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Die aktuelle Bundesregierung möchte im Bildungsbereich unter anderem ein datengestütztes Bildungsverlaufsregister und ei

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Die Bundesregierung plant die Einführung eines datengestützten Bildungsverlaufsregisters und einer datenschutzkonformen Schüler*innen-ID, um Bildungswege transparenter zu gestalten und die Bildungsteilhabe zu verbessern. Frankfurt ist bereits aktiv in der Entwicklung eines kommunalen Bildungsmanagements, um diese Ziele zu unterstützen.

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Thema Schulen und Bildung verfolgen

Frage an den Magistrat

Die aktuelle Bundesregierung möchte im Bildungsbereich unter anderem ein datengestütztes Bildungsverlaufsregister und eine zwischen den Bundesländern kompatible datenschutzkonforme Schüler*innen-ID schaffen. Damit sollen Bildungsverläufe, Gründe für Ab- und Aufstiege sichtbar, Bildungsaufwendungen effizienter und eine gerechtere Bildungsteilhabe steuerbar gemacht werden. Frankfurt baut bereits ein "Datenbasiertes Kommunales Bildungsmanagement" auf.

Ich frage den Magistrat:

Wo stehen diesbezügliche Anstrengungen bei Stadt/Land/Bund inzwischen?

Antwort des Magistrats

Der Magistrat begrüßt das Vorhaben der Bundesregierung, ein Bildungsverlaufsregister einzuführen ausdrücklich. Obwohl die PISA-Studien bereits vor über 20 Jahren eine intensive Diskussion über die Leistungsfähigkeit des deutschen Bildungssystems ausgelöst haben, gab es bisher keine grundlegende Trendwende in den Ergebnissen. Wir wissen, dass der Bildungserfolg junger Menschen noch immer mit ihrer sozialen Herkunft korreliert.

Studien belegen, dass mehr Bildung zum Beispiel zu höherem Einkommen, weniger Arbeitslosigkeit, besserer Gesundheit oder geringerer Kriminalität führt. Besonders die frühe Förderung zahlt sich aus und wirkt langfristig im Lebensverlauf.

Die unzureichende Neujustierung des deutschen Schulsystems wird in der Fachöffentlichkeit auch auf eine mangelnde Datenerhebung zurückgeführt. Eine umfassendere und individualisierte Bildungsdatenerfassung wird als notwendig angesehen, um gezieltere Fördermaßnahmen zu ermöglichen.

Bildungsverlaufsdaten sind Individualdaten. Sie werden zukünftig von hohem Mehrwert sein, liegen aber mangels einer gesetzlichen Grundlage mittelfristig leider noch nicht vor.

Dem Magistrat ist bekannt, dass das Hessische Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, HMKB, an einer Entwicklung von Dashboard-Lösungen für Schulen arbeitet.

Im Kontext des Programms "Bildungskommune" ist die Stadt Frankfurt in die bundesweiten Entwicklungen eingebunden.

Unabhängig von der Entwicklung eines Bildungsverlaufsregisters des Landes Hessen entwickelt die Stadt Frankfurt bereits im Rahmen des ESF-geförderten Programms "Bildungskommune" ein performantes Bildungsmanagement auf Basis bereits vorhandener Daten. Dazu werden ämterübergreifend steuerungsrelevante Kennzahlen und Indikatoren identifiziert und aufbereitet.

Da auch langfristig nicht vorgesehen ist, dass personenbezogene Daten eines Bildungsverlaufsregisters Kommunen zur Aufbereitung zur Verfügung stehen, ist das kommunale Bildungsmanagement so konzipiert, dass auf aggregierter Ebene sozialräumliche Daten verknüpft werden und durch eine georeferenzierte Aufbereitung und Visualisierung eine möglichst kleinräumige Analyse und Steuerung ermöglichen. Das DKBM, datengestütztes kommunales Bildungsmanagement, wird langfristig auch nach Ende des ESF-Programms - 2027 - als kommunales Steuerungsinstrument weiterentwickelt. Künftige Entwicklungen im Bereich des Bildungsverlaufsregisters werden laufend im DKBM berücksichtigt, zum Beispiel die potenzielle Nutzung aggregierter Verlaufsdaten.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 26. Juni 2025 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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