Die Stadtentwicklungsgesellschaft urbanista hat ab Ende 2023 im Auftrag des Magistrats einen Prozess mit der Zielsetzung
Zusammenfassung
Die Stadtentwicklungsgesellschaft urbanista wurde beauftragt, eine gemeinsame Vision für das Bahnhofsviertel zu entwickeln. Ziel ist es, durch Workshops und Interviews mit verschiedenen Akteuren eine umfassende Strategie zu erarbeiten, die die Entwicklung des Viertels bis 2040 leitet. Der Prozess soll zu konkreten Maßnahmen für Sauberkeit, Sicherheit und Stadtgestaltung führen.
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Thema Stadtplanung verfolgenFrage an den Magistrat
Die Stadtentwicklungsgesellschaft urbanista hat ab Ende 2023 im Auftrag des Magistrats einen Prozess mit der Zielsetzung einer gemeinsamen Vision für das BHV durchgeführt. In diesem Rahmen wurden zahlreiche Workshops und Interviews mit Akteuren, Behörden und Institutionen der Stadt und des Bahnhofsviertels durchgeführt. Schätzungen nach belaufen sich die Kosten dieser Befragung auf circa 250.000 Euro Steuergeld.
Vor diesem Hintergrund frage ich den Magistrat:
Wie lauten die Ergebnisse der Umfrage und wie viel hat die Beauftragung tatsächlich gekostet?
Antwort des Magistrats
Ende 2023 wurde die Stadtentwicklungsgesellschaft urbanista mit dem Beteiligungsprozess "Strategie Bahnhofsviertel 2024-2040" beauftragt. Das Dezernat VIII hat unter Beteiligung des Dezernat IX in einem ersten Schritt das Aufsetzen des Projektes, die Prozessabstimmung und die Erarbeitung der Prozessstruktur mit den zu beteiligenden Zielgruppen durch urbanista vornehmen lassen. Dazu fanden Ortsbegehungen sowie 16 stadtverwaltungsinterne, amts- und dezernatsübergreifende Interviews statt.
In der nächsten Phase wurde das Beteiligungsformat umgesetzt. Es wurden 20 aktivierende Interviews mit Akteur: innen und Interessengruppen aus dem Viertel durchgeführt. In Abstimmung mit Vertreter: innen der Fachämter und den Expert: innen vor Ort wurde so ein umfassender sogenannter "Viertelcheck" erstellt. Dieser besteht aus thematischen Karten des Bahnhofsviertels in denen die Daseinsgrund-funktionen dargestellt sind und die als Wissens- und Arbeitsgrundlage für den weiteren Prozess dienen.
Zwischen Mai und November 2024 fanden schließlich vier "Thinktank"-Workshops mit insgesamt 45 Vertreter:innen aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft, Kultur, Sozialarbeit, Sicherheitsbehörden und Zivilgesellschaft vor Ort im Bahnhofsviertel statt.
Das Ergebnis dieses breiten Beteiligungsprozesses ist ein Kompass mit gemeinsamen Grundsätzen für die Entwicklung des Bahnhofsviertels, sowie verschiedenen thematischen Entwicklungszielen.
Inhaltlich wurden Prioritäten herausgearbeitet, beispielsweise die Notwendigkeit kurzfristiger Maßnahmen für Sauberkeit und Sicherheit und mittel- und langfristige Lösungen im Bereich der Drogenhilfe, der Stadtgestaltung und der Verkehrsführung.
Wesentliche Schritte sind bereits erfolgt: das Koordinierungsbüro Bahnhofsviertel, intensivere Reinigungsmaßnahmen, neue öffentliche WC-Anlagen, Regelungen, um private Mülltonnen und E-Roller im öffentlichen Raum zu beordnen. Maßnahmen für mehr Sicherheit wie zum Beispiel Videoschutzanlagen und zwei sogenannte "Schutzmänner vor Ort"- Polizist:innen die als direkte Ansprechpersonen für die Bürger:innen im Viertel zur Verfügung stehen.
Hinzu kommen Fördermittel über den "Verfügungsfonds BHV" für zivilgesellschaftliche Projekte. Über ein einfaches Antragsverfahren wurden bereits 32 Projekte gefördert. Eine weitere Förderung für Investitionen in attraktive Erdgeschossnutzungen steht kurz vor der Umsetzung.
Einen Abschlussbericht wird der Magistrat noch in diesem Jahr vorlegen. Dieser wird auch eine Perspektive darauf geben, wie die umgesetzten Maßnahmen wirksam verankert und Initiativen im Viertel weiter unterstützt werden, um die strategische Zielvision zu erreichen.
Die gemeinnützige Kontexte Frankfurt gGmbH konnte für die Entwicklung einer "Zielvision" für das Frankfurter Bahnhofsviertel gewonnen werden. Die Kosten für die Beauftragung von urbanista belaufen sich auf 246.954,97 Euro inklusive Sachkosten und Mwst.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 11. September 2025 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.