Die Stadt Frankfurt wird das Grüne Soße Festival über den Tourismusbeitrag und die Stabsstelle Stadtmarketing mit jährli
Zusammenfassung
Das Jugend- und Sozialamt arbeitet an einem Konzept zur Weiterentwicklung der Wohnungsnotfallhilfe, das bis Ende 2025 abgeschlossen sein soll. In der ersten Phase werden die Bedürfnisse und die aktuelle Hilfesystemstruktur analysiert, um eine solide Grundlage für das Konzept zu schaffen.
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Die Stadt Frankfurt wird das Grüne Soße Festival über den Tourismusbeitrag und die Stabsstelle Stadtmarketing mit jährlich 200.000 Euro fördern. Trotz dieser massiven Förderung kostet die billigste Karte für die Abendveranstaltung immer noch stolze 58 Euro, während andere Festivals wie die Sommerwerft oder das Stoffel - die deutlich mehr Besucher*innen zu verzeichnen haben und wesentlich weniger Förderung erhalten - lediglich einen freiwilligen Eintritt erheben.
Ich frage daher:
Wie steht der Magistrat dazu, dass ein städtisch gefördertes Festival für große Teile der Frankfurter*innen unerschwinglich ist, und dürfen sich Sommerwerft und Stoffel künftig auf ähnlich hohe Fördersummen freuen wie das Grüne Soße Festival?
Antwort des Magistrats
Der Tourismusbeitrag der Stadt Frankfurt wird für die Schaffung, Erweiterung, Unterhaltung und Vermarktung der touristischen Infrastruktur sowie für die Durchführung von Veranstaltungen eingesetzt, um die Attraktivität der Stadt für Besucher und Einheimische zu steigern. Dazu zählen unter anderem Werbekampagnen, neue touristische Angebote sowie die Förderung von Veranstaltungen wie beispielsweise dem Museumsuferfest, dem Foodtura Festival, der World Design Capital und auch dem Grüne Soße Festival. Der Zuschuss für das Grüne Soße Festival stammt aus diesem Tourismusbeitrag und nicht aus allgemeinen Steuermitteln. Er ist daher nicht mit einer klassischen Kulturförderung vergleichbar, sondern wird gezielt aus dem Tourismusetat finanziert, da das Festival ein wichtiges Element in der Außendarstellung der Stadt Frankfurt ist.
Das Festival bietet neben den Abendveranstaltungen mit Eintritt ein vielfältiges, frei zugängliches kulinarisches und kulturelles Angebot auf dem Festivalmarkt. Dort gibt es täglich ein wechselndes Bühnenprogramm mit Live-Musik, kulinarische Angebote wie etwa ein Handkäse-Tasting sowie weitere Mitmachaktionen für Besucherinnen und Besucher. In der Planung sind weitere Veranstaltungsformate im Rahmen des Festivals um ein größeres Spektrum der Teilnahme und neue Zielgruppen zu erreichen - beispielsweise Tanz in den Mai für junge Menschen, ein Newcomer Abend für Expats und internationale Gäste.
Ein besonderes Highlight ist der Nachwuchswettbewerb, an dem jährlich rund 1.000 Grundschulkinder und Kinder aus integrativen Klassen teilnehmen. Unter Anleitung von Profi-Köchen lernen sie spielerisch die Zubereitung der Grünen Soße und erhalten zugleich Zugang zu kultureller Bildung durch begleitende Theaterstücke. Bereits im Vorfeld werden die Klassen mit Unterrichtsmaterial ausgestattet, das Themen wie Nachhaltigkeit, regionale Identität und soziale Kompetenzen vermittelt. So verbindet der Wettbewerb kulinarisches Erleben mit Bildung, Teamarbeit und kultureller Teilhabe. Dieses pädagogisch wertvolle Format ist ohne das Grüne Soße Festival in dieser Form nicht realisierbar.
Die Eintrittspreise der Abendveranstaltungen beinhalten nicht nur den Zugang zu einem umfangreichen Showprogramm mit mindestens acht Künstlerinnen und Künstlern pro Abend, sondern auch sämtliche Speisen - sieben verschiedene Grüne Soßen, Kartoffeln, Ei und zusätzliche Snacks - sowie alle Getränke. Die Kombination aus Gastronomie, Unterhaltung und Kultur ist damit einzigartig. Der logistische und personelle Aufwand, insbesondere bei der Zubereitung, Portionierung und Ausgabe der Soßen, ist entsprechend hoch.
Da die Kosten für Infrastruktur und Personal in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen sind, können die Ausgaben nicht weiter über Eintrittsgelder gedeckt werden. Um die Eintrittspreise dennoch stabil zu halten, die Attraktivität der Veranstaltung zu sichern und die traditionsreiche Veranstaltung langfristig fortzuführen, wird das Grüne Soße Festival gezielt aus dem Tourismusetat unterstützt.
Das Thema "Grüne Soße" zahlt zudem insbesondere auf das Handlungsfeld 4 des Masterplans Tourismus 2030 ein - "Wir machen unsere einzigartigen Wurzeln sichtbar und setzen unsere Regionalität und Identität touristisch in Wert" - ein, indem es ein identitätsstiftendes, lokales Produkt in den Fokus rückt und die Verbindung von Gastronomie, Kultur und Stadtmarketing stärkt. Vor diesem Hintergrund wurde vom Tourismusbeirat auf der Sitzung am 18.06.2025 empfohlen, das Grüne Soße Festival auf dem Roßmarkt weiterhin als mehrtägige Veranstaltung fortzuführen und das Konzept seitens der Veranstalterin weiter zu optimieren.
Das Grüne Soße Festival soll Planungssicherheit für drei Jahre erhalten. Es sollen Mittel aus dem Tourismusbeitrag in Höhe von 200.000 Euro mit einer Aufteilung von 150.000 Euro des Stadtmarketings und 50.000 Euro vonseiten der TCF für das Jahr 2026 eingeplant werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 30. Oktober 2025 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.