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In Städten wie Sidney oder unserer Partnerstadt Lyon können Touristen - und Einheimische -im öffentlichen Nahverkehr ein

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Der Magistrat prüft die Einführung moderner Ticketingverfahren wie ID-based Ticketing und Account-based Ticketing im öffentlichen Nahverkehr in Frankfurt. Dies soll die Kundenfreundlichkeit erhöhen und die Tarifstruktur vereinfachen. Eine Umsetzung wird in einem Zeitraum von drei bis fünf Jahren angestrebt.

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Thema Öffentlicher Nahverkehr und neue Mobilität verfolgen

Frage an den Magistrat

In Städten wie Sidney oder unserer Partnerstadt Lyon können Touristen - und Einheimische -im öffentlichen Nahverkehr einfach und bequem mit ihrer Kreditkarte im Verkehrsmittel "einstechen", es muss kein bestimmter Tarif gewählt oder vorher eine Karte am Automaten gekauft werden. In Lyon errechnet das System am Ende des Tages sogar die günstigste Tarifvariante für alle getätigten Fahrten, bevor dem Fahrgast ein Betrag belastet wird.

Ich frage den Magistrat:

Wann kommt diese Kundenfreundlichkeit in Frankfurt?

Antwort des Magistrats

Es liegt im Interesse des Magistrats, das Potenzial moderner Ticketingverfahren wie ID-based Ticketing, IDBT, beziehungsweise Account-based Ticketing, ABT, zu prüfen und deren Einführung im öffentlichen Nahverkehr mittelfristig anzustreben. Für Frankfurt wie auch für Deutschland insgesamt wären hierfür jedoch erhebliche Investitionen in Hard- und Software erforderlich. Zudem setzt eine erfolgreiche Umsetzung eine grundlegende Vereinfachung des Tarifsystems voraus, beispielsweise durch den Wegfall relationaler Kurzstrecken sowie eine deutliche Reduktion von Preisstufen und Tarifgebieten usw.

In Lyon und anderswo wurden IDBT meist zusätzlich zu bestehenden Verkaufs- und Bezahlsystemen eingeführt. In Frankfurt wäre die bevorzugte Lösung, dass IDBT/ABT perspektivisch den Verkauf im Fahrzeug ersetzt und nicht nur ergänzt. Hierzu ist - neben einem einfacheren Tarifsystem - aber auch die Prüfbarkeit bei allen Partnern und in allen Verkehrsmitteln des Verbundes sicherzustellen.

Zu berücksichtigen ist zudem, dass die im Ausland eingeführten Systeme nur eingeschränkt mit den historisch gewachsenen und vergleichsweise komplexen deutschen ÖPNV-Tarifstrukturen vergleichbar sind. Häufig gibt es dort vollständig geschlossene Systeme mit Zugangskontrolle oder es gibt keine Verbundtarife mit Durchtarifierung für die gesamte Reise inklusive Umstiegen zwischen den Verkehrsmitteln.

In Abhängigkeit der Zukunft und der künftigen Preisgestaltung des Deutschland-Tickets wird auch im Rhein-Main-Verbund, RMV, die Notwendigkeit einer Tarifstrukturrefom gesehen. In dieser wird sicherlich auch IDBT/ABT eine Rolle spielen. Realistisch erscheint eine Einführung solcher Verfahren im RMV und damit auch in Frankfurt in einem Zeitraum von drei bis fünf Jahren. Eine isolierte Lösung ausschließlich für Frankfurt ist aufgrund der Verbundstruktur nicht möglich. Aus diesem Grund arbeitet auch der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen, VDV, an einer bundesweit einheitlichen Lösung.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 11. September 2025 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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