedrohlich wie die aktuelle Klimakrise. Der Wald steht massiv unter Stress. Alle drei Hauptbaumarten im Stadtwald - Buche, Kiefer und Eiche - sind stark geschädigt oder sterben ab. Wie lange die Regenerationskraft der Bäume noch ausreicht, um den auch in diesem Jahr wieder viel zu trockenen Witterungsbedingungen Stand zu halten, ist ungewiss. Neben der weltweiten Bekämpfung des Klimawandels handelt der Frankfurter Magistrat daher auch konsequent lokal.

Geschädigte Waldbestände werden im Frankfurter Stadtwald wiederaufgeforstet. Dabei wurden sowohl bislang wenig im Stadtwald vorkommende heimische Baumarten, zum Beispiel Winterlinde, Elsbeere, Esskastanie, als auch nicht- heimische Baumarten, zum Beispiel Schwarzkiefer, Libanon-Zeder, gepflanzt. Wichtig ist bei allen Maßnahmen, dass weiterhin Mischbestände mit einem hohen Laubholzanteil begründet werden. Dies wurde bereits in den 1980er-Jahren im Stadtwald mit der Unterpflanzung von Eichen und Buchen unter Kiefern begonnen. Mischwälder sind eine wichtige Voraussetzung zur Schaffung stabiler, klimaresistenter Wälder.

Darüber hinaus werden verschiedene Pflanz- und Saatverfahren angewendet, die den jungen Pflanzen eine bessere Starthilfe beim Anwuchs auf trockenen Böden ermöglichen. Als Beispiel sei die Tränkung der Wurzeln in Wurzelgel, die Anpflanzung in sogenannten Pflanzballen mit hohem Wasserhaltevermögen, die Thermobehandlung der Saat und Einlagerung über Winter sowie die Erprobung von zertifizierten Herkünften von trockenen Standorten genannt.

Das Stadtwaldjubiläumsjahr 2022 bietet mit seinem Programm zahlreiche Möglichkeiten, sich über den Zustand des Stadtforsts und den Anstrengungen unserer engagierten Mitarbeitenden, dem Klimawandel entgegenzuwirken, zu informieren.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 2. Juni 2022 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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