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Mit Freude danken wir der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft, EVZ, und dem Bundesministerium der Finanzen fü

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Das Projekt "Frankfurt, der NS und wir" zielt darauf ab, eine digitale Erinnerungsplattform zu schaffen, die die Lebensgeschichten von Verfolgten des Nationalsozialismus dokumentiert. Es wird vorgeschlagen, auch weitere Gruppen wie Zwangsarbeiter, Sinti und Roma sowie verfolgte Homosexuelle in die Plattform zu integrieren. Das erwartete Ergebnis ist eine umfassende Datenbank, die die NS-Geschichte in Frankfurt dokumentiert und zugänglich macht.

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Frage an den Magistrat

Mit Freude danken wir der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft, EVZ, und dem Bundesministerium der Finanzen für 785.000 Euro zur Förderung eines gemeinsamen Projektes von Historischem Museum Frankfurt, Jüdischem Museum Frankfurt und Institut für Stadtgeschichte. Das Geld ist für die Entwicklung einer interaktiven und digitalen Erinnerungsplattform gedacht zum Thema NS-Unrecht in Frankfurt, für die 12.000 deportierten und ermordeten Jüdinnen und Juden. Ich frage den Magistrat: Wird es möglich sein, weitere Lebensgeschichten, wie der von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern, Betroffenen der Euthanasiemorde, der Sinti und Roma, verfolgter Homosexueller, wie auch verschiedener Religionen, in diese Plattform einzuarbeiten?

Antwort des Magistrats

Sehr geehrte Frau Stadtverordnete Momsen! Das von der Stiftung EVZ geförderte Projekt "Frankfurt, der NS und wir" umfasst drei Datenbanken:

a) Die Datenbank des Jüdischen Museums zu jüdischen Opfern der Schoa, circa 12.000 biografische Datensätze, b) die Datenbank und Medienstation "NS-Topografie" des Historischen Museums Frankfurt, HMF, circa 2.500 ortsbezogene Datensätze, und c) die Website "frankfurt1933-1945" des Instituts für Stadtgeschichte, Auswahl aus circa 700 Einträgen. Die Datenbank "NS-Topografie" des Historischen Museums Frankfurt umfasst sechs Kategorien von Orten: - Orte der Verfolgung - Gefängnisse, Arbeitserziehungslager, "wilde" KZs, "Judenhäuser", Lager für Sinti und Roma et cetera; - Orte der Täterinnen und Täter oder "Orte der Macht" - Geheime Staatspolizeistelle, Deutsche Arbeitsfront, Ortsgruppen der NSDAP und der NSV, Redaktion des "Frankfurter Beobachters" et cetera; - "Geraubte" Orte - "arisierte" Liegenschaften und Firmen, entzogene Immobilien von Gewerkschaften oder Parteien et cetera; - Orte der Hilfe und des Widerstands; - Orte der Zwangsarbeit und Ausbeutung - Zwangsarbeitslager, Zwangsarbeiterbetriebe; - Orte des Krieges - Bunker, Kasernen, zweckentfremdete Schulen et cetera. Zusätzlich finden sich auf der Webseite "frankfurt1933-1945" zahlreiche Beiträge zu den Themen Zwangsarbeit, Sinti und Roma, verfolgte Religionsgruppen, Homosexualität und Euthanasie. Dies zeigt, dass das Projekt "Frankfurt, der NS und wir" neben den jüdischen Opfern die ganze Bandbreite der Verfolgten des NS erfassen soll: also auch die in der Anfrage genannten Gruppen: "Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern, Betroffene der Euthanasiemorde, der Sinti und Roma, verfolgte Homosexuelle, wie auch verschiedenen Religionen". Darüber hinaus geht es auch um die Orte von Täterinnen und Tätern, von beteiligten Ämtern, Unternehmen et cetera. Eine Erweiterung von jetzt circa 2.500 Einträgen der NS-Topografie, HMF, auf bis zu 5.000 bis 6.000 Einträge ist vorgesehen, damit auch die letzten Adressen von Verfolgten und die Gedenkorte als Daten erfasst und aufgenommen werden können. Das von der Stiftung EVZ geförderte Projekt soll zur Schaffung einer digitalen Plattform genutzt werden, die alle Datenquellen, Angebote, Informationen und Aktivitäten zur Frankfurter NS-Geschichte bündelt. Sie soll von verschiedenen Institutionen, Vereinen sowie Initiativen genutzt und erweitert werden können.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 2. Dezember 2021 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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