Dem Ernst Strüngmann Institut, ESI, wurden Tierversuche an Affen, Mäusen und Ratten genehmigt - obwohl solche Versuche v
Zusammenfassung
Die Fragestellerin fordert konkrete Maßnahmen des Magistrats zur Unterbindung von Tierversuchen in Frankfurt, da diese als ethisch nicht vertretbar gelten. Zudem wird die Idee eines Frankfurter Preises für tierversuchsfreie Forschung und eine Aufklärungskampagne vorgeschlagen.
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Thema Umwelt und Energie verfolgenFrage an den Magistrat
Dem Ernst Strüngmann Institut, ESI, wurden Tierversuche an Affen, Mäusen und Ratten genehmigt - obwohl solche Versuche von vielen Menschen und Tierschutzorganisationen, darunter auch PETA, als ethisch nicht vertretbar und als Tierquälerei eingestuft werden. Die Genehmigung hat zu erheblicher öffentlicher Kritik geführt. Am 6. Juli fand in Frankfurt eine lautstarke Demonstration gegen diese Praxis statt.
Ich frage:
Welche konkreten Maßnahmen wird der Magistrat ergreifen, um Tierversuche in Frankfurt zukünftig zu unterbinden?
Antwort des Magistrats
Stadträtin Annette Rinn:
Frau Stadtverordnetenvorsteherin,
meine Damen und Herren!
Für die Genehmigung und Überwachung von Tierversuchen ist die Abteilung Veterinärwesen der Stadt Frankfurt seit Ende 2015 nicht mehr zuständig. Zuständige Behörde ist das Regierungspräsidium Darmstadt. Die Abteilung Veterinärwesen hat daher weder eine rechtliche Zuständigkeit noch Einfluss auf entsprechende Genehmigungen.
Stadtverordnetenvorsteherin
Hilime Arslaner:
Es gibt eine Zusatzfrage von der Fragestellerin. Bitte!
Stadtverordnete Pearl Hahn, FRAKTION:
(Zusatzfrage)
Ärzte gegen Tierversuche sowie viele andere Organisationen argumentieren, dass Tierversuche unnötiges Leid verursachen, da es bessere und günstigere Methoden gibt, zum Beispiel Versuche an menschlichen Zellen, sogar ohne Biopsie. Leider fehlt es an Know-how, da tierversuchsfreie Forschung in der Wissenschaft noch nicht überall gelehrt wird und somit auch noch nicht als Standard etabliert wurde. Frankfurts Handlungsfelder sind zwar begrenzt, aber vorhanden. Was halten Sie von der Idee, einen Frankfurter Preis für wissenschaftliche Forschung, die explizit auf Tierversuche verzichtet, zu etablieren und eine Kampagne zu starten, die für mehr Aufklärung sorgt?
Stadträtin Annette Rinn:
(fortfahrend)
Das ist jetzt für mich natürlich ein völlig neuer Vorschlag. Ich glaube nicht, dass so eine Idee bei meinen Ämtern richtig angesiedelt wäre. Es ist prinzipiell so, dass wir auch in anderen Bereichen mit dem Regierungspräsidium zu tun haben und ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Regierungspräsidium nicht besonders beeindruckt ist, wenn die Stadt Frankfurt gute Vorschläge macht.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 11. September 2025 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.