Mit Beschluss § 4994 vom 11.07.2024 haben die Stadtverordneten mit dem Etatantrag E 64 den Magistrat damit beauftragt, e
Zusammenfassung
In der Anfrage wird gefragt, mit welchem Ergebnis der Magistrat den Beschluss zur Erstellung einer Machbarkeitsstudie für einen wassergebundenen Linienverkehr auf dem Main umgesetzt hat und warum eine solche Studie eventuell noch nicht vorliegt. Der Magistrat teilt mit, dass die Idee eines wassergebundenen ÖPNV mehrfach geprüft wurde, jedoch aufgrund geringer Fahrgastzahlen, hoher Betriebskosten und unzureichender Anbindungen als ungünstig angesehen wird.
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Thema Öffentlicher Nahverkehr und neue Mobilität verfolgenFrage an den Magistrat
vom 22.01.2026, F 3766 Mit Beschluss § 4994 vom 11.07.2024 haben die Stadtverordneten mit dem Etatantrag E 64 den Magistrat damit beauftragt, eine Machbarkeitsstudie für die Etablierung eines wassergebundenen Linienverkehrs auf dem Main zwischen den Schleusen Griesheim und Offenbach zu erstellen. Während ein entsprechendes Ergebnis hierzu vom Magistrat bis dato noch nicht vorgelegt wurde, ließ Stadtrat Wolfgang Siefert, GRÜNE, in der Sitzung des Mobilitätsausschusses vom 19.01.2026 verlauten, ein ÖPNV auf dem Main würde keinen Sinn machen und das Thema sei vom Tisch. Ich frage den Magistrat: Mit welchem Ergebnis wurde der Beschluss der Stadtverordneten vom 11.07.2024 durch den Magistrat umgesetzt, und falls die Studie noch nicht erstellt wurde, warum nicht?
Antwort des Magistrats
Der Bericht des Magistrats zur Umsetzung der Etatanträge zum Doppelhaushalt 2024/2025 steht noch aus. Im vorliegenden Fall kann mitgeteilt werden, dass die Idee eines wassergebundenen ÖPNV auf dem Main bereits mehrfach geprüft wurde, so zuletzt im Jahr 2024. Eine Verkehrsmodellierung von traffiQ untersuchte bereits einen 20-Minuten-Takt zwischen den Mainschleusen Griesheim und Offenbach mit zwölf Haltestellen an beiden Ufern. Dabei wurden in der Zahl nur etwa 500 Fahrgäste pro Tag prognostiziert, wie sie in ungefähr der Auslastung eines Quartierbusses entsprächen. Die Gründe liegen im fehlenden direkten Anschluss möglicher Anleger an das bestehende ÖPNV-Netz mit weiten Fußwegen zu den Haltestellen und in geringen Verkehrsbeziehungen entlang des Mainufers. Anders als in Hamburg oder Kiel, wo Fähren breite Wasserflächen überwinden und von Pendelnden genutzt werden, würde eine Flusstram in Frankfurt vor allem touristischen Zwecken dienen, während der Main im Innenstadtbereich bereits durch zahlreiche schienengebundene Verkehrsmittel gequert wird. Diesen geringen Fahrgastzahlen stünden ungerechtfertigt hohe Betriebskosten gegenüber. Zudem wäre ein Schiff erheblich langsamer als bestehende Verkehrsmittel: Die Fahrtzeit der S-Bahn beispielsweise von Mühlberg nach Griesheim beträgt nur 14 Minuten. Diese wäre von einem Schiff keinesfalls zu erreichen. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis eines wassergebundenen Linienverkehrs ist damit denkbar ungünstig.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 22. Januar 2026 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.