Frankfurt hat 17 Partnerstädte auf vier Kontinenten. Austauschprogramme, wirtschaftliche und gerade auch kulturelle Koop
Zusammenfassung
Die Stadt Frankfurt plant, nach der Coronapandemie die Städtebeziehungen und den Austausch mit den Partnerstädten wieder zu intensivieren. Besonders der kulturelle Bereich, wie Museumskooperationen, könnte eine Vorreiterrolle einnehmen, um neue kreative Impulse zu setzen. Ziel ist es, die kulturelle Zusammenarbeit zu revitalisieren und die Städtepartnerschaften zu stärken.
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Thema Kultur verfolgenFrage an den Magistrat
Frankfurt hat 17 Partnerstädte auf vier Kontinenten. Austauschprogramme, wirtschaftliche und gerade auch kulturelle Kooperationen werden von der Stadt Frankfurt ideell und oft finanziell gefördert. Leider hat durch die Coronapandemie die Intensität der Begegnungen und des Austauschs zwischen den Städten gelitten.
Daher frage ich den Magistrat:
Inwieweit soll nach der Pandemie ein Neustart der Städtebeziehungen beziehungsweise ein konstant hohes Austauschniveau erreicht werden, und könnte hier der kulturelle Bereich, zum Beispiel durch Museumskooperationen, eine Vorreiterrolle für neue kreative transnationale Impulse sein?
Antwort des Magistrats
Bereits während der Pandemie wurde der Austausch in begrenztem Umfang fortgesetzt. Zum einen geschah dies in virtueller Form, beispielsweise durch Onlinekonferenzen und regelmäßige E-Mail-Korrespondenz, zum anderen durch persönliche Kontakte und Veranstaltungen in Präsenz, sobald zwischenzeitliche Lockerungen es zuließen. Hierdurch blieb die Basis für ein gewisses Austausch-Niveau erhalten und konnte durch die Entwicklung neuer Projekte oder ggf. durch Beibehaltung der virtuellen Austausche neben den klassischen Austauschen noch erweitert werden.
Neben dem Schüler- und Vereinsaustausch spielt der kulturelle Austausch eine wichtige Rolle in der Belebung von Städtepartnerschaften. Generell stellen jedoch die finanziellen Anforderungen dabei eine große Herausforderung für die Städte dar, insbesondere für Städte, die von den Folgen der Pandemie sehr stark betroffen waren und eventuell größere Verluste von Teilen ihrer Kulturlandschaft erleiden mussten. Hier besteht jedoch auch eine Chance, durch Austauschprojekte zumindest Teilbereiche der Kultur in den Partnerstädten wiederzubeleben und Impulse zu geben. Ein neuer Weg, der dabei seit einigen Jahren in der Zusammenarbeit mit den Partnerstädten beschritten wird, ist die multilaterale Kooperation. Dies beinhaltet beispielsweise trilaterale oder im Rahmen von internationalen Städtenetzwerken auch solche mit fünf oder mehr Partnern. Die Möglichkeiten einer Vorreiterrolle hängen jedoch wie beschrieben von den finanziellen Möglichkeiten aller Beteiligten und dem Engagement der jeweiligen Partnerstadt ab.
Als ein herausragendes Beispiel für eine Kooperation, die sich trotz der Coronapandemie stringent weiterentwickelte, sei die Zusammenarbeit der Partnerstädte Tel Aviv-Yafo und Frankfurt am Main in Bereich der Bewahrung des architektonischen Erbes der Moderne zu nennen. Mitten in der Hochphase der Pandemie wurde im Rahmen des Online-Symposiums "Kontext, Kontrast, Kontinuität - Erhalt des kulturellen Erbes und Stadtentwicklung" ein "Memorandum of Understanding" unterzeichnet, in dem sich beide Städte zu einer intensiven Kooperation im Bereich der Architektur der Moderne bekennen.
Zuletzt schenkte die Stadt Frankfurt der Stadt Tel Aviv-Yafo anlässlich des 40-jährige Jubiläums der Städtepartnerschaft eine original "Frankfurter Küche", den historischen und in Frankfurt entwickelten Prototyp der heutigen Einbauküche. Dieses historische Ausstellungsobjekt wurde von der Frankfurter ernst-may-gesellschaft e. V. restauriert und im Oktober 2022 im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im Max-Liebling-Haus in Tel Aviv-Yafo eingeweiht.
Für Herbst 2022 ist ein weiteres Symposium in Frankfurt geplant. Ein vorbereitender Workshop mit Gästen aus Tel Aviv fand vom
8. bis 10. Mai unter Federführung der Dezernate III und VII in Frankfurt statt.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 5. Mai 2022 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.