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Am 03.01.2025 berichtete die FNP, dass die IHK Frankfurt mehr Flächen für Rechenzentren fordere. Nur so könne der Stando

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Gegenstand der Frage ist die Kritik der IHK Frankfurt am Rechenzentrenkonzept der Stadt Frankfurt, das als investitionshemmend angesehen wird. Der Magistrat beschreibt seine Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Gewerbeflächenentwicklungsprogramms und erläutert, dass die Rechenzentren in Frankfurt gezielt gesteuert und entwickelt werden sollen, wobei Energieversorgung eine zentrale Rolle spielt.

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Frage an den Magistrat

vom 22.01.2026, F 3796 Am 03.01.2025 berichtete die FNP, dass die IHK Frankfurt mehr Flächen für Rechenzentren fordere. Nur so könne der Standort Frankfurt/Rhein-Main laut IHK-Präsident Caspar "seine Vorreiterrolle bei digitalen, zukunftsweisenden Technologien sichern und seine Position als europäische Digitalisierungshauptstadt weiter ausbauen". Das Rechenzentrenkonzept der Stadt Frankfurt, das den Bau der Data Center räumlich begrenzt, sei investitionshemmend. Außerdem werbe Caspar für den Abbau restriktiver Vorgaben. Ich frage den Magistrat: Inwiefern teilt der Magistrat die Kritik, dass das Rechenzentrenkonzept der Stadt Frankfurt investitionshemmend sei?

Antwort des Magistrats

Um Frankfurt am Main als Wirtschaftsstandort weiterzuentwickeln, hat der Magistrat das Gewerbeflächenentwicklungsprogramm, GEP, im Jahr 2021 fortgeschrieben und 2022 aktualisiert. Die Ziele des GEP orientieren sich an den Leitlinien des Räumlich-funktionalen Entwicklungskonzepts Gewerbe, RfEk, im Rahmen des Masterplans Industrie. Im Zuge der Aktualisierung wurden erstmals Eignungsgebiete für die Ansiedlung von Rechenzentren - "Dataparks" - definiert, in denen Rechenzentren grundsätzlich zulässig sind. Ergänzend wurden eingeschränkte Eignungsgebiete festgelegt, in denen Rechenzentren nur unter bestimmten Voraussetzungen realisiert werden können, sowie Ausschlussgebiete, in denen unternehmensunabhängige Rechenzentren grundsätzlich nicht vorgesehen sind. Ziel ist eine gesamtstädtische, konzeptionell fundierte Steuerung der Rechenzentrumsentwicklung bei gleichzeitiger Sicherung eines ausreichenden und bezahlbaren Flächenangebots für gewerblich-produzierende Betriebe, die auf Industrie- oder Gewerbegebiete angewiesen sind. Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung von Rechenzentren als Treiber der digitalen Transformation bei zugleich ambivalenten lokalen Auswirkungen haben Wirtschaftsförderung Frankfurt, Hessen Trade & Invest, der Regionalverband FrankfurtRheinMain und das Stadtplanungsamt gemeinsam eine Studie zu den regionalökonomischen Wirkungszusammenhängen sowie zu den wirtschaftlichen und fiskalischen Effekten von Rechenzentren beauftragt. Die Studie "Rechenzentren in Frankfurt am Main und der Region. Standort- und regionalökonomische Wirkungszusammenhänge", die im Dezember 2025 veröffentlicht wurde, zeigt, dass sich Rechenzentren in Frankfurt an 55 Standorten auf rund 63 Hektar Fläche erstrecken. Trotz der führenden Rolle Frankfurts in Europa - unter anderem durch den Internetknoten DE-CIX - stellt die Rechenzentrumsbranche gemessen an ihren regionalökonomischen Effekten eine vergleichsweise kleine Branche dar. Gleichzeitig sind die Anforderungen an die Standorte hoch, wobei die Verfügbarkeit einer ausreichenden Energieversorgung ein zentrales Kriterium ist. Nach Kenntnis des Magistrats wird diese in den kommenden Jahren nicht in ausreichendem Umfang für weitere Rechenzentren zur Verfügung stehen. Parallel dazu verzeichnet die Netzdienste Rhein-Main GmbH, NRM, eine Tochtergesellschaft der Mainova AG, ein hohes Aufkommen an Netzanschlussanfragen von Rechenzentrumsbetreibern. Mainova und NRM haben auf die steigende Nachfrage reagiert und erweitern die Stromnetzkapazitäten in Frankfurt schrittweise in mehreren Ausbaustufen gemeinsam mit den vorgelagerten Netzbetreibern. Aufgrund von Verzögerungen im vorgelagerten Netz, insbesondere durch die spätere Inbetriebnahme des neuen Umspannwerks Eschborn, steht die zusätzliche Leistung jedoch später als ursprünglich geplant zur Verfügung. Infolgedessen verschiebt sich derzeit auch der Zeitpunkt, ab dem weitere große Rechenzentren an das Frankfurter Stromnetz angeschlossen werden können. Mainova und NRM stehen hierzu in engem Austausch mit dem vorgelagerten Netzbetreiber, um die Auswirkungen der Verzögerungen möglichst zu begrenzen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 22. Januar 2026 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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