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Das Lernmuseum Experiminta sieht sich in seiner Existenz bedroht, da das Land Hessen den Mietvertrag zum 31.12.2026 aufg

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Das Lernmuseum Experiminta steht vor der Schließung, da der Mietvertrag gekündigt wurde. Die Stadt Frankfurt wird aufgefordert, sich für den Erhalt des Museums einzusetzen und die Dondorf-Druckerei als neuen Standort zu prüfen. Ziel ist es, eine Übergangszeit mit dem Land Hessen zu vereinbaren, um die Institution zu sichern.

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Frage an den Magistrat

Das Lernmuseum Experiminta sieht sich in seiner Existenz bedroht, da das Land Hessen den Mietvertrag zum 31.12.2026 aufgrund von Sanierungsbedarf gekündigt hat. Jetzt liegt es an der Stadt Frankfurt, sich entschieden dafür einzusetzen, dass das Experiminta als Institution erhalten bleibt, in der junge Menschen an Mathematik, IT, Naturwissenschaft und Technik herangeführt werden. Bereits im August 2025 hatte die BFF im Ortsbeirat 2 in einem Antrag vorgeschlagen, die Dondorf-Druckerei nach Auszug der Schirn als möglichen Standort zu prüfen.

Ich frage den Magistrat:

Wie bewertet der Magistrat die mögliche Nutzung der Dondorf-Druckerei nach Abschluss der Schirn-Sanierung und kann so lange eine Übergangszeit mit dem Land Hessen vereinbart werden?

Antwort des Magistrats

Stadtrat Prof. Dr. Marcus Gwechenberger:

Sehr geehrter Herr Vorsteher,

sehr geehrter Herr Stadtverordneter Thoma,

liebe Kolleginnen und Kollegen!

In der Dondorf-Druckerei sind kulturelle Nutzungen planungsrechtlich allgemein zulässig. Dies umfasst auch Museumsnutzungen wie die Schirn oder das Lernmuseum Experiminta. Das Grundstück der ehemaligen Dondorf-Druckerei ist im Eigentum des Landes Hessen und dient nach der derzeitigen Vereinbarung bis 31.12.2027 als Interimsstandort der Schirn. Das Lernmuseum Experiminta benötigt jedoch bereits ab Ende 2026 ein neues Domizil.

Stellvertretender

Stadtverordnetenvorsteher

Dr. Christoph Rosenbaum:

Die erste Zusatzfrage hat der Fragesteller. Bitte schön, Herr Thoma!

Stadtverordneter Peter Paul Thoma, BFF-BIG:

(Zusatzfrage)

Ich habe deswegen ja auch danach gefragt, ob es eine Idee des Magistrats gibt, eine Übergangslösung zu schaffen oder vielleicht sogar mit dem Land auszuhandeln, dass sie einfach länger drinbleiben können. Ich kann die Sanierungsbedürftigkeit des Gebäudes nicht beurteilen und weiß nicht, wie vakant das ganze Thema ist, ob man das Museum letztendlich als Standort auch noch sichern kann und darüber hinaus einen anderen sinnvollen Standort findet und wie sich die Stadt da aufstellt.

Stadtrat Prof. Dr. Marcus Gwechenberger:

(fortfahrend)

Also zunächst mal: Das Experiminta ist für Frankfurt ein total wichtiges Angebot, weil es - Sie haben es ja zu Recht zusammengefasst - eben ein Ort ist, wo gerade auch die MINT-Fächer adressiert werden, wo es einen sehr, sehr hohen Nachwuchsbedarf gibt. Ich denke, es ist absolut zentral und wichtig, dass wir so früh wie möglich gerade die MINT-Fächer auch experimentell vermitteln. Von daher haben wir als Magistrat ein sehr großes Interesse daran, dass das Experiminta in Frankfurt bleiben kann, auch wenn es eben nicht unbedingt an diesem Ort bleiben kann. Wir sind im Gespräch mit dem Land und prüfen auch verschiedene Optionen, wie wir hier zu einer Lösung gelangen können. Ich hoffe, dass wir da ein gutes Ergebnis hinbekommen und auch in einer der nächsten Sitzungen darüber berichten können, wie das Experiminta weiter in Frankfurt gehalten werden kann. Wie gesagt, aus Sicht des Magistrats ist es ein absolut wichtiges Angebot. Wir haben ja jetzt auch andere Angebote vorangebracht, die in eine ähnliche Richtung gehen; ich denke da an die TUMO-Lernzentren, die ja auch ein ganz wichtiges Angebot darstellen, um Zukunftsthemen auch entsprechend zu vermitteln. Das Experiminta ist ein Ort, wo wirklich sehr, sehr gute Arbeit geleistet wird. Wir haben ein großes Interesse daran, da eine Lösung hinzubekommen.

