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Der Palmengarten war als Botanischer Garten oft die erste Naturerfahrung für alle Kinder. Der einfachste Weg, Naturzusam

Vorlagentyp: F
Beantwortet

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Frage an den Magistrat

Der Palmengarten war als Botanischer Garten oft die erste Naturerfahrung für alle Kinder. Der einfachste Weg, Naturzusammenhänge zu erleben, ungewöhnliche Pflanzen zu sehen und sich jetzt an den winterlichen Lichtinstallationen mit Tieren und Pflanzen zu erfreuen. Der Weg ist ihnen jetzt versperrt. Die Familienjahreskarte, zwei Erwachsene mit mehrere Kindern, kostete bis 2023 70 Euro. 2024 wurde die Familienjahreskarte abgeschafft. Wenn heute zwei Erwachsene mit mehreren Kinder in den Palmengarten gehen, zahlen sie 158 Euro - mehr als das Doppelte -, je 79 Euro für jeden der beiden Erwachsenen. Welche Familie mit geringem Einkommen kann sich das leisten? Der Eintritt sollte frei sein.

Wann wird wenigstens diese enorme Preissteigerung zurückgenommen?

Antwort des Magistrats

Stadträtin Tina Zapf-Rodriguez:

Sehr geehrte Frau Stadtverordnetenvorsteherin,

sehr geehrte Frau Stadtverordnete Ditfurth,

meine Damen und Herren!

Die Aktualisierung der Eintrittspreise für den Palmengarten war die erste Preisanpassung seit 2013. Eine Rücknahme ist nicht vorgesehen. Die Anpassung war notwendig, um den Betrieb des Palmengartens sowie die Qualität und Vielfalt des Programms dauerhaft zu sichern und gleichzeitig umfassende Entlastungen für Kinder, Jugendliche und einkommensschwächere Menschen zu gewährleisten.

Die allgemeinen Betriebs- und Unterhaltungskosten sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Besonders die stark erhöhten Energiepreise belasten den Betrieb der beheizten Schauhäuser im Palmengarten erheblich. Gleichzeitig hat der Palmengarten in den vergangenen fünf Jahren neue, attraktive Publikumsangebote geschaffen. Dazu gehört insbesondere das sehr beliebte, aber im Betrieb ressourcenintensive Blüten- und Schmetterlingshaus. Ebenso werden zahlreiche Feste und Schauwochen angeboten, die im regulären Eintrittspreis enthalten sind. Im Rahmen dessen werden viele kostenfreie Aktionen angeboten, die sich besonders an Kinder und Jugendliche richten. Zudem wurden mehrere, kostenintensive Modernisierungen an den Schauhäusern und im Freilandbereich vorgenommen, um das Angebot attraktiv, verkehrssicher und inklusiver zu gestalten.

Mit der Aktualisierung der Eintrittspreise im April 2024 wurde gleichzeitig ein klares sozialpolitisches Signal gesetzt: Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahren erhalten seitdem freien Eintritt - sowohl privat als auch mit ihren Schulklassen beziehungsweise Betreuungseinrichtungen. Damit wird der Zugang für junge Menschen und organisierte Gruppen deutlich erleichtert. Darüber hinaus erhalten Inhaber:innen des Frankfurt-Passes seit der Änderung der Preisstruktur komplett freien Eintritt. Inhaber:innen des Kulturpasses "Kultur für Alle e. V." erhalten für einen symbolischen Euro pro Jahr - das betrifft Erwachsene und Jugendliche - oder 50 Cent für Kinder bis 13 Jahre ebenfalls ein ganzes Jahr lang freien Eintritt. Der Kulturpass gilt für ein breites Spektrum verschiedener Kulturinstitutionen der Stadt Frankfurt am Main. Damit nimmt der Magistrat seine besondere Verantwortung gegenüber einkommensschwächeren Haushalten wahr. Ein weiteres vergünstigtes Angebot stellt der Naturpass dar, der für 110 Euro im Jahr für Erwachsene beziehungsweise 50 Euro für Kinder gleichzeitig den Eintritt in die drei großen umweltpädagogischen Einrichtungen in Frankfurt am Main - Palmengarten, Senckenberg Naturmuseum und Zoologischer Garten - umfasst. Das ist ein besonders günstiger Tarif für das breite und vielfältige Angebot dieser drei Einrichtungen.

