Der diesjährige städtische Empfang für die Wirtschaft wies einige Neuerungen auf. Dazu gehörten lange Werbevorträge von
Zusammenfassung
In der Anfrage wird erörtert, wie viele Kampagnen aus dem Umweltdezernat in den letzten zwölf Monaten durchgeführt wurden und was die Gesamtkosten dieser Kampagnen sind. Der Magistrat stellte fest, dass verschiedene Kampagnen mit unterschiedlichen Zielen und Budgets durchgeführt wurden, um die Bevölkerung zu sensibilisieren und über Umweltmaßnahmen zu informieren.
Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.
Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.
Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.
E-Mail-Abo einrichtenFrage an den Magistrat
Trotz großer Kritik an der Grünwert-Kampagne aus dem Umweltdezernat werden immer weitere Kampagnen aus dem Dezernat, den zugehörigen Ämtern oder angegliederten Stabsstellen veröffentlicht. Auch wenn diese sich in Aufmachung und Inhalt unterscheiden, werden für sie städtische Ressourcen gebunden, Steuergelder ausgegeben und viel Papier oder andere Rohstoffe verbraucht. Ich frage den Magistrat: Wie viele Kampagnen kamen in den vergangenen zwölf Monaten direkt aus dem Umweltdezernat, den zugehörigen Ämtern, aus angegliederten Stabsstellen oder mittelbar über Kooperationen und wie hoch sind die Bruttokosten für all diese Kampagnen jeweils im Detail?
Antwort des Magistrats
Der Zuständigkeitsbereich des Dezernats X umfasst das Grünflächenamt, das Umweltamt, das Klimareferat, den Palmengarten/Botanischen Garten, die Stabsstelle Sauberes Frankfurt sowie das Frauenreferat. In all diesen Bereichen ist es für die Vermittlung der Arbeit wesentlich, die Bürger:innen über Angebote und Fördermöglichkeiten zu informieren und zu sensibilisieren. Kommunikationsmaßnahmen sind dafür ein notwendiges Instrument, um spezifische Zielgruppen oder die breite Öffentlichkeit zu erreichen. Im siebten Kampagnenjahr geht die Stabsstelle Sauberes Frankfurt mit der Sauberkeitskampagne "cleanffm" 2025 einen weiteren Schritt: Im Mittelpunkt steht der verhaltenspsychologische Ansatz zur Förderung der intrinsischen Motivation, sich aktiv für Sauberkeit im öffentlichen Raum einzusetzen und Littering nachhaltig zu reduzieren. Ziel ist es, zu vermitteln, dass Sauberkeit eine gemeinsame Verantwortung aller Frankfurter:innen ist - und alle ihren individuellen Beitrag leisten können. Die Weiterentwicklung unter dem Titel "Wir sind Frankfurt!" verursacht im Jahr 2025 Gesamtkosten von 69.577,65 Euro. Enthalten sind Strategie- und Marketingberatung sowie Kommunikationsentwicklung. Seit circa zwei Jahren verzeichnet die Stabsstelle Sauberes Frankfurt eine hohe Anzahl von Lachgaskartuschen im öffentlichen Raum, die nach erfolgtem Lachgaskonsum vor Ort liegengelassen werden. 2024 waren es rund 6.000 Kartuschen, die aufgrund der Gefahrgutbezeichnung sehr kostenintensiv entsorgt werden mussten. Zur Aufklärung der Konsumierenden wurde gemeinsam mit der FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH und dem Gesundheitsdezernat im August 2025 eine zielgruppenorientierte Sensibilisierungskampagne gestartet, um die Kartuschenfunde im öffentlichen Raum deutlich zu reduzieren. Unter dem Motto "Merkste was?" stehen eine visuell eindrucksvolle Plakatserie und - statt einer herkömmlichen Website - ein digitaler Internetauftritt im Stil eines Computerspiels im Zentrum. Damit sollen junge Menschen auf kreative Weise zum Nachdenken über Lachgaskonsum angeregt werden. Die anteiligen Kosten für die Stabsstelle Sauberes Frankfurt im Jahr 2025 betragen 29.678 Euro. Das Klimareferat nutzte im September 2025 die vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie konzipierte Kampagne "Grünlinge gesucht". Mittels Flyer, Postkarten und Plakaten wurde auf Begrünungs- und Entsiegelungsmaßnahmen und deren Bedeutung für die Klimaanpassung sowie auf das Förderprogramm "Klimabonus" aufmerksam gemacht. Die Kosten für Druck und Plakatierung betragen 