(Beifall)

Stellvertretender

Stadtverordnetenvorsteher

Dr. Christoph Rosenbaum:

Die zweite Zusatzfrage kommt von Frau Stadtverordneter Steinhardt. Bitte schön!

Stadtverordnete Sara Steinhardt, CDU:

(Zusatzfrage)

Vielen Dank! Sie haben ja eben schon die Wichtigkeit des Experiminta betont. Vielleicht haben Sie da auch mehr Einblick und können meine Frage für die Kollegin beantworten. Sie haben gesagt, es werde nach Alternativen gesucht. Haben Sie seitens der Stadt vielleicht eine Abfrage gemacht, welches städtische Gebäude dies eventuell sein könnte, oder gibt es irgendwelche planungsrechtlichen Überlegungen, wo man vielleicht Experiminta mit unterbringen oder ansiedeln könnte?

Stadtrat Prof. Dr. Marcus Gwechenberger:

(fortfahrend)

Ich glaube, wir haben mit der Pinselsanierung der Dondorf-Druckerei, die wir ja vor ungefähr einem Jahr diskutiert haben, gezeigt, dass wir ein kreativer Magistrat sind, der willens ist, gute Lösungen zu erarbeiten. In diesem Sinne arbeiten wir auch daran, dass wir für Experiminta eine gute Lösung hinbekommen. Ich kann heute Abend noch nichts verkünden, aber wir arbeiten an einer guten Lösung.

(Beifall)

Aktuelle Stunde zur Frage Nr. 3538

Stadtverordneter Peter Paul Thoma, BFF-BIG:

Guten Abend zusammen, liebe Kolleginnen und Kollegen und liebe Vorsitzende!

Ich spreche jetzt nicht über die Themen Stadtbild und Gendern, die hier für viel Streit gesorgt haben, sondern über ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt, nämlich das Experiminta, welches ein Lernmuseum zum Ausprobieren und Entdecken in Richtung Mathematik, IT, Naturwissenschaft und Technik ist. Das zeigt auch schon der Name "Experiminta": Da geht es um MINT-Berufe. Mit 125.000 Besuchern im Jahr liegt es auf Platz sieben der 32 Museen in Frankfurt, wenn ich über das, was auf der Website veröffentlicht ist, richtig informiert bin. Vor allem Schulklassen, junge Menschen sowie Studierende können sich dort ausprobieren. Dieses Mitmachmuseum bringt dem Besucher die Gesetze der Physik und der Technik näher, und das ist für den Abbau des Fachkräftemangels extrem wichtig, insbesondere im Bereich der naturwissenschaftlichen, technischen sowie der handwerklichen Berufe. Deswegen liegt mir sehr viel dran. Ich war selbst mit meinen Enkeln vor Ort, und die konnten gar nicht mehr aufhören, dort Dinge auszuprobieren. Das hat richtig Spaß gemacht.

Dieses Museum muss einen festen Platz in Frankfurt haben, dafür trete ich ganz intensiv ein. Es wurde auch schon von Herrn Professor Dr. Gwechenberger erwähnt, dass die Stadt das genauso sieht. Das will ich an der Stelle natürlich würdigen, aber ich frage mich dennoch, warum man noch nicht prüfen konnte, ob die Dondorf-Druckerei eine Möglichkeit darstellt oder ob andere Möglichkeiten bestehen. Sie haben gesagt, man ist in Verhandlungen. Ich kann nur sagen, dass es ein Riesenverlust für die Stadt Frankfurt wäre, wenn wir dieses Mitmachmuseum verlieren. Ich kann nur hoffen, dass das gut ausgeht. Vielleicht ist auch der Bereich Kulturcampus eine Ecke, an der man etwas machen kann. Ich habe jetzt keine Lösung parat, aber ich hoffe sehr darauf, dass die Stadt und der Magistrat sich dafür einsetzen, dass wir eine vernünftige Lösung finden.

Vielen Dank!

(Beifall)

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 30. Oktober 2025 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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