Die Vielfältigkeit der Frankfurter Stadtgesellschaft zeichnet sich unter anderem auch durch zahlreiche unterschiedliche
Zusammenfassung
Die Frage zielt darauf ab, den institutionellen Austausch zwischen verschiedenen Religionsgemeinschaften in Frankfurt zu ermitteln und zu klären, welche Veranstaltungen zur Förderung des Zusammenkommens dieser Gemeinschaften bereits existieren. Das erwartete Ergebnis ist eine Übersicht über die aktiven Plattformen und deren Bedeutung für die Stadtgesellschaft.
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Thema Gesundheit und Soziales verfolgenFrage an den Magistrat
Die Vielfältigkeit der Frankfurter Stadtgesellschaft zeichnet sich unter anderem auch durch zahlreiche unterschiedliche Religionsgemeinschaften aus. Religionsgemeinschaften bieten häufig Orte, an denen Menschen Halt, Heimat und Rat finden. Der Einfluss der Gemeinden ist darum nicht zu unterschätzen, besonders dann nicht, wenn es um Fragen von Bildung und Integration geht.
Darum frage ich den Magistrat:
Zu welchen Gemeinschaften gibt es einen institutionalisierten Austausch, und welche Plattformen in Form von Messen, Festen, Events, Veranstaltungen und Ähnlichem werden bereits aktiv genutzt und gefördert, die den Sinn des Zusammenkommens von Religionsgemeinschaften haben?
Antwort des Magistrats
Die Frankfurter Stadtbevölkerung ist durch eine große Vielfalt religiöser Überzeugungen und spiritueller Praxis gekennzeichnet. In Frankfurt sind nicht nur alle Weltreligionen, sondern viele Glaubensrichtungen und ihre verschiedenen, zum Teil regionalen Ausprägungen vertreten. Die beste Übersicht zu Gemeinden, ihrer Geschichte und ihrem sozialen Alltag, bietet immer noch die Publikation des AmkA zu "Religionen der Welt in Frankfurt", 2003. Derzeit wird geprüft, inwiefern diese grundlegende Publikation aktualisiert und überarbeitet neu aufgelegt werden kann.
Das AmkA ist Ansprechpartnerin für alle Religionsgemeinschaften und Religionsgemeinden zu verschiedensten Themen und Fragestellungen. Die Kontaktarbeit geschieht direkt sowie über Verbände, Arbeitskreise oder Koordinierungsräte in denen die circa 300 Gemeinden in verschiedener Weise organisiert sind. Ein wichtiger Kontakt ist der Frankfurter Rat der Religionen. Daneben bestehen weitere lokale Zusammenschlüsse, ökumenische und interreligiöse Arbeitskreise.
Wichtige Kontakte sind auch die theologischen sowie religionswissenschaftlichen Fachbereiche der Frankfurter Hochschulen. Im weiteren Umfeld sind als wichtige Kontakte und Projektpartnerinnen auch karitative Einrichtungen religiöser Wohlfahrtspflege sowie Bildungseinrichtungen in religiöser Trägerschaft zu nennen. Zu allen diesen Gruppen bestehen unterschiedliche anlassbezogene Kontakte aufgrund von politischen Anfragen, Kooperationsanfragen, Förderanfragen, bei Bauvorhaben, Bestattungen, Veranstaltungen, Raumanfragen. Zu berücksichtigen ist stets, dass der gelebte Alltag der Bevölkerung, ihre religiösen Praktiken und auch ihr religiöses Selbstverständnis mit den organisierten Formen des Gemeindelebens nicht deckungsgleich ist. Der jährliche Tag der Religionen im Römer, die Würdigung religiöser Feiertage - durch Grußworte, Besuche oder zum Beispiel durch ein städtisches Iftar - sind öffentliche städtische Anlässe.
Im Jahreskalender des AmkA sind religiöse Feiertage berücksichtigt und jedes Jahr Religionsgemeinden abgebildet. Viele Religionsgemeinden nutzen für Veranstaltungen Räumlichkeiten des stadtRAUMfrankfurt. In den letzten Jahren ist stadtweit zu beobachten, dass mehr städtische Förderungen auch an Gemeinden für Bildungs-, Kultur-, und Sozialprojekte gingen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 20. Januar 2022 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.