Medienberichten zufolge, FR vom 01.02.: „Corona in Frankfurt: So arbeitet das Gesundheitsamt“, haben Probleme mit der bu
Zusammenfassung
Die Digitalisierung der Prozesse im Bereich des Gesundheitswesens soll verbessert werden, um den Aufwand bei der Datenerfassung während einer Pandemie zu verringern. Es wird eine grundlegende Überarbeitung des digitalen Meldeprozesses gefordert, um effizientere Arbeitsabläufe zu schaffen.
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Thema Gesundheit und Soziales verfolgenFrage an den Magistrat
Medienberichten zufolge, FR vom 01.02.: "Corona in Frankfurt: So arbeitet das Gesundheitsamt", haben Probleme mit der bundesweit eingesetzten Software "SurvNet" bei der Erfassung von COVID-19-Infektionen im Januar zu einem massiven Mehraufwand für die Mitarbeiter*innen im Gesundheitsamt geführt.
Vor diesem Hintergrund frage ich den Magistrat, welche Schritte auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene noch gegangen werden müssen oder bereits gegangen wurden, damit die Digitalisierung der Prozesse im Bereich der Gesundheit erfolgreich umgesetzt wird und so effiziente Arbeitsprozesse entstehen, die zum Beispiel im Fall einer Pandemie den Aufwand bei der Datenerfassung verringern und so eine bessere inhaltliche Bearbeitung ermöglichen.
Antwort des Magistrats
Das Thema Digitalisierung im Bereich Öffentlicher Gesundheitsdienst ist ausgesprochen umfangreich und in der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit im Rahmen der Fragestunde nicht umfassend zu beantworten. Gesundheitsämter sind in der digitalen Kette nur ein Teil eines Verbunds, der für einen reibungslosen und vollständigen Datenfluss notwendig ist. Beispielhaft werden daher die genannten Prozesse anhand der Software SurvNet dargestellt:
Bei SurvNet handelt es sich um eine Software des Robert-Koch-Institutes. Probleme in der Meldekette wie an der Software SurvNet, im Artikel deutlich geworden, betreffen leider alle Beteiligten der digitalen Fallübermittlung über verschiedene föderale Ebenen hinweg, da die Software SurvNet zur Meldung verpflichtend ist, um als Gesundheitsamt Fall-Daten an das RKI zu übermitteln. Dies ist unabhängig davon, welche Fachanwendung zur Bearbeitung von Falldaten im Gesundheitsamt verwendet wird - sei es die Software SurvNet wie in Frankfurt oder SORMAS oder andere Systeme.
Zur Behebung dieser Probleme wäre eine grundlegende Überarbeitung des digitalen Meldeprozesses dringend notwendig. Wünschenswert sind unter anderem offene Standards und definierte Schnittstellen, die von allen Beteiligten auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene entsprechend zur Übermittlung von Fallinformationen automatisiert befüllt werden können, sobald ein Fall einer Referenzdefinition entspricht. Die Aufgabe dazu liegt prinzipiell beim RKI und dem Bundesgesundheitsministerium, Gesundheitsämter wie das in Frankfurt stehen aber gerne bei der Überarbeitung des digitalen Meldeprozesses mit Praxiserfahrung unterstützend zur Verfügung.
Um die Fallbearbeitung auf Seiten der Stadt Frankfurt zu vereinfachen und besser auf das vorhandene Personal zu verteilen, hat das Gesundheitsamt eigenständig eine digitale Fallmappe als Erweiterung zu SurvNet aufgebaut, um ortsunabhängig die Vielzahl der resultierenden Unteraufgaben aus hohen Fallzahlen effizient abarbeiten zu können.
In Folge der im Artikel genannten aufgetretenen Probleme mit der Software SurvNet zur Erfassung der COVID-19-Infektionen wurden, unter Beachtung sämtlicher sicherheitsrelevanter und betrieblicher Anforderungen, innerhalb kürzester Zeit entsprechende Systeme für bis zu 300 gleichzeitige Arbeitsplätze durch das Amt für Informations- und Kommunikationstechnik bereitgestellt.
Bereits vor einigen Jahren hatte das Gesundheitsamt Frankfurt begonnen, grundlegende Analysen der bestehenden Arbeitsprozesse und Vorschläge zur Digitalisierung der Arbeitsprozesse zu erarbeiten. Diese Initiative wurde in den letzten Monaten wieder aufgegriffen, um hier richtungsweisende Weichen in die Zukunft zu stellen. Entscheidend ist, dass künftige Anwendungen idealerweise keine singulären Lösungen für einzelne Kommunen oder Kreise sind, sondern dass über Kooperationen bereits in der Entwicklungsphase möglichst breite Einbeziehung weiterer Anwender ermöglicht wird.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 17. Februar 2022 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.