Die Impfkampagne gegen das Coronavirus ist davon abhängig, dass sich viele Ärztinnen und Ärzte dazu bereit erklären, Tät
Zusammenfassung
Die Frage bezieht sich auf die Höhe der durchschnittlichen Impfhonorare für Ärztinnen und Ärzte in Frankfurt am Main. Es wird erwartet, dass die Antwort des Magistrats Informationen über die Vergütung und die zugrunde liegenden Tarifverträge liefert.
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Thema Gesundheit und Soziales verfolgenFrage an den Magistrat
Die Impfkampagne gegen das Coronavirus ist davon abhängig, dass sich viele Ärztinnen und Ärzte dazu bereit erklären, Tätigkeiten zum Beispiel in den Impfzentren oder bei mobilen Impfangeboten zu übernehmen. Hierfür erhalten sie ein Honorar. Ich frage den Magistrat: Wie hoch sind die durchschnittlichen Impfhonorare, die in Frankfurt am Main an Ärztinnen und Ärzte gezahlt werden?
Antwort des Magistrats
Grundlage für die Vergütung auch bei Ärzt*innen im Impfzentrum Frankfurt ist zunächst der aktuelle DRK-Tarifvertrag.
Zur Erläuterung:
Die vom Land Hessen vorgeschlagenen Stundensätze von 50 Euro für medizinisches Fachpersonal sind Höchstwerte und bilden die Personalkosten inkl. aller Nebenkosten ab. Das DRK hat mit der Stadt Frankfurt vertraglich vereinbart, dass nur die tatsächlichen Selbstkosten abgerechnet werden, keine Pauschalbeträge.
Beispiel:
Eine examinierte Kraft, zum Beispiel Notfallsanitäter*in, wird nach dem DRK-Reformtarifvertrag in der Entgeltgruppe 9/c eingruppiert. Als Basis wird hier jeweils die Erfahrungsstufe 3 angenommen. Hinzu kommen: Sozialversicherungsbeiträge, Lohnsteuer, Zuschläge für Sonn- und Feiertage, Personalabrechnung, Dienstkleidung, Wäsche, Tarifsteigerung, Umlage Betriebsrat und ein Risikoaufschlag von 1,5 Prozent sowie das komplette Ausfallmanagement für Krankheit und Urlaub. Daraus ergibt sich aus der Kalkulation vom DRK ein Aufschlag von circa 80 Prozent auf den Stundensatz, der unter dem Stundenwert von 50 Euro liegt.
Impfärzt*innen:
Impfärzt*innen werden je nach Vorqualifikation in der EG 13/14 eingruppiert. Zusätzlich zu den oben genanntenKosten fallen individuelle Haftpflichtversicherungen an. Diese Vertragsart gilt für Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigte. Auch bei der Eingruppierung der Ärzt*innen hat das DRK immer die gesamte Belegschaft im Blick. Ärzt*innen, die sich als sogenannte kurzfristig Beschäftigte tageweise im Impfzentrum engagieren möchten, erhalten je nach Qualifikation zwischen 100 Euro und 110 Euro pro Stunde.
Das DRK hat bewusst keine Honorarverträge geschlossen, da diese nach deren Verständnis aktuell nicht rechtssicher umzusetzen sind.
Die ursprünglichen Beträge beziehen sich auf Empfehlungen und Richtwerte beispielsweise der Bundesärztekammer aus 2020.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 20. Januar 2022 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.