Der Botanische Garten, der in unmittelbarer Nachbarschaft zum Palmengarten liegt, ist weiterhin konsequent kostenfrei zugänglich - seit März 2025 auch mit erweiterten Öffnungszeiten. Im bundesweiten Vergleich liegt der Palmengarten auch nach der Erhöhung weiterhin im Durchschnitt vergleichbarer Gärten in Deutschland. Aus der letzten Umfrage "Leben in Frankfurt 2024" ging zudem hervor, dass der Palmengarten einen Besucher:innenanteil von 61 Prozent unter den Frankfurter:innen hat. Das ist nicht nur der höchste Wert einer einzelnen Einrichtung, sondern auch mit einem Plus von 16 Prozent der größte Zuwachs gegenüber dem Vorjahr.

Stadtverordnetenvorsteherin

Hilime Arslaner:

Es gibt eine Zusatzfrage von Frau Ditfurth. Bitte schön!

Stadtverordnete Jutta Ditfurth, ÖkoLinX-ELF:

(Zusatzfrage)

Liebe Frau Zapf-Rodriguez, Sie haben Ihre Antwort wirklich runtergerattert und mit allem gefüllt, was an meiner Frage vorbeigeht. Ich könnte noch anfügen: In den Günthersburgpark kann man einfach so reingehen, in den Grüneburgpark auch. Das war alles nicht meine Frage, sondern die Konstellation, nach der ich gefragt habe, ist: zwei Erwachsene mit kleinen Kindern. Die kleinen Kinder gehen nicht alleine da rein und diese Konstellation hat sich mehr als doppelt verteuert. Sie kommen mit allen möglichen schönen Sachen, die verbessert wurden: mit Energiekosten, mit Blütenhaus, mit dieser und jener Installation - alles perfekt. Aber es beantwortet nicht die Frage, wie zwei erwachsene Menschen mit kleinen Kindern und geringem Einkommen, die keine anderen Zugänge zu irgendwelchen besonderen Sozialpässen oder anderem haben, sich den Palmengartenbesuch leisten können. Das haben Sie nicht gesagt.

Was ich nicht gerne möchte, der Palmengarten wird immer schicker, ist klar, mit Lichtinstallation und diesem und jenem. Wie wollen Sie sicherstellen, dass es künftig wieder möglich ist, dass Menschen mit geringem Einkommen mit kleinen Kindern in den Palmengarten kommen, zu Preisen, die sie sich leisten können. Ich möchte noch ergänzen:

(Zurufe)

Doch!

Das ist eine der Stellschrauben, mit der das Leben von Menschen mit wenig Geld ...

Stadtverordnetenvorsteherin

Hilime Arslaner:

Frau Ditfurth, kommen Sie bitte zu Ihrer Frage.

Stadtverordnete Jutta Ditfurth, ÖkoLinX-ELF:

(fortfahrend)

Diesen Satz erlauben Sie mir noch, Sie sind bei anderen auch etwas entspannter.

Ich komme zu meiner Frage: Sehen Sie es nicht als Problem, dass in Frankfurt die Stellschrauben zur Verschlechterung der Lage von Menschen mit geringem Einkommen immer weiter gedreht werden und die gegenläufige Entwicklung nicht in Sicht ist? Das geht vom Eintritt in den Palmengarten bis hin zum Abbau von Ausbildungsstätten für soziale Arbeit an der Frankfurter UAS. Danke schön!

Stadtverordnetenvorsteherin

Hilime Arslaner:

Frau Stadträtin, Sie beantworten nur die erste Zusatzfrage.

Stadtverordnete Jutta Ditfurth, ÖkoLinX-ELF:

(fortfahrend)

Sie soll aber auch meine Frage beantworten und nicht rumeiern.

Stadträtin Tina Zapf-Rodriguez:

(fortfahrend)

Ich möchte mich in meiner Antwort ganz kurz wiederholen. Ich habe offensichtlich die Antwort zu schnell verlesen. Einkommensschwache Haushalte in Frankfurt erhalten einen Frankfurt-Pass, die Inhaber:innen des Frankfurter-Passes erhalten einen komplett freien Eintritt. Ansonsten gibt es weiterhin die Möglichkeit des Kulturpasses "Kultur für Alle e. V.", wie gesagt, ein symbolischer Euro pro Jahr oder 50 Cent für Kinder bis 13 Jahren. Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre erhalten einen komplett freien Eintritt in Frankfurt. Zudem sind die ganzen zusätzlichen Angebote, insbesondere für Kinder und Jugendliche meistens kostenfrei erhältlich. Das vielleicht noch einmal zur Wiederholung.

(Beifall)

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 4. Dezember 2025 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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