22.733,28 Euro, wovon allerdings 90 Prozent durch Fördermittel des Hessischen Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat finanziert werden. Das Umweltamt hat 2025 zwei Informationskampagnen umgesetzt - darunter die Zero-Waste-Kampagne zur Abfallvermeidung und -trennung. Sie ist Teil der städtischen Maßnahmen zur Abfallberatung nach § 46 Kreislaufwirtschaftsgesetz. Danach sind die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger:innen "im Rahmen der ihnen übertragenen Aufgaben in Selbstverwaltung zur Information und Beratung über Möglichkeiten der Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Abfällen verpflichtet." Die Stadtverwaltung hat sich im Jahr 2021 über einen Magistratsbeschluss dazu verpflichtet, die eigenen städtischen Restmüllmengen zu reduzieren. Mit der M 30 aus dem Jahr 2022 wurde zusätzlich ein Beschluss der Stadtverordnetenversammlung gefasst, der unter anderem einen Maßnahmenplan und grundsätzlich die Förderung von Maßnahmen zur Vermeidung von Abfällen sowie zur besseren Trennung verwertbarer Abfälle enthält. Auf diesen Beschlüssen aufbauend wurden unterschiedliche Maßnahmen entwickelt - und unter anderem die Zero-Waste-Kampagne gestartet. Die Kosten verteilen sich auf unterschiedliche Aspekte der ausgeschriebenen Kampagne. Neben den Ausgaben für die direkte Ansprache von Bürger:innen in Stadtteilen entfällt ein signifikanter Teil auf Mediakosten sowie auf die Entwicklung des Designs von Plakaten, der Homepage und des Tools "Waste-Bewerb". Für die Kampagne sind jährlich bis zu 200.000 Euro einkalkuliert. Die Laufzeit wurde zunächst auf drei Jahre begrenzt. Ob der gesamte Betrag in den einzelnen Jahren der Laufzeit jeweils benötigt wird, ist derzeit noch unklar. Ziel der Kampagne ist es, die Mülltrennung zu verbessern und Möglichkeiten zur Vermeidung von Abfällen in der Bevölkerung bewusster zu machen. Die Kosten für die Kampagne wurden basierend auf der oben genannten Rechtsgrundlage des Kreislaufwirtschaftsgesetzes in der Kalkulation der Abfallgebühren berücksichtigt. Der gesamte Gebührenbedarf liegt im Jahr 2025 bei rund 130 Mio. Euro. Rechnerisch bedeutet das: Wenn es gelingt, auf diesem Weg die Restabfallmenge aus privaten Haushalten in Frankfurt von derzeit etwa 150.000 Tonnen jährlich um rund 1.200 Tonnen - entspricht 0,8 Prozent - zu senken, wären die Kosten der Werbekampagne durch die geringeren Entsorgungskosten bereits vollständig refinanziert. Denn die Entsorgung von Restmüll ist mit Abstand die teuerste Art der Abfallentsorgung. Für korrekt entsorgte Bioabfälle entstehen beispielsweise nur ein Siebtel der Kosten je Tonne. Die Wassersparkampagne "Frankfurt spart Wasser!" ist Teil des städtischen Wasserkonzepts zur Sensibilisierung der Bevölkerung in Bezug auf den sparsamen Wasserverbrauch und läuft bereits seit 2022 über die Sommermonate. Für das Jahr 2025 wurden dafür insgesamt rund 40.000 Euro ausgegeben. Das Frauenreferat hat 2025 zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen die Initiative "Gewalt beginnt leise. Stark gegen Gewalt" veranlasst. Sie macht mit vier Motiven auf unterschiedliche Formen von Gewalt aufmerksam. Dazu wurde eine neue Website gelauncht, stark-gegen-gewalt-frankfurt.de. Dort finden Ratsuchende Kontakte von Beratungsstellen und Hintergrundinformationen. Fachkräfte finden dort Infos über Veranstaltungen, Fortbildungen und Aktionen. Die Website mit gebündelten Informationen und die breite Sensibilisierung der Öffentlichkeit für das Thema Gewalt gegen Frauen sind Umsetzungen der Ergebnisse des stadtweiten Beteiligungsprozesses zur Umsetzung der Istanbul-Konvention. Die Kosten betragen 62.663,98 Euro. Der Palmengarten/Botanischer Garten hat 2025 keine Kampagnen durchgeführt. Es gab lediglich die üblichen Plakatierungen für das jährliche Kultur- und Veranstaltungsprogramm.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 30. Oktober 2025 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.